Das Zirkulationsmuster ändert sich im Wochenverlauf nach den gängigsten Simulationen der Wettermodelle nicht und bleibt über Mitteleuropa weitgehend südwestlich eingestellt. Die Tiefdruckrinne verläuft zwischen Neufundland, den Azoren, England und Skandinavien weit südlich, jedoch können die Tiefdruckausläufer über Deutschland für einen unbeständigen Wettercharakter sorgen und die Temperaturen können sich - je nach Niederschlagssituation - im mäßig milden bis milden Bereich bewegen. Spannend bleibt die Wetterentwicklung in der kommenden Woche. Warum? Zum einen gibt es die Wettersingularität der sog. Eisheiligen, welche vermehrt im Zeitraum 8./18. Mai mit kühlem und wechselhaften Wetter in Erscheinung treten können und zum andern befindet sich die "Endstation" der Tiefdruckrinne über dem skandinavischen Raum. Sollte sich dort ein Tiefdruckkern stabilisieren können, so würde sich in Folge daraus das Zirkulationsmuster auf westliche Richtungen verändern können und nachfolgend kühlere Luftmassen nach Deutschland führen. Liegt die Zugbahn der Tiefdruckrinne hingegen weiterhin südlich über die Azoren verschoben, gelangt Deutschland in den "Genuss" warmer, teils auch schon heißer Luftmassen. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum 10./13. Mai den Aufbau eines Hochdruckkeils über Mitteleuropa, so dass der Tiefdruckkern auf dem Atlantik zwischen Grönland und den Azoren liegen kann. Vorderseitig wird im Verbund beider Systeme zueinander ein sehr warmer Luftstrom aus südlichen bis südwestlichen Richtungen ermöglicht. Zum 14. Mai (Vatertag, bzw. Christi Himmelfahrt) verlagert sich das Tief weiter nach Osten, wird jedoch durch den Hochdruckkeil über Mitteleuropa weiter nach Norden abgelenkt, so dass über Deutschland eine relativ warme und leicht wechselhafte Südwestwetterlage bis zum 17. Mai erhalten bleiben kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist im Zeitraum 10./13. Mai die Wetterentwicklung eine ähnliche, jedoch können im Hochdrucksystem eingelagerte Störungen für einen wechselhaften Grundcharakter beim Wetter sorgen. Im Zeitraum 14./15. Mai verlagert sich das Tiefdrucksystem vom Atlantik kommend zwischen Island und England, so dass Vorderseitig noch relativ warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können, wobei auch hier der Grundcharakter unbeständig bleiben kann. Fasst man die Simulationen der Wettermodelle zusammen, so ist heute eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine normale bis zu warme Temperaturentwicklung zum Vatertag zu erkennen. Blickt man auf die Kontrollläufe, so zeigt sich noch ein breiteres Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten im Zeitraum 14./17. Mai, so dass der normale bis leicht zu warme Trend zum heutigen Stand eben nur einen Trend darstellt. Das Temperaturspektrum liegt am 14. Mai zwischen +6/+26 Grad (Mittelwert: +14/+16 Grad) und am 17. Mai zwischen +7/+26 Grad (Mittelwert: +16/+18 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+13) / normal (+14/+18) / zu warm (>+19) liegen am 14. Mai bei 35/30/35 (gestern: 35/30/35) und am 17. Mai bei 25/30/45 (gestern: 35/35/30) und bestätigen auch heute das breite Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten zum Wetter am Vatertag, bzw. im Zeitraum 14./17. Mai.

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