Die Wetterentwicklung vor Ostern ist in den Simulationen der Wettermodelle schon weitgehend gefestigt und wird von beiden Wettermodellen mit einem Trogansatz über Mitteleuropa simuliert. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das wenig Chancen auf frühlingshafte Temperaturen. Ob sich das an Ostern verändern wird, bleibt zum heutigen Stand aufgrund nach unterschiedlicher Berechnung der Verweildauer des Trogansatzes Mitteleuropa noch offen. Kippt jedoch das Hoch rasch nach Osten weg, so können die Temperaturen schnell ansteigen, bleibt der Trog erhalten, so ist mit Schnee über mittleren Lagen und je nach Intensität der Schauer sind auch Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen hinab nicht auszuschließen (Details s. Wetter Ostern).

In vielen Bundesländern stehen mit Ostern auch die Osterferien an und viele Fragen erreichen uns, wie denn das Wetter nach Ostern wohl werden wird. Das hängt zum heutigen Stand zunächst einmal maßgeblich davon ab, ob der Trog Mitteleuropa erhalten bleibt, oder ob es gelingen mag, diesen abzubauen. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 28./31. März eine Verlagerung des Hochdruckkeils vom Atlantik über Mitteleuropa, so dass die atlantische Frontalzone sich von Neufundland bis zu den Azoren "runter" ausweiten kann. In Folge dessen liegt Deutschland, Österreich und die Schweiz im Einflussbereich des Hochdruckkeils und im Verbund mit den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik kann das Zirkulationsmuster auf südwestliche Richtungen drehen. Anders formuliert wäre nach dieser Variante ein Ende der zu kühlen Temperaturen um/nach Ostern durchaus denkbar.

Die Kontrollläufe stützen den vorsichtig positiven Temperaturtrend bis Ende März mehrheitlich, wenngleich noch nicht zu viel erwartet werden sollte. Warum? Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 30. März zwischen +3/+16 Grad bei einem Mittelwert von +9/+10 Grad, hat jedoch im Vergleich zum Ostersonntag mit einen Mittelwert von +6/+7 Grad eine positive Trendentwicklung.

Das Langfristmodell simuliert für den April eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen -0,5/+1 Grad und liegt somit weitgehend im normalen und über dem Norden möglicherweise auch leicht zu warmen Bereich. Für den Mai liegt die Abweichung mit -1/+0,5 Grad überwiegend im normalen Bereich mit der Tendenz im Süden auch leicht zu kühl auszufallen. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich durchweg eine normale bis allenfalls leicht positive Tendenz (zu nass). Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes simuliert mit einer Wahrscheinlichkeit von 31 Prozent einen zu kühlen, mit 34 Prozent einen normalen und mit 35 Prozent zu warmen Temperaturverlauf über die Frühlingsmonate März, April und Mai.

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