Ein Hochdrucksystem und dessen Positionierung spielt für Anfang März in der aktuellen Wetterentwicklung die Hauptrolle. Im Kern unterscheiden sich die Simulationen darüber, ob ein Starkwindereignis eintreten oder ausbleiben kann. Gemeinsam haben die Simulationen einen wechselhaften und weitgehend nasskalten Temperaturcharakter. Die Hochdruckposition spielt insbesondere für den Zeitraum 5./10. März eine wichtige Rolle. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so strebt das Hochdrucksystem am 5. März auf dem Atlantik gen Norden auf und kippt zum 7. März nach Osten ab und positioniert sich mit seinem Kern über England und baut über dem skandinavischen Raum eine schwache Hochdruckverbindung zum Kontinentalhoch auf. Gleichzeitig liegt über der östlichen Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem, so dass die Grundströmung über Deutschland aus östlichen bis nordöstlichen Richtungen erfolgen kann. Die Niederschlagsneigung würde von Ost nach West abnehmen, der nasskalte, bzw. mäßig milde Temperaturcharakter würde jedoch erhalten bleiben. Das amerikanische Wettermodell hatte in den letzten Tagen immer wieder ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum favorisiert, welches in den heutigen Simulationen weitgehend verworfen wurde. Stattdessen liegt der Hochdruckkern am 6. März zwischen den Azoren und dem westl. Mittelmeer und zum 8. März in einer aufwölbenden Position zwischen Spanien und England. Demnach wäre eine westlich bis nordwestliche Zirkulationsstruktur wahrscheinlicher, welche mäßig milde Temperaturen, aber einen wechselhafteren Wettercharakter zur Folge hätte. Die Kontrollläufe bleiben mit ihrem Temperaturspektrum im ersten März-Drittel relativ verhalten, so dass der Mittelwert mit +4/+6 Grad zumeist im nasskalten Bereich verbleiben kann. Die Niederschlagsneigung bleibt ausgeprägt, hat aber bis zum 10. März eine eher abnehmende Tendenz. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen für März weitgehend treu und simuliert einen normalen bis leicht zu warmen Temperaturverlauf bei einen negativen Niederschlagserwartung. Für April und Mai zeigt sich eine leicht erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit bei einem weitgehend normalen Temperaturverlauf (im April leicht zu warm, im Mai auch leicht zu kühl).

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