An diesem Wochenende macht sich der Frühling vorsichtig bemerkbar. So steigen die Temperaturen mit viel Sonnenschein auf vorfrühlingshafte Temperaturen zwischen +8/+15 Grad und können im Nordwesten, Westen und Südwesten mit +14/+18 Grad auch frühlingshafte Temperaturen erreichen. Der teils frühlingshafte Wettercharakter hält noch bis zum Montag weitgehend an, bevor sich zur Wochenmitte das Zirkulationsmuster verändert und die Temperaturen wieder kühler werden können. Beide Wettermodelle stabilisieren im Zeitraum zwischen dem 12./15. März eine Hochdruckposition über Skandinavien, so dass der Wind über Mitteleuropa auf östliche Richtungen drehen kann. Der Grundcharakter des Wetters bleibt weitgehend trocken, jedoch können die Temperaturen mit Werten zwischen +5/+11 Grad wieder auf Jahreszeit-typische Werte absinken. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt das Skandinavienhoch im Zeitraum zwischen dem 14./17. März Ortstreu, so dass auf dessen südlichen Flanke Tiefdrucksysteme über die Mittelmeerregion vordringen können, was für die südlichen Regionen in Deutschland eine höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit zur Folge haben kann. Mit einen strammen Ostwind verbleiben die Temperaturen im relativ kühlen Bereich. Das amerikanische Wettermodell simuliert das Hoch bis zum 18. März in einer stabilen Position über Skandinavien, allerdings weiter nach Süden orientiert, so dass die Niederschlagwahrscheinlichkeit in ganz Deutschland gering ausgeprägt bleibt. Die Temperaturen bleiben mit Werten zwischen +4/+8 Grad auch in dieser Simulation mit Wind aus östlichen Richtungen allenfalls mäßig mild. Mit grenzenlosen Frühlingsgefühlen sollte man zum heutigen Stand also noch vorsichtig sein. Interessantes deuten die Wettermodelle in Ansätzen für das letzte März-Drittel an. Das Skandinavienhoch weicht weiter nach Westen in Richtung Grönland aus und nimmt Kontakt mit dem Hoch über Alaska auf. In Folge daraus würde die "Wetterküche" auf dem Atlantik unterbrochen werden und das Zirkulationsmuster nimmt einen weiter "gestörten Zustand" an. In Ansätzen wird auch ein Polarwirbelsplitt im Zeitraum 18./21. März simuliert, welcher in "günstiger" Position verläuft, so dass die Temperaturen über Deutschland durchaus noch einmal nasskalt, vielleicht auch noch einmal winterlich werden können. Wie wahrscheinlich ist das? Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den niederschlagsarmen Wettertrend im zweiten März-Drittel. Das Temperaturniveau hat dabei nach dem 11. März eine stark normalisierende Tendenz, so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 10. März zwischen +10/+15 Grad (Mittelwert: +9 im Norden und bis +14 Grad im Süden), am 15. März zwischen +1/+13 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 20. März zwischen +4/+17 Grad (Mittelwert: +11/+13 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+10) liegen am 13. März bei 10/40/50 und am 20. März bei 10/10/80 und bestätigen damit eher einen ansteigenden als abfallenden Temperaturtrend. Es wird sich in den kommenden Tagen zeigen, was aus den Ansätzen in der Simulation tatsächlich wird. Erfahrungsgemäß ist so ein Skandinavienhoch immer für Überraschungen gut, vor allem dann, wenn der Sonnenstand weiter ansteigt.

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