Bereits zum kommenden Wochenende hin zeigt sich mit einem deutlichen Temperaturrückgang ein Wetterumschwung von fast frühsommerlichen Werten hin zu Jahreszeit-typischen Werten. Der Umstellungsprozess beginnt am Donnerstag und sollte bis Freitagabend mit einem Wechsel der Grundströmung von Südwest auf Nord bis Nordost weitgehend abgeschlossen sein. In Betrachtung der Großwetterlage positioniert sich über England ein Hochdrucksystem und über dem östlichen Skandinavien ein Tiefdrucksystem, so dass im Verbund beider Systeme zueinander die nördliche Anströmung ermöglicht wird. Hält diese kühle Witterungsphase nun länger an? Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so könnte die kühle und leicht wechselhafte Wetterphase bis zum 20./22. April anhalten. Darüber hinaus simulieren beide Wettermodelle eine Nähe des Hochdrucksystems zu Deutschland, so dass ein Hochdruckeinfluss im Zeitraum 21./26. April höher einzustufen ist, als eine mögliche Tiefdruckdominanz. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt das Hoch im Zeitraum 21./26. April zwischen England, Skandinavien und der Mittelmeerregion und füllt sich dabei mit wärmeren Luftmassen auf, so dass demnach die kühlere Witterungsphase nur vorübergehend sein wird. Das europäische Wettermodell simuliert eine Hochdruckstruktur zwischen Island, England und Skandinavien. In Folge daraus füllt sich auch hier das Hoch mit wärmeren Luftmassen an, jedoch besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine südliche "Unterwanderung" des Hochdrucksystems. Anders formuliert ist nach der Simulation des europäischen Wettermodells eine langsame Erwärmung bei einer zunehmenden Niederschlagserwartung im Zeitraum 20./24. April wahrscheinlicher. Die Gemeinsamkeit beider Wettermodelle liegt jedoch in einer gegenüber der atlantischen Frontalzone blockierenden Hochdruckposition, so dass eine aktive Westwindzirkulation im letzten April-Drittel weniger wahrscheinlich erscheint. Eine weitere Gemeinsamkeit ist der langsam ansteigende Temperaturtrend, wecher sich auch im Temperaturspektrum der Kontrollläufe widerspiegelt. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 20. April zwischen +4/+15 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad) und am 25. April zwischen +5/+21 Grad (Mittelwert: +13/+15 Grad). Blickt man noch etwas weiter in die Zukunft, so zeigt sich in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+9/+15) / zu warm (>+15) am 28. April mit 25/30/55 eine vorsichtige Unterstützung zu einem positiven Temperaturtrend zum Monatsende hin. Das Langfristmodell simuliert für den verbleibenden Frühlingsmonat Mai gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine weitgehend normale Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad bei einer leicht positiven Niederschlagserwartung.

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