Das Wetter vor Ostern scheint nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle weitgehend gesichert zu sein und zeigt sich in den heutigen Simulationen in einer mäßig milden bis kühlen Temperaturvariante. Passend zu Ostern tendieren jedoch beide Wettermodelle zu einer langsamen aber dennoch stetigen Milderung. In der Entwicklung der Großwetterlage unterscheiden sich aber noch beide Wettermodelle, so dass ein trockener als auch unbeständiger Wettercharakter gleichermaßen möglich ist (Details s. Wetterprognose Ostern).

Ein positiver Temperaturtrend ist jedoch nicht damit gleichzusetzen, dass dieser über Ostern hinaus noch anhalten wird. Betrachtet man die wärmsten Varianten der Simulationen, so werden diese von einer warmen Vorderseite von Tiefdrucksystemen herbeigeführt und wenn es eine warme Vorderseite gibt, gibt es auch eine kalte Rückseite. Die dazugehörige Großwetterlage wäre demnach westlich orientiert, was grundsätzlich zu einer höheren Niederschlagsneigung führt, was auch von den Kontrollläufen so weitgehend bestätigt wird.

Sollte die kalte Rückseite so eintreffen, welche Konsequenzen hätte das für die Entwicklung der Großwetterlage? Oder die Frage etwas anders gestellt: Wann kommt der Frühling? Frühlingshafte Temperaturen sind zwischendurch sicherlich möglich, jedoch wollen wir die Frage nach einem nachhaltigen Frühlingswetter beantworten und das ist nach den derzeitigen Simulationen nicht zu erkennen. Warum?

Mit der auflebenden Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik kommt es entlang der sog. Polarfront zu größeren Schwingungen, welche zum Muster der warmen Vorder- und kühlen Rückseite gehören. Das bedeutet aber auch, dass es im Detail darauf ankommen wird, auch welcher Seite sich Deutschland zum jeweiligen Zeitpunkt befinden wird. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum 28. März / 1. April die neuerliche Ausdehnung eines Hochdruckkeils von Spanien über England bis nach Island, so dass die Neigung zu einer Trogwetterlage Mitteleuropa mit einem sog. meridionalem Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) relativ hoch ist und dem Schema einer Wiederholungsneigung gerecht wird (vereinfacht: eingefahrene Muster neigen nach einer kurzen Unterbrechung zu einer Wiederholung der vorangegangenen Großwetterlage).

Anders formuliert lässt sich die Eingangs gestellte Frage nach einer nachhaltigen Frühlingswetterlage heute mit einer geringeren Eintreffwahrscheinlichkeit beantworten. Wahrscheinlicher sind hingegen Jahreszeit-typische Temperaturen, welche sich im Bereich zwischen +8/+12 Grad bewegen können.

Das Langfristmodell ändert seine Wetterprognose für den April etwas und simuliert mit einer Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad über dem Süden eine weitgehend normale Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert, während der Norden mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad auch leicht zu warm ausfallen kann. Für den Mai bleibt alles wie gehabt - hier liegt die Abweichung mit -0,5/+0,5 im weitgehend normalen Bereich, wobei es über dem Süden mit -0,5/-1 Grad auch leicht zu kühl werden könnte. In der Niederschlagserwartung zeigen sich keine großen Auffälligkeiten, wenngleich beide Monate eine leicht positive Tendenz ausweisen (etwas zu nass).

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