Beide Wettermodelle favorisieren Anfang April den Aufbau von hohem Luftdruck im Bereich zwischen England, Deutschland und Skandinavien. So lässt mit höherer Wahrscheinlichkeit die rege Niederschlagsneigung der kommenden Woche zum Wochenende allmählich nach und die Sonne kann des Öfteren zum Vorschein kommen. Ob die Temperaturen dabei kühl, mild oder warm ausfallen werden, ist zum heutigen Stand noch nicht zu beantworten, da es im Detail auf die Positionierung des Hochdrucksystems ankommt (Details s. Wetterprognose April).

So ist auch die weitere Wetterentwicklung im Zeitraum vom 4./11. April maßgeblich davon abhängig, wie sich das Hochdrucksystem verhalten wird. Dabei schwinden in den heutigen Simulationen des amerikanischen Wettermodells die Varianten, welche einen beständigen Wettercharakter versprechen. Das hängt in erster Linie auch von der Wetteraktivität auf dem Atlantik ab, welche mit einem kräftigen Kaltluftvorstoß vom östlichen Kanada in Richtung Neufundland an Dynamik zunehmen kann. Allerdings stemmt sich das Azorenhoch mit einer kräftigen Struktur dagegen und wölbt sich in kugelrunder Position auf dem Atlantik auf. In Folge daraus muss die Frontalzone einen Umweg nach Norden nehmen um zum 6. April über Mitteleuropa nach Süden "abzutropfen". So wäre ein weiterhin unbeständiger Wettercharakter zu erwarten, welcher mit einem meridionalem Grundmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) eher für normale bis leicht zu kühle Temperaturen verantwortlich sein kann.

Im Detail wird es aber auch in dieser Wetterentwicklung darauf ankommen, in welcher Position das meridionale Grundmuster zustande kommen wird - Deutschland könnte zum heutigen Stand genauso gut auch auf die milde Süd-Nord Anströmung gelangen. Und die Kontrollläufe stützen diese Variante - auch heute - mehrheitlich, so dass sich ein insgesamt neutraler bis positiver Temperaturtrend im Verlauf des ersten April-Drittels erneut bestätigt, auch wenn es Anfang April durchaus etwas kühler werden kann. So liegt der jeweilige Mittelwert des Temperaturspektrums am 5. April zwischen +13/+15 Grad und am 11. April zwischen +11/+13 Grad und geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+8) / normal (+9/+14) / zu warm (>+15), so liegen diese am 7. April bei 35/45/20 und am 11. April mit 30/35/35 in einem nahezu neutralen Zustand zueinander. Vergleicht man das mit den Tagen zuvor, so zeigt sich zum Ende des ersten April-Drittels, bzw. zum Beginn des zweiten April-Drittels ein sich gegenüber dem langjährigen Mittelwert normalisierender Temperaturtrend, bei dem kühlere Varianten zugenommen haben.

Statistisch betrachtet passt das ganz gut, denn nicht selten kommt es im Zeitraum zwischen dem 6./13. April zum typischen Aprilwetter. Das Langfristmodell bleibt seiner Wetterprognose der letzten Tage weitgehend treu und simuliert die Temperaturabweichung im April mit +0,5/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert nun noch etwas wärmer als wie in den letzten Tagen, während der Mai mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich simuliert wird, wenngleich der Süden mit einer Abweichung von -0,5/-1 Grad auch leicht zu kühl ausfallen könnte. Im der Niederschlagsberechnung sind gegenüber dem Sollwert keine sonderlichen Abweichungen zu beobachten.

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