In den kommenden Tagen dominiert hoher Luftdruck mit zunehmender Sonnenscheindauer und frühlingshaften Temperaturen das Wettergeschehen in Deutschland. Erst zum Wochenende können die ersten Störungen vom Atlantik kommend für etwas Niederschlag in Form von Schauern - örtlich auch mit Gewittern - sorgen. Im Zeitraum zwischen dem 13./17. April simuliert das amerikanische Wettermodell eine weiterhin anhaltende Hochdruckdominanz über Europa, welche zeitweilig von Tiefdruckausläufern unterbunden werden kann. Der Kern des Hochdrucksystem liegt überwiegend über der Mittelmeerregion, so dass die Grundströmung über Deutschland weitgehend südwestlich orientiert ist. In Folge daraus ist im Westen und Nordwesten eine höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit als im Südosten zu erwarten. Die Temperaturen bleiben - je nach Niederschlagssituation - mit +10/+15 Grad, bzw. +14/+18 Grad auf frühlingshaften Niveau. Erst im Zeitraum zwischen dem 17./20. April kippt die Hochdruckachse, so dass der hohe Luftdruck sich in Richtung England/Island positionieren kann. Gleichzeitig befindet sich über dem skandinavischen Raum ein Tiefdrucksystem , so dass ein sich meridionalisierende Zirkulationsmuster zum Wechsel in das letzte April-Drittel über Mitteleuropa mit zurückgehenden Temperaturen nicht unwahrscheinlich ist (Troglage). Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so ist auch hier eine überwiegende Hochdruckdominanz im zweiten April-Drittel erkennbar. Allerdings kann sich nach dem europäischen Wettermodell das Hoch nicht über der Mittelmeerregion positionieren, sondern platziert sich zum 13. April über England, so dass Deutschland im Zeitraum zwischen dem 13./15. April in eine kurzweilig kühle - teils wechselhafte - Nordwest- bis Nordströmung gelangen kann, bei der die Temperaturen auf Werte zwischen +7/+12 Grad zurückgehen können. Im weiteren Ablauf zeigt sich bis zum 18. April eine Ostwärtsverlagerung des Hochdrucksystems und der Grundcharakter bei nachlassender Niederschlagstätigkeit wieder wärmer werden kann. Blickt man auf die Entwicklung der Großwetterlage im zweiten April-Drittel, so zeigen die Simulationen der Wettermodelle in Ansätzen ein "gestörtes" Zirkulationsmuster, bei der die Hochdruckposition eine entscheidende Rolle einnimmt. Entsprechend unsicher waren die Simulationen der letzten Tage, wobei die Kontrollläufe heute ein einheitlicheres Bild für das zweite April-Drittel aufzeigen. Zwar bleibt das Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten hoch, jedoch zeigt sich im Zeitraum 9./17. April nur eine schwache Ausprägung der Niederschlagsneigung, was auf die Nähe zum Hochdrucksystem zurückzuführen ist. Wie entscheidend die Hochdruckposition für den Temperaturverlauf ist, zeigt das Temperaturspektrum bspw. am 15. April mit +10/+23 Grad bei einem Mittelwert von +17 Grad im Westen und Süden und +15 Grad im Norden und Osten. Wie ist der Trend? Zum heutigen Stand können sich nach den Kontrollläufen im letzten April-Drittel teils extreme Temperaturentwicklungen ergeben, welche im Maximum Werte zwischen +23/+28 Grad und im Minimum +3/+8 Grad erreichen können - der Mittelwert schwankt dabei um den Jahreszeit-typischen Wert von +13/+15 Grad. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+7/+14) / zu warm (>+14) liegen am 18. April bei 20/30/50 und am 22. April bei 35/15/50.

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