Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 4. April

Als durchwachsen könnte man das Wetter bis zum kommenden Wochenende bezeichnen. So ist die Neigung zu Regenschauern mit Gewittern am Montag, Dienstag und Mittwoch noch als hoch einzustufen, während am Donnerstag, Freitag und Samstag wohl nur noch Regenschauer möglich sind. Die Temperaturen gehen von anfänglich frühlingshaften Werten bis zum Donnerstag auf frische +7/+14 Grad zurück und steigen zum Wochenende nur zögerlich an (s. Wetter April).

Der Grund für die Abkühlung liegt in der Konstellation der Großwetterlage, bei der ein Tiefdrucksystem über Skandinavien "Kontakt" zu einem Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion aufnimmt. Gleichzeitig wölbt sich das Azorenhoch weiter nach Norden auf, so dass auf dessen Rückseite die Tiefdrucksysteme von Nordwest nach Südost "abrutschen" können. Somit ergibt sich in Summe daraus ein meridionales Zirkulationsmuster (Süd-Nord, Nord-Süd), bei der Deutschland auf der relativ kühlen Seite liegen kann. Wenige hundert Kilometer östlich kann es mit einer Süd-Nord Strömung richtig warm werden.

Bedingt durch die westliche und nördliche Verlagerung des Azorenhochs kann sich der Trog nicht über Mitteleuropa halten und wird weiter auf den Atlantik, zwischen England, Frankreich, Portugal und Spanien "gezogen". Das Azorenhoch strebt weiter nach Norden und kann sich zum 11. April von den Azoren über Grönland/Island bis nach Skandinavien ausweiten. In Folge daraus entsteht weit westlich ein Kaltluftvorstoß nach Süden, welches beide Systeme zueinander verstärkt. So liegt das ursprünglich Azorenhoch zum 13. April bereist über Grönland, während das Tiefdrucksystem seine Position kaum verändert.

Solch eine Konstellation der Wettersysteme nicht alltäglich und die Tiefdruckrinne wird - bedingt durch das Hochdrucksystem über Grönland weit nach Süden verschoben und kann zwischen Neufundland, Azoren, England, Deutschland und Skandinavien verlaufen. Da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, können über das europäische Nordmeer kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden.

Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf das Wetter in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Die kühle Temperaturperiode dauert vom 7./8. April bis zum 10./11. April an. Darüber hinaus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend auf die Vorderseite des Tiefdrucksystems, so dass im Zeitraum 11./14. April aus südlichen bis südwestlichen Richtungen milde bis warme, aber auch feuchte Luftmassen herangeführt werden können. Bis zum 15. April verlagert sich das Tiefdrucksystem weiter nach Skandinavien, so dass der Tiefdruckeinfluss über Deutschland größer wird und damit auch eine neuerliche Abkühlung nicht ausgeschlossen werden kann. Bedingt durch die südliche Verlagerung der Tiefdruckrinne ist jedoch eine anhaltend milde südwestlich orientierte Strömung zum heutigen Stand im Zeitraum 15./19. April wahrscheinlicher.

Die Kontrollläufe bestätigen im Zeitraum 11./19. April eine mäßige Niederschlagsneigung, so dass von einer stabilen Wetterlage im zweiten April-Drittel demnach weniger wahrscheinlich ist. Die Temperaturtendenz hat - wie in den letzten Tagen auch - im Zeitraum 10./11. bis zum 19. April einen leicht ansteigenden Trend. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 10. April zwischen +10/+13 Grad und am 19. April zwischen +15/+16 Grad und bewegt sich somit etwas über dem für die Jahreszeit-typischen Wert. Deutlicher zeigt sich das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+15) / zu warm (>+16), welche am 14. April bei 15/30/55 und am 19. April bei 20/30/50 liegen.
Unterstützen
Sie uns!
Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Wir freuen uns über einen freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.
Betrag wählen

 

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 3. April

Nach den doch fast schon außergewöhnlich warmen Tagen wird der Wettercharakter ab Sonntagabend zunehmend mit Schauer und Gewitter unbeständiger und ab Mittwoch / Donnerstag auch wieder kühler (Details: Wetter April).

Das es wohl im Wochenverlauf kühler werden wird, zeigte sich bereits in den letzten Tagen und bestätigt sich heute erneut. Die Frage die sich daraus ergibt - wie lange wird das so bleiben?

