Die nasskalte Witterung mit zeitweiligen Schneeschauern bis teils in tiefere Lagen hinab bleibt noch bis einschließlich Dienstag erhalten, bevor von Mittwoch bis Freitag die Niederschläge nachlassen und die Temperaturen etwas ansteigen können. Von Frühlingshaften Werten ist mit Tageshöchstwerten zwischen +7/+12 Grad nicht zu sprechen und insbesondere in den Nächten kommt es örtlich noch zu Nachtfrost (Details s. Wettervorhersage März).

Im Zeitraum zwischen dem 11./13. März herrscht zwischen den Wettermodellen eine weitgehende Übereinstimmung. So rückt das Azorenhoch weiter nach Osten in Richtung Mitteleuropa und beendet damit die Trogwetterlage über Mitteleuropa und die Hochdruckgradienten nehmend mehr und mehr Einfluss auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei eine leichte Niederschlagserwartung weiterhin möglich ist. Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich die Hochdruckgradienten über Deutschland ausweiten können. Zum aktuellen Stand simuliert das amerikanische Wettermodell eine steile Aufstellung, so dass Deutschland bereits zum kommenden Wochenende in eine nördliche Strömungskomponente gelangt, während nach dem europäischen Wettermodell der Hochdruckgradient noch weiter nach Osten vorankommt und in der Höhe bis zum 16. März für mildere Luftmassen heranführt. Temperaturen um +10 Grad, örtlich bis +14 Grad wären demnach nicht auszuschließen, während es nach dem amerikanischen Wettermodell mit +4/+9 Grad etwas kühler bleiben kann.

Das Verhalten des Hochdrucksystems wird auch maßgeblich dafür verantwortlich sein, welche Wetterlage sich im Zeitraum vom 14./20. März einstellen kann. Aber auch hier sind sich die Wettermodelle weitgehend einig, wenngleich die Details noch unterschiedlich interpretiert werden. So gelingt es dem Hochdrucksystem sich nach Norden aufzustellen und nach den gängigsten Varianten geschieht dies im Bereich zwischen Frankreich, England, Island und Grönland. Somit wird die atlantische Frontalzone gänzlich blockiert und auf der Rückseite des Hochdrucksystems können kühle Luftmassen in einer Trogstruktur nach Süden geführt werden.

Eine Wiederholungsneigung der aktuellen Wetterlage ist zum heutigen Stand wahrscheinlich. Was hätte das zur Folge? Die Höhentemperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe werden vom amerikanischen Wettermodell zwischen -5/-11 Grad berechnet, was in tieferen Lagen für Temperaturen zwischen +0/+5 Grad sorgen kann. Die Schauer können dann wieder bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen und in mittleren Lagen für die Ausbildung einer dünnen Schneedecke verantwortlich sein.

Die Kontrollläufe stützen diesen Trend mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 15. März zwischen +0/+14 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Osten, sonst +7 Grad) und am 20. März zwischen -5/+15 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Osten, sonst +6/+7 Grad). Man erkennt aber mit den stark differenzierten Temperaturwerten zugleich wie sehr es im Detail auf das Verhalten des Hochdrucksystems ankommen wird. Wie wahrscheinlich ist so ein Kaltlufteinbruch im zweiten März-Drittel? Das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<+2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9), liegt am 14. März bei 15/55/30 und am 20. März bei 30/30/40 und bestätigt zum aktuellen Stand eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis leicht unterkühlten Temperaturtrend im zweiten März-Drittel. Betrachtet man die Wahrscheinlichkeiten für frühlingshafte Temperaturentwicklungen, so liegen diese demnach am 17. März bei knapp 15 Prozent. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Ostern 2016.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!