An Abwechslung soll es in den ersten März-Tagen nicht fehlen. Die gängigsten Varianten der Wettermodelle tendieren zu einer wechselhaften, windigen und überwiegend nasskalten Wetterlage, welche - je nach Simulation - auch von Starkwindereignissen begleitet werden können. Winterliche Verhältnisse sind ab den mittleren Lagen nicht gänzlich auszuschließen und insbesondere in den Nächten kann die Schneefallgrenze auch bis in tiefere Lagen absinken. Wie geht es weiter - ist bald mit frühlingshaften Temperaturen zu rechnen, oder manifestiert sich die winterähnliche Großwetterlage mit seiner meridionalen Zirkulationsstruktur im ersten März-Drittel? Die Wettermodelle tendieren zu einer Hochdruckausbildung im Bereich zwischen England und Skandinavien. Geographisch betrachtet sind das nur wenige hundert Kilometer Unterschied in der Distanz, welche in der Wetterentwicklung aber grundsätzlich unterschiedliche Wetterverhältnisse zur Folge haben können. Im Detail ergeben sich drei wesentliche Lösungsansätze. In der ersten Variante liegt das Hochdrucksystem zwischen Frankreich und England weiter im Westen, so dass Deutschland im überwiegend im nordwestlich orientierten nasskalten und wechselhaften Zirkulationsmuster verbleiben kann. In der zweiten Variante rückt das Hochdrucksystem weiter in Richtung Mitteleuropa auf und sorgt mit einer schwachen Gradientenstruktur für eine langsame aber mäßige Erwärmung, so dass zum 10. März bei relativ trockenem Wetter durchaus Temperaturen jenseits der +10 Grad Marke möglich sein könnten. In der dritten Variante strömt der hohe Luftdruck von den Azoren über England bis nach Skandinavien und baut eine weitgehend blockierende Hochdruckbrücke über Mitteleuropa auf, so dass Deutschland in eine nordöstlich orientierte Grundströmung gelangen kann. Leicht wechselhaftes Wetter bei nasskalten Tageswerten wäre hierbei zu erwarten. Welches dieser Szenarien ist am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe zeigen ein recht einheitliches Bild: wechselhaft und nasskalt bis zum 5. März, darüber hinaus bis zum 10. März eine langsam nachlassende Niederschlagswahrscheinlichkeit bei langsam ansteigenden Temperaturen. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 5. März zwischen -2/+7 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad im Süden und +4/+6 Grad im Norden) und am 9. März zwischen -1/+12 Grad bei einem Mittelwert zwischen +4/+6 Grad. Das Langfristmodell simuliert im März eine leicht bis deutlich zu trockene Niederschlagserwartung, welche im April normal und im Mai leicht positiv verlaufen kann. Im Temperaturverhalten wird der März gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad als leicht bis deutlich zu warm simuliert, während der April mit -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu warm und der Mai mit -0,5/+0,5 Grad als normal simuliert wird. Nimmt man den Mittelwert aller drei Frühlingsmonate, so ist mit einem normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf bei einer normalen Niederschlagserwartung zu rechnen.

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