Mit zunehmender Wahrscheinlichkeit zeigt sich in den heutigen Simulationen eine Bestätigung des milden Temperaturtrends für das Wetter Ostern. Ob es im Detail tatsächlich so kommen mag, bleibt aber noch abzuwarten, da auch noch kühlere Varianten mit simuliert werden (s. aktuelle Wettervorhersage Ostern).

Wie unsicher die Wettervorhersage Ostern noch ist, zeigt sich anhand des im Detail noch hohen Entwicklungsspektrums, was von zwei Faktoren maßgeblich abhängig ist. Zum einen der Position des Hochdrucksystems und zum anderen von der zunehmenden Wetterdynamik auf dem Atlantik. Unter Umständen wären auch noch ungemütlichere Varianten in Form von Sturmtiefs an Ostern nicht auszuschließen.

Die Entwicklung der Großwetterlage ist jedoch weitgehend absehbar, wenngleich nicht gesichert. So lebt die Wetteraktivität auf dem Atlantik auf und initialisiert im Zeitraum 25. März /2. April kräftige Tiefdrucksysteme im Bereich zwischen Neufundland, Azoren, Island und England.

Somit sind drei wesentliche Wetterentwicklungen nach Ostern möglich. Gelingt die Austrogung in Richtung Azoren, so positioniert sich das ursprüngliche Azorenhoch weiter östlich, so dass im Verbund der beiden Systeme milde/warme Luftmassen aus südwestlichen bis südlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können und der Zeitraum zwischen dem 27. März / 2. April könnte relativ trocken und frühlingshaft mild ausfallen. Wie warm könnte es werden? Je nach Sonnenscheindauer wären Temperaturwerte zwischen +13/+18 Grad nicht auszuschließen.

In der zweiten Variante weicht das Azorenhoch nicht nach Osten aus, sondern zieht sich in flacher Position und in einer von West nach Ost verlaufenden Hochdruckachse nach Süden zurück. Das macht den Weg für die atlantische Frontalzone bis nach Skandinavien frei, so dass das Zirkulationsmuster auf westliche Richtungen dreht und Tiefdrucksysteme nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Je nach Intensität der Tiefdrucksysteme können dabei im Zeitraum 26. März /2. April auch Sturmtiefentwicklungen möglich sein.

In der dritten Variante stellt sich das Hochdrucksystem in Keilform zwischen Spanien und Island auf und blockiert somit die atlantische Frontalzone bereits auf dem Atlantik. So wäre der Wettercharakter im Zeitraum 29. März / 2. April relativ ruhig, die Grundströmung würde jedoch auf nördliche Richtungen drehen und kühlere Luftmassen nach Deutschland führen können.

Was ist wahrscheinlicher? Wie eingangs schon beschrieben zeigt der Temperaturtrend Ende März / Anfang April vorsichtig in die positive Richtung. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums der Kontrollläufe am 2. April zwischen +11/+13 Grad und liegt damit etwas über dem Jahreszeit-typischen Wert.

Das Langfristmodell zeigt in seiner heutigen Wetterprognose für den Frühling gegenüber gestern kaum Abweichungen. So bleibt mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert der April normal bis leicht zu mild und der Mai mit -0,5/+0,5 normal bis leicht zu kühl. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im April eine leicht erhöhte und im Mai eine normale Tendenz gegenüber dem Sollwert.

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