Die Ursache für den "Kaltluftschub" ist ein Hochrucksystem über den Azoren, welches sich in stabiler Formation nach Norden hin ausdehnen kann. Auf dessen östlichen Gradienten "tropfen" die Tiefdrucksysteme nach Süden - über Mitteleuropa ab. Gleichzeitig befindet sich über dem östlichen Europa ein Hochdrucksystem, so dass das Zirkulationsmuster insgesamt meridionalisieren kann (Nord-Süd, Süd-Nord). Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen bis zum 11. April in der gemäßigt milden bis kühlen Trogmitte, so dass der Wettercharakter im Zeitraum 8./11. April leicht unbeständig und nur mäßig mild sein kann.

Im Zeitraum zwischen dem 11./16. April zeichnet sich nach beiden Wettermodellen eine interessante Wetterentwicklung ab. Das Azorenhoch strebt in Richtung Grönland noch etwas weiter nach Norden, während das Tiefdrucksystem sich vor Mitteleuropa festigen kann. In Folge daraus kommt es zu einem "gestörten" Zirkulationsmuster. Dabei blockiert das Hochdrucksystem nachhaltig die atlantische Frontalzone, welche weit nach Süden ausweichen muss und sich dabei abschwächt. In Folge daraus verläuft die Tiefdruckrinne nicht von Neufundland, Island/England und Skandinavien, sondern von Neufundland über die Azoren, Frankreich, England und Deutschland weiter südlich. Anders formuliert bleibt demnach der Wettercharakter unbeständig, die Temperaturen könnten jedoch nach dem 10./11. April wieder eine ansteigende Tendenz aufweisen.

Die Kontrollläufe bestätigen nach dem Temperaturrückgang zum 11. April wieder eine leicht positive Entwicklung des Temperaturtrends. So liegt das Temperaturspektrum am 12. April bereits wieder zwischen +10/+21 Grad bei einem Mittelwert von +13/+15 Grad und darüber hinaus verändert sich der Mittelwert bis zum 17. April nur geringfügig. In Summe liegt der Mittelwert vom 12./17. April leicht über dem Jahreszeit-typischen Wert, was auch die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+15) / zu warm (>+16) am 12. April mit 15/45/40 (gestern: 10/35/55) und am 17. April mit 10/45/45 (gestern: 15/35/50) bestätigen.

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 2. April

Noch im Verlauf der kommenden Woche zeigt der April sein typisches Wetterverhalten. So folgt auf frühlingshafte - ja teils fast schon frühsommerliche - Temperaturen zum Donnerstag ein markante Abkühlung, bei der die Tageswerte auf +6/+12 Grad absinken können. Das entspräche einem Temperaturrückgang von 10 bis 17 Grad (Details: Wetter April).

Somit bestätigt sich nun auch in der sog. erweiterten Kurzfristprognose der Trend zu kühleren Temperaturen zum Ausklang des ersten April-Drittels. Waren die frühlingshaften Temperaturen dann nur von kurzer Dauer und bleibt es darüber hinaus kühl? Das amerikanische Wettermodell simuliert einen Tiefdruckwirbel im Zeitraum vom 8./13. April im Bereich zwischen Skandinavien, Deutschland und England. Gleichzeitig strebt das Azorenhoch auf dem Atlantik nach Norden in Richtung Grönland und was daraus folgt ist eine meridionale Zirkulationsstruktur (Nord-Süd, Süd-Nord). Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich diese Struktur letztlich positioniert. In den heutigen Berechnungen liegt Deutschland inmitten des "Tiefdrucksumpfes", was die Temperaturen im Zeitraum 8./15. April nur langsam wieder ansteigen lässt.

Das europäische Wettermodell simuliert die Abkühlungsphase im Zeitraum 7./8. April ebenfalls und lässt diese bis zum 11. April andauern. Darüber hinaus ist die Konstellation der Großwetterlage der des amerikanischen Wettermodells sehr ähnlich, jedoch mit einer deutlich westlicheren Positionierung des meridionalen Strömungsmusters, was die Chancen auf eine erneut Zufuhr milder Luftmassen aus südlichen Richtungen ermöglichen könnte, allerdings ist das als "Vorderseitenwetter" zu bezeichnen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Tiefdrucksysteme Deutschland überqueren können.

Zusammenfassend simulieren die Wettermodelle keine stabile Wetterlage im Zeitraum 8./15. April. Die Kontrollläufe bestätigen dies erneut mehrheitlich. Das Temperaturniveau sinkt im Zeitraum 7./11. April knapp unter den für die Jahreszeit-typischen Wert und steigt vom 11./16. April mäßig etwas über das langjährige Niveau an. So liegt das Temperaturspektrum am 10. April zwischen +5/+18 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad) und am 16. April zwischen +5/+23 Grad (Mittelwert: +15/+16 Grad).

