Kommt im zweiten März-Drittel der Frühling mit frühlingshaften Temperaturen oder dominiert weiterhin ein Trogverhalten mit gemäßigten Temperaturen das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz? Weitgehend einig sind sich die Wettermodelle hinsichtlich der Wetterentwicklung bis zum kommenden Wochenende. Ab Mittwoch lässt die Niederschlagsneigung nach und die Temperaturen steigen bis zum Sonntag verbreitet an und können vielerorts die +10 Grad Marke und Werte darüber hinaus erreichen (Details s. Wettervorhersage März).

Darüber hinaus können die Simulationen der Wettermodelle nicht unterschiedlicher sein. So simuliert das europäische Wettermodell - wie seit Tagen bereits - das Hochdrucksystem über dem westlichen Mittelmeer über Spanien/Frankreich, England bis nach Island/Grönland in einer "aufkeilenden" Position nach Norden hin aufstrebend und blockiert somit die atlantische Frontalzone vollständig. Somit können im Zeitraum 13./17. März auf der Rückseite des Hochdrucksystems mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über dem östlichen Europa kalte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden. Die Großwetterlage ist erneut als Trog Mitteleuropa zu bezeichnen, was einer Wiederholungsneigung gleich kommt.

Anders die Variante des amerikanischen Wettermodells, welche sich gestern schon Ansatzweise gezeigt wurde und heute stärker berücksichtigt wird. Das Hochdrucksystem strebt auch in dieser Variante nach Norden auf, das geschieht jedoch weiter östlicher, so dass der Kaltluftzustrom über das östliche Europa abgeleitet wird. Zudem fehlt das Tiefdrucksystem über dem östlichen Europa, so dass im Zeitraum 14./20. März die atlantische Frontalzone das Hoch gänzlich nach Südosten "weg drücken" kann und sich eine relativ milde, aber auch unbeständige West bis Südwestwetterlage einstellen kann.

Geht es nach der Statistik, so ist Anfang März häufig mit kühleren Temperaturen zu rechnen, welche von frühlingshaften Temperaturen im Zeitraum 17./25. März abgelöst werden, bevor es Ende März hin (passend zu Ostern!?) wieder kühler werden kann. So passt die Statistik ganz gut in das Schema der Simulation des amerikanischen Wettermodells. Was aber ist wahrscheinlicher?

Die Kontrollläufe simulieren ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten, was auf die kommende Unsicherheit bzgl. der Hochdruckposition hindeutet. Deutlicher zeigt sich das anhand der Höhentemperaturen, welche bspw. am 20. März ein Spektrum zwischen -14/+7 Grad in knapp 1.500 Meter Höhe und somit eine Differenz von 21 Grad aufweisen. Zum Vergleich: halbwegs gesicherte Wettervorhersagen benötigen eine Differenz von 2/4 Grad - insofern ist da noch eine Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten gegben.

Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9), so liegen diese am 17. März bei 25/50/25 und am 22. März bei 10/50/40. Filtert man die Varianten heraus, welche jenseits der +13/+14 Grad liegen, so ergibt sich daraus eine Wahrscheinlichkeit von von rund 20 Prozent. Das Langfristmodell ändert seine Wetterprognose der letzten Tage kaum und simuliert die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert im März, April und Mai mit -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen und die Niederschlagserwartung im allenfalls leicht positiven Bereich.

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