Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen sorgt in der kommenden Woche für einen abwechslungsreichen Wetterablauf. Das zu Grunde liegende Zirkulationsmuster ist dabei nordwestlich orientiert, so dass über dem Nordwesten und Norden etwas mildere und über dem Süden und Osten weiterhin nasskalte Temperaturwerte vorherrschend sein können. Die Schneefallgrenze schwankt dabei zumeist um die mittleren Lagen herum (400-800 Meter) und kann zwischendurch auch darunter oder darüber liegen.

Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle drei unterschiedliche Ansätze. In der ersten Variante ändert sich im Zeitraum zwischen dem 5./14. März nur wenig. Das Zirkulationsmuster kommt weiterhin aus nordwestlichen, teils auch westlichen Richtungen und könnte zum Beginn des zweiten März-Drittel auch meridionaler ausfallen (Nord-Süd, Süd-Nord). Eine nasskalte Temperaturphase wäre demnach bei einer langsam nachlassenden Niederschlagsneigung zu erwarten.

In der zweiten Variante flacht sich das Hochdrucksystem über den Azoren etwas ab, so dass die atlantische Frontalzone mit einer West-Ost Richtung zunehmend das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit beeinflussen kann. Bei einem unbeständigen Wettercharakter könnten die Temperaturen im zweiten März-Drittel langsam ansteigen, von frühlingshaften Werten könnte man aber noch nicht sprechen.

In der dritten Variante gelingt es dem Hochdrucksystem über den Azoren sich nach Norden auszudehnen und die atlantische Frontalzone zu blockieren. Im weiteren Verlauf kann der Hochdruckkeil nach Osten weg kippen und sich über dem skandinavischen Raum festigen. Würde diese Variante eintreten, so würde Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Einflussbereich einer mäßig kalten Nordostströmung gelangen, bei der die Tageswerte mit entsprechender Sonnenscheindauer auf +5/+10 Grad ansteigen könnten. Da das Hochdrucksystem relativ nahe ist, ist demnach mit einer abnehmenden Niederschlagsneigung zu rechnen.

Welche dieser Varianten ist Wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe favorisieren weiterhin eine nasskalte Temperaturentwicklung im ersten März-Drittel bei einer erhöhten Neigung zu Niederschlägen. Erst im zweiten März-Drittel wird eine schwächer Niederschlagsentwicklung bei einer leicht ansteigenden Temperaturtendenz in Aussicht gestellt. Anders formuliert halten die Kontrollläufe eine zunehmende Hochdruckdominanz ab dem zweiten März-Drittel für wahrscheinlicher - ob es dabei kalt oder mild werden kann, wird maßgeblich davon abhängen wo und mit welchem Achsverlauf sich das Hochdrucksystem positionieren kann.

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