Die sog. Eisheiligen werden wohl pünktlich in diesem Jahr eintreffen und bis zur Monatsmitte anhalten. Der Wettertrend der letzten Tage festigt sich von Tag zu Tag und wird zunehmend wahrscheinlicher. Auch die Kontrollläufe simulieren es als äußerst wahrscheinliche Variante, dass die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittel im Zeitraum zwischen dem 10./15. Mai um etwa 2 bis 3 Grad zu kalt ausfallen. Der Grund für die kühle Wetterlage ist ein Hoch im Westen und ein Tief über Skandinavien, welche im Verbund zueinander kühle Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland transportieren können. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 14. Mai zwischen +8/+16 Grad bei einem Mittelwert von +12 Grad. Zwischen dem 15./20. Mai bleibt der Temperaturtrend positiv, wenngleich die Großwetterlage sich zum heutigen Stand als äußerst komplex erweist. So strebt in beiden Wettermodellen das Azorenhoch gen Norden - die Frage die es dabei noch zu beantworten gilt ist: wie wird sich das Hoch positionieren? Liegt es im Westen als atlantischen Blockadehoch, so ist ein weiterer kühler bis normalisierender Abschnitt bis zum 20. Mai zu erwarten. Liegt es über Mitteleuropa, so könnten sich die kühlen Luftmassen zwischen dem 17./22. Mai langsam erwärmen, so dass die 20 Grad Marke in Reichweite kommen kann. Sofern das Hoch dich nach Osten abdrängen Lässt, sind mit einer südlichen Strömung auch sommerliche Werte nicht ausgeschlossen. In allen Simulationen gibt es derzeit auch sog. Zwischenlösungen mit Skandinavienhoch, bzw. Hochdruckbrücke Azorenhoch und östlichem Skandinavienhoch. In Summe kristallisiert sich im Trend eine Hochdruckdominanz heraus, welche im Zeitraum zwischen dem 16./23. Mai wetterbestimmend sein kann - einzig die Positionierung des Hochs über dem Atlantik lässt nach den Simulationen eine kühlere und wechselhafte Wetterlage zu. Wie unsicher die Wetterentwicklung zwischen dem 15./23. Mai ist, zeigt das Temperaturspektrum bspw. am 20. Mai mit möglichen Werten zwischen +10/+25 Grad bei einem Mittelwert von +17 Grad. Warum diese Unsicherheiten? Das Zirkulationsmuster scheint sich nachhaltig zu ändern, so dass hoher Luftdruck in den nördlichen Regionen zunehmend mehr Einfluss nehmen kann - dort fehlt aber deren Konstanz, so dass diese - vereinfacht ausgedrückt - zwischen dem Atlantik, England und Skandinavien rasch hin und her "wandern" können. Sollte dies so eintreten, so wird bis zum 20. Mai wohl keine stabile Wetterlage zu erwarten sein. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter im Sommer.

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