Das Zirkulationsmuster wird im Verlauf der kommenden Woche "umgebaut", so dass aus dem meridionalen und kühlen Grundmuster eine hochdruckdominierte Wetterlage sich über Mitteleuropa festigen kann. Der Wind dreht dabei von Nord über Ost auf Süd, so dass ab der zweiten Wochenhälfte die Advehierung warmer Luftmassen aus südlichen Richtungen ermöglicht wird. Anders formuliert steht im Zeitraum zwischen dem 9./15. April mit hoher Wahrscheinlichkeit eine frühlingshafte Wetterperiode bevor, bei der die +20 Grad Marke des Öfteren erreicht und örtlich auch überschritten werden kann. Aus nasskalten Witterungsverhältnissen der direkte Sprung in den Frühsommer? Frühsommer? Kommt darauf an - in einigen Varianten werden Tageswerte von weit über +20 Grad simuliert, so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 15. April zwischen +8/+23 Grad, wobei der Mittelwert mit +16 Grad die ganz hohen Temperaturwerte wieder relativiert. Nichtsdestotrotz - der April ist bekannt für sein wechselhaftes und teils extremes Verhalten. Bleibt der frühlingshafte Witterungscharakter für längere Zeit erhalten? Dazu muss man zunächst einmal die Frage klären, warum sich das Hoch nach Osten über Mitteleuropa positionieren kann. Der Grund hierfür ist ein erneut massiver Kaltluftausbruch zwischen dem östlichen Kanada/Grönland und Neufundland, so dass auf dem Atlantik einiges an Wetteraktion geboten ist, es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich die atlantische Frontalzone erneut über Skandinavien positionieren und eine erneut wechselhafte Wetterperiode einleiten kann. Zum heutigen Stand deutet allerdings vieles darauf hin, als ob das zweite April-Drittel über weite Strecken hochdruckdominiert und frühlingshaft warm ausfallen kann. Der frühlingshafte Trend lässt sich anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+7/+14) / zu warm (>+14), welche exemplarisch am 18. April bei 10/35/55 liegen, deutlicher beschreiben. Das Langfristmodell simuliert für den April mit einer Abweichung von +0,5/-1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen normalen bis leicht zu kühlen Temperaturverlauf bei einer weitgehend normalen Niederschlagsentwicklung, welche im Südosten auch positiver ausfallen kann. Für den Mai simuliert das Langfristmodell überwiegend normale Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse, mit dem Trend auch leicht zu kühl auszufallen.

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