Dem Frühling gelingt es in den kommenden Tagen ncht so recht, sich gegen die Übergangszeit durchzusetzen. So dominiert zwar in den kommenden Tagen hoher Luftdruck das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz, jedoch liegt das Hochdrucksystem in einer Position, welches eine Luftanströmung aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen ermöglicht. So steigt generell von Osten her die Neigung zu Nebel, bzw. Hochnebel, aus dem zeitweilig auch geringfügiger Niederschlag fallen kann. Über dem Westen und Nordwesten kann sich hingegen die Sonne des Öfteren zeigen (s. Wettervorhersage März).

Im Zeitraum zwischen dem 14./17. März festigt das Hochdrucksystem nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells seine Position zwischen England, Skandinavien und Deutschland, so dass der Grundcharakter weitgehend trocken und mit der Verschiebung des Hochdruckkerns etwas weiter nach Osten auch wärmer werden kann. So werden bspw. für den 16. März Tageshöchstwerte von +10/+15 Grad in Aussicht gestellt, was schon als frühlingshaft mild bezeichnet werden kann.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt der Hochdruckkern nur wenige hundert Kilometer weiter westlich - in Folge dessen zeigt sich über dem Westen ein positiver Temperaturtrend, welcher sich jedoch nicht bis über die östlichen Landesteile durchsetzen kann. Stattdessen sorgt eine sich verändernde Hochdruckachse zum 16. März für eine neuerliche Anströmung kühlerer Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen. Statt frühlingshaft mild - wie nach dem amerikanischen Wettermodell - ist eher mit einer "herbstlichen" Grundstimmung zu rechnen.

Im Zeitraum zwischen dem 16./20. März gehen die Simulationen beider Wettermodelle noch weiter auseinander. Das europäische Wettermodell simuliert das Hochdrucksystem weiter westlich und erstreckt sich von den Azoren über England, Island bis nach Grönland. In Folge daraus wird die atlantische Frontalzone vollständig blockiert, was auf der Rückseite des Hochdruckkeils ein absacken der Kaltluftmassen zum Ergebnis haben kann. Anders formuliert können nach diesen Berechnungen kalte Luftmassen arktischen Ursprungs direkt nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden. Die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe liegen nach diesen Berechnungen zwischen -5/-10 Grad und hätten in tieferen Lagen eine nasskalte Witterung zur Folge, bei der Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen sind.

Das amerikanische Wettermodell simuliert die Blockadehaltung des Hochdrucksystems nicht und lässt dies zunächst nach Südosten und später nach Süden über die Mittelmeerregion zurückweichen, so dass die atlantische Frontalzone sich dominierend durchsetzen kann. Somit zeigt sich demnach im Zeitraum 16./23. März ein unbeständiger und westlich geprägter Wettercharakter, so dass mit der entsprechenden Vorderseite eines Tiefdrucksystems mildere/warme und auf der Rückseite kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können.

Entscheidend wird sein - wie bereits in den vergangenen Wetterprognosen beschrieben - wie sich das Hochdrucksystem verhalten wird. Der hierfür "kritische" Zeitpunkt liegt um die Monatsmitte herum. Geht es nach den Kontrollläufen, so haben sich die Verhältnisse gegenüber gestern leicht in die positive Richtung verschoben. So liegt das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<+2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9), am 19. März bei 5/25/70 und am 23. März bei 20/45/35, was für die Übergangszeit durchaus typisch ist.

Das Langfristmodell simuliert für die Frühlingsmonate März, April und Mai eine Abweichung der Temperatur gegenüber dem langjährigen Mittelwert, welcher mit -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich liegt. In der Niederschlagserwartung zeigt sich eine leicht erhöhte Tendenz gegenüber dem Soll. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend für das Osterwetter.

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