Zum Start in die neue Woche bekommt das vorfrühlingshafte Wetter zunächst im Norden, am Dienstag auch im Süden eine "Eintrübung" mit etwas Niederschlag, es bleibt für die Jahreszeit aber noch verbreitet ungewöhnlich warm (+5/+8 Grad über dem langjährigen Mittelwert). Im Zeitraum zwischen dem 12./15. März dehnt sich das Azorenhoch zu einer Hochdruckbrücke zwischen den Azoren, England, Skandinavien aus und kann in Teilen Kontakt zum Kontinentalhoch über dem westl. Russland aufnehmen. Somit wird die atlantische Frontalzone blockiert und der Wettercharakter kann über Mitteleuropa weiterhin ruhig verlaufen. Abwarten muss man im Detail noch die Entwicklung eines Mittelmeertief im Zeitraum 13./15. März, welches unter bestimmten Voraussetzungen noch den Süden und Westen von Deutschland mit etwas Niederschlag beeinflussen kann. Da die Achse des Hochdrucksystems von Südwest nach Nordost verläuft und Deutschland auf der südlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems liegt, kommt der Wind zumeist aus nordöstlichen Richtungen, so dass die Tageswerte bis zum 15 März auf +5/+11 Grad zurückgehen können. Im Zeitraum 14./20. März festigt sich der Trend der letzten Tage beim europäischen Wettermodell, als dass sich die Hochdruckbrücke zu einem autarken Hochdrucksystem über Skandinavien stabilisieren kann. Mit Wind aus östlichen Richtungen bleibt das Temperaturspektrum bei trockenem Grundcharakter mit +5/+10 Grad mäßig frisch bis mild. Das amerikanische Wettermodell festigt das Hoch über Skandinavien nicht und simuliert den hohen Luftdruck über dem östlichen Europa, wobei Deutschland noch weitgehend vom hohen Luftdruck - und damit trockenem Wettercharakter - dominiert wird. Da Deutschland auf der westlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems liegt, können aus südlichen Richtungen deutlich wärmere Luftmassen nach Deutschland über die Alpen geführt werden, so dass die Tageswerte mit +8/+13 Grad im mäßig milden bis milden Bereich liegen können. Beide Wettermodelle haben trotz der unterschiedlichen Hochdruckposition im zweiten März-Drittel eines gemeinsam - eine schwache Niederschlagsaktivität. Ob die Temperaturen im zweiten März-Drittel mild oder frisch werden entscheidet letztlich die Hochdruckposition. Was aber ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe favorisieren weiterhin eine Normalisierung im Temperaturverlauf im Zeitraum 13./20. März bei der das Temperaturspektrum zumeist zwischen +5/+17 Grad bei einem Mittelwert zwischen +8/+12 Grad liegen kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+10) liegen am 15. März bei 15/55/30 und am 20. März bei 10/30/60 und bestätigen ein langsam ansteigenden Temperaturtrend bis zum 20. März. In der gestrigen Wetterprognose zeigte sich in den Simulationen der Wettermodelle gerade zum Wechsel in das letzte März-Drittel auch kühle - ja teils auch winterliche - Varianten. Haben diese sich bestätigt? Bestätigt ja, bzw. sind in den Kontrollläufen etwas wahrscheinlicher geworden, so liegt das Verhältnis von zu kalt/normal/zu warm am 23. März zwischen 35/35/30. Das Spektrum ist dabei so weit gestreut, dass die Tageswerte am 23. März zwischen Dauerfrost und frühlingshaften Werten liegen können. Woran liegt es, dass das Spektrum an Möglichkeiten so breit gestreut ist? Auch das liegt an der unsicheren Hochdruckposition - in einigen Varianten positioniert sich das Hoch weit im Westen, so dass kühle bis kalte Trogwetterlagen über Mitteleuropa möglich sind. In anderen Varianten liegt das Hoch weiterhin über Mitteleuropa (normal bis mild), bzw. über dem östlichen Europa (mäßig mild bis warm).

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