Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 20. April

Am heutigen Mittwoch und Donnerstag nehmen die sonnigen Anteile zu und es wird von Süd nach Nord durchgängig wärmer, so dass vielerorts frühlingshafte Temperaturwerte erreicht werden können. Doch bereits zum Freitag kündigt sich mit einer nördlichen Strömung ein Wetterwechsel an, welcher sich bis zum Montag fortführt. So wird es wieder unbeständiger und kühler. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch wieder Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu erwarten und die Schneefallgrenze selbst kann bis zum Montag auf 600-1.100 Meter absinken. In den Nächten ab Samstag ist generell wieder mit leichtem Nachtfrost zu rechnen (Wetter April).

Wie geht es weiter? Das Zirkulationsmuster ist über Deutschland, Österreich und die Schweiz meridional ausgeprägt (Nord-Süd, Süd-Nord), so dass sich an den "unterkühlten" Temperaturwerten bis Ende April wenig verändern kann. Der voraussichtliche Tiefstwert der Temperaturen könnte mit +2/+9 Grad am 25./26. April erreicht werden. Im weiteren Verlauf zeichnet sich eine langsam ansteigende Temperaturtendenz in Richtung Jahreszeit-typische Temperaturen ab. Die Temperaturen selbst bewegen sich dahin mit einer Abweichung von 3/6 Grad unter dem Jahreszeit-typischen Wert und fallen zu kühl aus.

Betrachtet man die aktuelle Abweichung des Temperaturmittels der bereits vergangenen April-Tage, so liegt diese aktuell bei einem Überschuss von +1,9 Grad. Gut möglich also, dass die nun zu kühlen Tage im letzten April-Drittel das Temperaturmittel noch normalisieren könnten.

Was genau ist die Ursache für die zu kalte Witterung? Das hängt in der Konstellation von einem Hochdruck- und einem Tiefdrucksystem zusammen. Das Hochdrucksystem liegt vom 21./30. April gegenüber der atlantischen Frontalzone, bzw. deren Tiefdruckrinne in blockierender Position im Bereich zwischen Grönland, Island und den Azoren. Gleichzeitig positioniert sich über Skandinavien ein Tiefdrucksystem, welches seine Gradienten auch über das südliche Skandinavien bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz ausweiten kann. Da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, gelangt Mitteleuropa in ein nördlich ausgerichtetes Zirkulationsmuster, wodurch Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden können. Der Wettercharakter bleibt bei einer relativ hohen Schauerneigung vielfach unbeständig. Ob sich daran Anfang Mai etwas ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Mai.
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Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 19. April

Der Donnerstag ist mit +14/+18 Grad über dem Süden und mit +10/+15 Grad über dem Norden wohl noch der wärmste Tag der Woche, bevor es am Wochenende wieder kühler und unbeständiger werden kann. Bis zum Sonntag könnte verbreitet noch nicht einmal mehr die +10 Grad Marke erreicht werden und die Schauer könnten unter bestimmten Voraussetzungen bis in tiefere Lagen hinab als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen - die Schneefallgrenze selbst kann zwischen 800-1.200 Meter schwanken und in den Nächten ist wieder mit Frost zu rechnen (s. Wetter April).

Die Wetterentwicklung, welche für die Abkühlung verantwortlich sein wird, wird bereits heute schon in Gang gesetzt. So strebt ein Hochdruckkeil von der Mittelmeerregion in Richtung England/Island und festigt dort seine Position in Form eines Hochdruckkerns, welcher sich in den darauf folgenden Tagen bis zum 23. April in einer recht kräftigen Hochdruckstruktur sich zwischen Grönland und den Azoren positionieren kann. In Folge dessen wird die atlantische Frontalzone frühzeitig blockiert und das Strömungsmuster meridionalisiert (Nord-Süd, Süd-Nord), so dass ein Tiefdrucksystem über Skandinavien seine Gradienten bis über die Mittelmeerregion ausweiten kann.

In Folge dessen kommt es zu dieser Anströmung kühler Luftmassen arktischen Ursprungs. Da die Wetterlage als "stabil" zu bezeichnen ist, wird sich voraussichtlich bis Ende April nur unwesentlich etwas daran verändern. Warum? Das Hochdrucksystem auf dem Atlantik erreicht nach den jüngsten Simulationen der Wettermodelle zum 25. April einen Kerndruck, welcher zwischen 1030 hPa und 1040 hPa liegen kann und zusammen mit einer von Nord nach Süd verlaufenden Hochdruckachse ein stabiles Konstrukt abbildet. Selbst wenn die Tiefdrucksysteme sich bei Neufundland in kürze der Zeit noch gegen das Hochdrucksystem behaupten könnten, so reicht die Zeit bis Ende April nicht mehr aus, um einen nachhaltigen Wetterumschwung herbeizuführen.

Eher das Gegenteil könnte der Fall sein. Dadurch, dass sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, werden über dem östlichen Kanada und Grönland recht milde Luftmassen nach Norden geführt, was die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik weiter abschwächt. Solche Wetterlagen kommen häufiger in den Wintermonaten vor und werden von den Freunden des Winterwetters "bejubelt", da in weiterer Abfolge das Zirkulationsmuster an Dynamik verliert und zunehmend mäandriert (verschlungen, schwach ausgeprägt, wenig Struktur) und es gerade im Winter für eisige Temperaturen mit etwas Schneefall sorgen kann.

