Die Wetterlage stellt sich bereits heute auf eine frühlingshafte Wetterlage um, wenngleich dies so noch nicht überall spürbar sein wird. Ja sogar etwas Schneefall ist heute noch über den Mittelgebirgen oberhalb etwa 600-800 Meter nicht auszuschließen, während über dem Süden schon verbreitet +15/+20 Grad, örtlich bis +24 Grad zu erwarten sind. Am Freitag sorgt eine nördliche, später auch östliche Strömung nochmals für die Zufuhr etwas kühlerer Luftmassen, bevor zum Wochenende dann die Warmluft ganz Deutschland "überfluten" kann (Details: Wetter April).

In den vergangenen Tagen waren sich die Wettermodelle im Zeitraum zwischen dem 6./13. April nicht einig, wie sich die Großwetterlage entwickeln könnte. Beide stimmten jedoch darüber überein, dass der Zeitraum zunehmend unbeständiger werden würde. In Summe nähert sich das amerikanische Wettermodell mehr den Berechnungen des europäischen Wettermodells an und das europäische Wettermodell nähert sich etwas dem amerikanischen Wettermodell an. In Folge daraus ergeben sich zwei wesentliche Wetterentwicklungen für den Zeitraum 6./13.April.

Die zu Grunde liegende Großwetterlage am 4. April zeigt sich mit einem Tiefdrucksystem bei England, einem Hochdruckkeil des osteuropäischen Hochdrucksystems bis nach Skandinavien, während das Azorenhoch kräftig ausgebildet ist, jedoch leicht nach Westen verschoben ist. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz auf die warme Vorderseite des Tiefdrucksystems bei England, welches zum 5./6. April über Spanien, Frankreich und Portugal über das westliche Mittelmeer zieht. So ergibt sich der notwendige Raum für den Hochdruckkeil, sich mit dem Azorenhoch über Skandinavien, Deutschland und England zu verbinden und nachfolgend das Mittelmeertief abzuschnüren. Zum 7. April geht das ursprünglich osteuropäische Hoch in das Azorenhoch über und das Mittelmeertief kann auf seiner Rückseite Kaltluft aus nördlichen Richtungen über England und Spanien nach Süden führen - Deutschland verbleibt somit auf der warmen Vorderseite. Allerdings sind das die Variablen, welches im gesamten Entwicklungsspektrum eine sog. Vb-Wetterlage (Mittelmeertief) entstehen lässt. Dieses Tiefdrucksystem gewinnt aufgrund der Temperaturunterschiede an Energie und zieht zum 8./10. April in Richtung Deutschland und sorgt für entsprechende Niederschläge. Ob es dabei kühler werden kann, oder ob die frühlingshaften Luftmassen erhalten bleiben, hängt letztlich von der Zugbahn des Tiefdrucksystems ab - wenige hundert Kilometer können hierbei entscheidend sein.

In der zweiten Variante gelingt die Abkapselung - mit Hilfe der Hochdruckbrücke - des Mittelmeertief nicht und es entstehen zwei Hochdrucksysteme. Das eine liegt über den Azoren, das zweite im Bereich zwischen dem westlichen Russland und Skandinavien. Dazwischen entsteht eine Lücke, in welche Tiefdrucksysteme vom Atlantik kommend immer wieder vordringen können. In Folge dieser Variante würde der Wettercharakter ebenfalls unbeständiger und die Temperaturen würden weiter zurückgehen können.

Die Gemeinsamkeiten liegen in einem im Zeitraum 6./13. April zunehmend unbeständigeren Wettercharakter. Was aber ist wahrscheinlicher - bleibt der milde, teils frühlingshafte Temperaturcharakter erhalten, oder drängt sich die durchaus Jahreszeit-typische "Abkühlung" auf? Die Kontrollläufe sind sich da weitgehend einig und bestätigen mehrheitlich nach dem deutlich zu warmen Zeitraum zwischen dem 2./6. April eine sich langsam normalisierende Temperaturtendenz im Zeitraum 6./13. April. So liegt das Temperaturspektrum am 8. April zwischen +3/+16 Grad (Mittelwert: +10 Grad) und am 13. April zwischen +8/+20 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad) - zum Vergleich liegt der Mittelwert am kommenden Sonntag zwischen +15/+20 Grad.

Es erreichen uns in den letzten Tagen wieder vermehrte E-Mails mit der Frage, wie denn das Wetter Sommer 2016 werden kann. Wer möchte, kann unseren Gedanken zu einer möglichen Wetterentwicklung in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Sommer 2016 gegen 17:00 Uhr folgen.

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