Als spät-herbstlich lässt sich die kommende Wetterentwicklung wohl am besten beschreiben. So hält sich über den östlichen Landesteilen der Nebel, bzw. die hochnebelartige Bewölkung auch tagsüber zäh und sorgt für gelegentlichen Niesel-, oder Sprühregen, während mit jedem Kilometer in Richtung Westen die Anzahl der Sonnenstunden zunehmen kann. Die Temperaturen bleiben - je nach Sonnenscheindauer - mit +1/+6 Grad, bzw. +6/+11 Grad auf einem leicht unterkühlten bis normalen Niveau gegenüber den Jahreszeit-typischen Werten. Betrachtet man das aktuelle Temperaturmittel der bereits vergangenen März-Tage, so liegt die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei rund -1,53 Grad. Daran wird sich voraussichtlich bis zur Monatsmitte auch nichts verändern (Wetter März).

Somit müsste die zweite März-Hälfte und +1,5 Grad zu warm ausfallen, um im Flächenmittel noch den "Normalwert" zu erreichen. Ein zu kühler Start in den März ist aus statistischer Sicht auch nichts ungewöhnliches, bevor es im Zeitraum 17./25. März etwas wärmer werden kann.

In den letzten Tagen war das Entwicklungsspektrum der Wettermodelle relativ hoch und reichte von Dauerfrost bis hin zu frühlingshaften Temperaturwerten im Zeitraum vom 15./24. März. Jedoch zeigte sich in den letzten Simulationen ein vorsichtiger Trend in Richtung mildere Temperaturen, welcher sich heute fortsetzt und auch festigt.

So simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum 15./20. März die Abschwächung eines Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum und führt dieses langsam aber stetig nach Süden in Richtung Mittelmeer zurück. So dreht über Deutschland die anfänglich östliche Grundströmung auf eine schwache aus unterschiedlichen Richtung kommende. Die Neigung zu Nebel, bzw. Hochnebel schwindet und die Sonne kann des Öfteren zum Vorschein kommen. Mit der Veränderung der Grundströmung können sich die Luftmassen langsam erwärmen und bis zum 20. März durchaus auch frühlingshafte Werte jenseits der +13/+14 Grad erreichen.

Das europäische Wettermodell simuliert bis zum 20. März eine ganz ähnliche Entwicklung, jedoch zeigt sich noch die Möglichkeit einer Kaltluftzufuhr über den östlichen Landesteilen, was die Unsicherheiten in der Temperaturentwicklung der letzten Tage noch bestätigt, aber auch hier ist der Trend in Richtung mildere Temperaturen zum Beginn des letzten März-Drittels ersichtlich.

Die Kontrollläufe stützen diese Entwicklung in der Zwischenzeit mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 15. März zwischen +3/+11 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad) und am 20. März zwischen +4/+17 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad). Betrachtet man die Varianten für den 20. März, welche jenseits der +15 Grad liegen, so liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür bei rund 20 Prozent. Zusammenfassend zeigt sich heute eine Bestätigung des langsam positiv verlaufenden Temperaturtrends mit dem Beginn der zweiten März-Hälfte.

Betrachtet man das Langfristmodell, so liegt die Temperaturabweichung im März gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen -0,5/+0,5 Grad und über dem Nordwesten teils bis +1 Grad im weitgehend normalen Bereich. Dies ist als Indiz dafür zu bewerten, dass sich der negative Temperaturmittelwert aus der ersten März-Hälfte in der zweiten Hälfte noch normalisieren kann. Wie sich das Wetter vor Ostern entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zu Ostern 2016.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!