Die Kontrollläufe bestätigen ja bereits seit Tagen den Abkühlungsprozess im letzten April-Drittel, so auch heute wieder. So liegt das Temperaturspektrum am 25. April zwischen +4/+11 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 30. April zwischen +7/+21 Grad (Mittelwert: +12/+14 Grad) - es geht also ein Stück weit wieder Aufwärts mit den Temperaturen zum Ende des Monats - ob sich das im Mai fortsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Mai.

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 18. April

Der Frühling hat es auch in dieser Woche nicht leicht sich durchzusetzen. Setzt er sich bis zum Donnerstag zögerlich durch, so dreht der Wind zum Wochenende erneut auf nördliche Richtungen und führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz (s. Wetter April).

Bleibt die Witterung so kühl? Bereits in den letzten Tagen simulierten die Wettermodelle eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Temperaturrückgang im letzten April-Drittel. Das ist auch heute so. Der Grund ist ein Hochdruckdrucksystem, welches sich bis zum 21. April im Bereich zwischen Island, Grönland und England und zum 24. April zwischen den Azoren, Island und Grönland positionieren kann. Somit meridionalisiert das Zirkulationsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) und aufgrund der vollständigen Blockade der atlantischen Tiefdruckrinne spricht man auch von einem "gestörten" Zirkulationsmuster. Gleichzeitig befindet sich in diesem Zeitraum ein Tiefdrucksystem über dem Skandinavischen Bereich, welches seine Gradienten nach Süden ausweiten kann. In Folge dessen kann es im Zeitraum vom 24./28. April zu einer Trogwetterlage über Deutschland kommen.

Anders formuliert zeigt sich der Zeitraum zwischen dem 21./27. April mit kühlen Temperaturwerten. Wie kühl? Interessant sind die Höhentemperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe, welche vom amerikanischen Wettermodell zeitweilig auch unterhalb der -5 Grad Marke simuliert werden. In Folge dessen wären auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen.

Wie wahrscheinlich ist die beschriebene Abkühlung? Betrachtet man die Kontrollläufe, so werden die kühlen Temperaturwerte im Zeitraum 23./28. April mehrheitlich berechnet. Der Mittelwert des Temperaturspektrums schwankt in diesem Zeitraum zwischen +6/+11 Grad, was die Temperaturen in etwa um 3/5 Grad unter den Jahreszeit-typischen Werten liegen lässt. Rein statistisch betrachtet ist eine Abkühlung im letzten April-Drittel nicht selten. Rein statistisch zeigt sich aber auch ab dem 26. April allmählich eine Wetterbesserung bis in die ersten Mai-Tage hinein. Ob da was dran ist, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Mai.

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 17. April

Das meridionale Grundmuster zeigt sich auch noch im sog. Kurzfristbereich, so dass der seit Tagen simulierte Temperaturanstieg im Verlauf der kommenden Woche sich auf Mittwoch / Donnerstag verzögern kann. Ab Montag lässt von Norden her die Niederschlagsneigung nach, so dass es am Mittwoch und Donnerstag weitgehend trocken bleiben kann und die Temperaturen entsprechend ansteigen können (s. aktuelle Wettervorhersage April).

Im Zeitraum zwischen dem 22./29. April hat sich in den aktuellen Simulationen gegenüber den Berechnungen der letzten Tage wenig verändert. Das Tiefdrucksystem, welches aktuell zwischen Island und Skandinavien liegt und den Tiefdruckgradient bis über die Azoren hinunter ausweitet, "spaltet" sich in zwei Tiefdrucksysteme auf. Der eine Tiefdruckkern verlagert sich bis zum 22. April über das östliche Skandinavien und das westliche Russland während das zweite im Bereich zwischen England, den Azoren, Portugal und Spanien erneut an Kraft hinzugewinnen kann. Somit ist die Wetterlage der Entwicklung der vergangenen Woche sehr ähnlich und man spricht von einer Wiederholungsneigung.

Zwischen beiden Tiefdrucksystemen kann sich zum 21. April ein Hochdruckkeil durchsetzen und über England ein Hochdruckkern initialisieren, welcher zum 23. April schon zwischen England, Island und Grönland liegen kann. In Folge der westlich verlagerten Hochdruckposition wird die atlantische Frontalzone frühzeitig blockiert und das Tiefdrucksystem über dem östlichen Skandinavien kann ungehindert nach Süden abtropfen. Somit meridionalisiert das Zirkulationsmuster zum 23. April nach den aktuellen Berechnungen und Deutschland, Österreich und die Schweiz können im Zeitraum vom 23./28. April in den Einflussbereich arktischer Luftmassen aus nördlichen Richtungen gelangen. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären zum heutigen Stand nicht auszuschließen.

Die Kontrollläufe bestätigen den Kaltlufteinbruch im letzten April-Drittel für den Zeitraum vom 23./29. April heute erneut, so dass die Eintreffwahrscheinlichkeit als hoch einzustufen ist. So liegt der Temperaturmittelwert des Temperaturspektrums vom 23./28. April meist unter der +10 Grad Marke, was unter bestimmten Voraussetzungen die Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer in diesem Zeitraum ermöglichen kann. Ob das Wetter Anfang Mai sich "bessern" und die Temperaturen wieder ansteigen können, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Mai.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken
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