Nach den vorfrühlingshaften Temperaturen der kommenden Tage wird es zum Ende der Woche von Norden her zunehmend wechselhafter und auch kühler, so dass sich am Wochenende die Temperaturen zumeist an der +5, bzw. +10 Grad Marke orientieren können. Daran wird sich wohl auch zum Start in die neue Woche nichts ändern. Bei einer überwiegend östlich ausgerichteten Grundströmung bewegen sich die Temperaturen bei einem leicht wechselhaften Wettercharakter zumeist zwischen +5/+10 Grad, mit etwas Sonnenschein sind zwischendurch örtlich auch bis +10/+13 Grad möglich. Der Grund für diesen kühlen "Schub" ist die Verlagerung des bei Skandinavien liegenden Hochdrucksystems, welches sich im Zeitraum 20./24. März auflösen, bzw. in das Azorenhoch "übergehen" kann. Gleichzeitig gelingt es einem Tiefdrucksystem über dem nördlichen Europa Luftmassen arktischen Ursprungs "anzuzapfen" und nach Süden zu führen. Wie weit diese kalten Luftmassen letztlich nach Süden vorankommen können, hängt im Detail an der Position des Azorenhochs ab. In den gängigsten Varianten bleibt im Zeitraum 20./24. März ein Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa bestehen, so dass die richtig kalten Luftmassen über das östliche Europa abgelenkt werden können und Deutschland mit seinen nordöstlichen, bzw. östlichen Landesteilen davon nur "gestreift" werden kann. Im Zeitraum 24./30. März simuliert das amerikanische Wettermodell eine andere Variante als noch gestern. Die für das Wetter über Mitteleuropa verantwortlich Hauptrolle übernimmt dabei ein Mittelmeertief, welches sich dort "ein drehen" kann. Insbesondere die südlichen und westlichen Landesteile würden demnach zunehmend in den Einflussbereich des Mittelmeertiefs gelangen, so dass dort mit mit einer leicht ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit zu rechnen ist, während im Osten und Norden sich eine geringere Niederschlagserwartung abzeichnet. Da sich ein Tiefdrucksystem gegen den "Uhrzeigersinn" dreht, können aus südöstlichen bis östlichen Richtungen - über Umwege - etwas mildere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, allerdings verbleibt der Mittelwert auf Jahreszeit-typischen Niveau. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe bspw. am 28. März zwischen +2/+15 Grad bei einem Mittelwert von +8/+9 Grad. Die relativ hohen Temperaturwerte des Spektrums liegen an einer Variante welches das europäische Wettermodell heute simuliert. Hierbei strömen über dem östlichen Kanada weiter kalte Luftmassen in Richtung Neufundland und treiben die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiterhin an. Allerdings liegt das Azorenhoch in einer relativ nördlich orientierten Position zwischen den Azoren und England. In weiterer Abfolge würde sich die atlantische Frontalzone bis nach Skandinavien ausweiten können und gleichzeitig "bewegt" sich das Hoch mit der Tiefdruckaktivität nach Osten mit und legt sich bis zum 27. März über Mitteleuropa, so dass der Grundcharakter nicht kühl oder mäßig mild wie beim amerikanischen Wettermodell ist, sondern vielmehr mild bis warm und relativ trocken sein kann. Was ist wahrscheinlicher - warm, kalt oder normal? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+10) liegen am 27. März bei 20/60/20. Was sich daraus alles für Möglichkeiten für das Wetter an Ostern entwickeln können klären wir gegen 17:00 Uhr in einer Aktualisierung des Witterungstrends für das Osterwetter.

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