Das zu Grunde liegende Muster bleibt zunächst erhalten. So endete der Winter über dem Süden mit Schneefall und der meteorologische Frühling beginnt etwa südlich der Linie Mannheim - Dresden oberhalb von 300-500 Meter mit einer dünnen Schneedecke. Im Verlauf der kommenden Woche bleibt mit einer nordwestlichen Strömung das nasskalte Wetter erhalten, bei der die Schneefallgrenze meist zwischen 400-800 Meter schwanken kann (Details s. Wettervorhersage März).

Im Zeitraum zwischen dem 6./10. März ändert sich nach beiden Wettermodellen an dem nordwestlichen, teils auch nördlichen Zirkulationsmuster nur wenig. So liegt das Azorenhoch in "kugelrunder" Formation über den Azoren und erstreckt sich zeitweilig nach Norden, was die Tiefdrucksysteme auf eine nördlichere Zugbahn zwingt, bevor diese über Mitteleuropa nach Süden "abtropfen" können.

Der Winter - der eigentlich keiner war - macht sich vor allem über den mittleren und höheren Lagen noch einmal bemerkbar, während es darunter nasskalt bleibt. Die Frage, welche uns in letzter Zeit des Öfteren gestellt wird: "Wann kommt der Frühling?". Betrachtet man die Simulation des amerikanischen Wettermodells, so gelingt es den Tiefdrucksystemen im Bereich zwischen Neufundland und den Azoren einen Trogansatz zu initialisieren. In Folge daraus wird das Azorenhoch weiter nach Osten weggedrückt und kann sich im Zeitraum 12./16. März über, bzw. nach Deutschland, Österreich und die Schweiz ausweiten. Das nordwestliche Strömungsmuster könnte somit durch ein gradientenschwaches Muster ersetzt werden, was die Temperaturen bei Sonnenschein allmählich ansteigen lassen könnte. Mit Frühling ist das aber noch nicht gleichzusetzen, da die Gesamtstruktur der Großwetterlage nicht als stabil zu bezeichnen ist.

Wie wahrscheinlich wäre ein Temperaturanstieg im Zeitraum 12./16. März? Die Kontrollläufe stützen eine deutliche Erwärmung bislang noch nicht. So liegt das Temperaturmittel in knapp 1.500 Meter Höhe mit -6/-3 Grad um, bzw. auch knapp unter dem langjährigen Mittelwert, was in tieferen Lagen zu einem Temperaturspektrum am 12. März von +0/+9 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Norden und Westen und +4/+5 Grad über dem Süden und Osten) und am 16. März zwischen +3/+15 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad über dem Süden und Westen und +8/+9 Grad über dem Norden und Westen) führen kann. Deutlicher zeigt sich die verhaltene Temperaturentwicklung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+8), welche am 10. März bei 25/65/10 und am 16. März bei 15/55/30 liegen. Mit etwas Wohlwollen ist eine leicht positive Temperaturentwicklung im zweiten März-Drittel zu beobachten.

Das Langfristmodell zeigt in seiner heutigen Wetterprognose für die Frühlingsmonate kaum Veränderungen. So hat der März demnach eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad, der April und Mai eine Abweichung von -0,5/+0,5 Grad. Anders formuliert zeigt sich im März eine normale bis leicht zu warme Temperaturentwicklung, welche im April und Mai normal ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im April und Mai eine leicht positive Entwicklung (zu nass).

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