Der Trend der letzten Tage manifestiert sich in den Simulationen der Wettermodelle langsam aber stetig, so dass der nasskalte und wechselhafte Witterungsabschnitt bis zum 6. März im weiteren Verlauf wohl keine Fortsetzung mehr finden kann. Stattdessen rückt von Südwesten mit höherer Wahrscheinlichkeit das Azorenhoch nach und "legt" sich bis zum 10. März mit einer Südwest-Nordost Achse quer über Mitteleuropa. Gleichzeitig kommt es auf dem Atlantik zu einer regen Wetteraktivität, so dass im Verbund beider Systeme relativ warme Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Mitteleuropa transportiert werden können. Wie warm diese Luftmassen sein können, hängt im Detail davon ab, wie die Hochdruckposition verlaufen wird. Deutlicher wird der Trend zu einer Milderung anhand des Temperaturspektrums, welches am 6. März zwischen +0/+7 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 10. März zwischen +3/+15 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad) liegen kann. Mit dem Hochdruck lässt auch die Niederschlagswahrscheinlichkeit nach, wobei im März bei Hochdruck auch noch mit länger andauerndem Nebel gerechnet werden kann. Bleibt der Trend in Richtung Frühling im zweiten März-Drittel erhalten? In der Tendenz neigen die Wettermodelle bis zum 12./15. März zu einer Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, ob sich die voraussichtlichen sehr milden Temperaturen behaupten können, bleibt abzuwarten. Warum? Das europäische Wettermodell simuliert das Hoch in einer autarken Position zum 12. März über der Ostsee zwischen Deutschland und Skandinavien, so dass Deutschland auch in den östlichen Strömungsgradienten des Hochdrucksystems gelangen kann, was nachfolgend bei einer schwachen Niederschlagsneigung auch wieder kühlere Temperaturen (nicht kalte) zur Folge haben kann. Das amerikanische Wettermodell positioniert in seiner Simulation das Hoch etwas weiter südlich, so dass die Tiefdruckrinne zwischen Island und dem östlichen Skandinavien verlaufen kann. Milde Temperaturen bei einem vom Süd nach Nord zunehmend wechselhaften, teils auch windigen Wettercharakter wäre hieraus die Folge. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+8) liegen am 10. März bei 0/30/70 und am 15. März bei 0/25/75 und bestätigen damit den Milderungstrend der Wettermodelle im Zeitraum 6./15. März.

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