Interessant sind in den Kontrollläufen Varianten, welche im Zeitraum 14./17. April das Azorenhoch so weit nach Norden aufsteigen lassen, als dass sich dieses mit dem Hoch über Grönland verbinden kann. Das könnte im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über Skandinavien einen Kaltluftvorstoß arktischen Ursprungs auslösen, welcher weit nach Süden voran kommen könnte. Wie hoch liegen die Wahrscheinlichkeiten für einen zu kalten Abschnitt im zweiten April-Drittel? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+15) / zu warm (>+16), liegen am 12. April bei 10/35/55 und am 17. April bei 15/35/50. Somit sind die Wahrscheinlichkeiten für eine Normalisierung, bzw. einem zu warmen Temperaturtrend im zweiten April-Drittel wahrscheinlicher als zu kalte Varianten.

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 1. April

Die frühlingshaften Temperaturen können sich noch bis Mittwoch kommender Woche weitgehend halten, wenngleich der Wettercharakter ab Montag von Westen her mit teils gewittrigen Schauern unbeständiger wird. Die hohen Temperaturen vom Wochenende können dabei nicht gehalten werden und gehen auf immer noch respektable +12/+19 Grad zurück (Details: Wetter April).

Im Zeitraum vom 6./9. April simuliert das europäische und amerikanische Wettermodell ein Tiefdrucksystem, welches sich im Bereich zwischen Skandinavien, England und der Mittelmeerregion positionieren kann. In Folge daraus würde es über Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder kühler werden können. Allerdings sind hier wenige hundert Kilometer entscheidend, so dass die Wetterlage zwar sehr wahrscheinlich ist, die Abkühlung selbst aber noch in Frage gestellt werden kann. Wie kühl könnte es werden? Simuliert werden bspw. am 8. April Tageshöchstwerte, welche verbreitet zwischen +6/+12 Grad liegen und über dem Osten bis +17 Grad erreichen könnten.

Im Zeitraum vom 9./14. April simuliert das amerikanische Wettermodell eine Wetterlage, welcher der aktuellen recht ähnlich ist und ein meridionales Zirkulationsmuster aufbauen könnte. So entsteht zwischen dem Hochdrucksystem über dem östlichen Europa, westlichen Russland und dem Azorenhoch eine "Lücke". Tiefdrucksysteme vom Atlantik kommend "tropfen" auf der östlichen Gradientenseite des Azorenhochs nach Süden ab und sorgen auf ihrer Vorderseite für einem Warmluftschub. Ob Deutschland nun auf der warmen Vorderseite liegen kann, oder aber ob der Tiefdruckwirbel sich direkt über Mitteleuropa positionieren kann, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten. Insgesamt bestätigt diese Simulation jedoch die Trendentwicklung der letzten Simulationen.

Die Kontrollläufe stützen den "Temperaturabfall" im Zeitraum zwischen dem 6./11. April mehrheitlich. Der Tiefstwert kann demnach am 8. April erwartet werden mit einer anschließenden Normalisierung des Temperaturniveaus gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Sol liegt das Temperaturspektrum am 8. April zwischen +2/+18 Grad (Mittelwert: +8/+10 Grad) und am 15. April zwischen +7/+22 Grad (Mittelwert: +13/+15 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+15) / zu warm (>+16), liegen am 11. April bei 25/50/25 und am 16. April bei 25/35/40 und bestätigen die weiterhin unsichere Wetterentwicklung der letzten Tage, deren Tendenz von zu kühl/normal auf normal/zu warm im Verlauf des zweiten April-Drittels drehen kann. Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen vorhanden, so dass im Zeitraum vom 6./15. April durchaus mit unbeständigem Wetter zu rechnen ist.

Das Langristmodell zeigt in seiner heutigen Wetterprognose ein kleine Korrektur für den April und Mai. So liegt die Abweichung der Temperaturen im April gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +0,5/+2 Grad im normalen bis zu warmen Bereich, während im Mai die Abweichung -0,5/+0,5 Grad betragen kann. Die leicht zu kühlen Aussichten für die südlichen Regionen im Mai wurden nicht mehr simuliert. In der Niederschlagserwartung zeigt der April gegenüber seinem Sollwert keine Auffälligkeiten, während der Mai zwischenzeitlich als leicht positiv simuliert wird (zu nass).

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken
Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns