Ob kühle Temperaturen mit Schnee-, Schneeregen-, Graupelschauer oder frühlingshafte Temperaturen jenseits der +14 Grad Marke an Ostern 2016 vorherrschend sein werden, ist zum heutigen Stand noch nicht abschließend zu klären. Der Temperaturtrend der sog. Kontrollläufe zeigt über Ostern jedoch in die positive Richtung, so dass milde bis frühlingshafte Temperaturwerte wahrscheinlicher als zu kalte Werte sind (s. Wetterprognose Ostern).

Das Zirkulationsmuster hat über Ostern also das Bestreben, bzw. das Potential sich zu verändern und damit die nachfolgenden Tage maßgeblich zu beeinflussen. Das amerikanischen Wettermodell simuliert hierbei eine recht interessante Variante, bei der es im Zeitraum 28. März/2. April zu einer "Austrogung" zwischen Neufundland und den Azoren kommen kann. In Folge dessen würde das Hochdrucksystem sich über Mitteleuropa platzieren und eine südwestliche bis südliche Anströmung der Luftmassen ermöglichen. Das Ergebnis hieraus wäre eine milde, vielfach auch frühlingshafte und weitgehend trockene Wetterphase nach Ostern.

In einer weiteren Variante zeigt sich auch die Entwicklungstendenz eines Skandinavienhochs, welches in den vergangenen Tagen bereits das Wetter über Deutschland maßgeblich mit dem strammen Wind aus östlichen Richtungen beeinflusst hat.

Generell hat der Sonnenstand nun eine Höhe erreicht, bei der ein paar Sonnenstunden schon ausreichen um die Land- und Luftmassen entsprechend zu erwärmen und somit es zu einem großen Temperaturunterschied der Land- und Wassermassen kommt. Daraus entsteht für Anfang April - statistisch betrachtet - eine höhere Wetteraktivität, was zu Abwechslungsreichen - April-typischen - Wetterlagen führen kann: Auf Sonnenschein folgen graue Wolken mit Niederschlag, welche nicht selten nochmal bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen können.

Geht es nach den Kontrollläufen, so bestätigt sich mehrheitlich ein positiver Temperaturtrend im Zeitraum 28. März / 2. April bei einer leicht ansteigenden Niederschlagserwartung, welche insgesamt jedoch schwach ausgeprägt ist. Das deutet zum heutigen Stand auf eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Hochdrucksystems in der Nähe von Deutschland, Österreich und der Schweiz hin. Sollte das in Form eines Skandinavienhochs eintreten, so könnte diese Wetterperiode auch länger andauernd sein. Warum? Hochdrucksysteme über Skandinavien haben gerade in den Frühlingsmonaten eine hohe Verweildauer und blockieren weitgehend die Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone - allerdings wären mit einer daraus resultierenden östlichen Strömungskomponente nur mäßig milde bis warme Temperaturen zu erwarten.

Betrachtet man das Langfristmodell, so wird der April in der heutigen Wetterprognose nun in ganz Deutschland mit einer Temperaturabweichung von +0,5/+1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert als normal bis leicht zu mild berechnet. Der Mai wird hingegen mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad weitgehend im normalen Bereich simuliert, wenngleich der Süden mit -1/+0,5 Grad auch die Tendenz hat leicht zu kühl auszufallen. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der April und der Mai leicht positiv gegenüber den Sollwerten (etwas zu nass).

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