Der wechselhafte Grundcharakter nimmt in den kommenden Tagen zu und bleibt voraussichtlich auch bis zum kommenden Wochenende erhalten. Dabei schwanken die Temperaturen - je nach Sonnenscheindauer - zwischen +13/+20 Grad, örtlich auch darüber. Die Großwetterlage wird im wesentlichen durch drei Wettersysteme beeinflusst, welche in Summe eine Südwest-, bis Westwetterlage abbilden. Dabei ist der Wettercharakter im Nordwesten grundsätzlich wechselhafter und kühler einzustufen, als das im Südosten der Fall sein kann. Im weiteren Verlauf zeichnet sich in den Wettermodellen zwischen dem 12./15. Mai ein vorübergehender "Durchbruch" der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa ab, so dass das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit wechselhaft und nur mäßig warm bleibt, wobei der Temperaturtrend leicht positiv ist. Insbesondere vor Eintreffen der jeweiligen Niederschlagsbänder kann es auf deren Vorderseite auch wärmere Phasen geben. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 12. Mai noch zwischen +7/+20 Grad (Mittelwert +14 Grad) und am 15. Mai zwischen +12/+24 Grad (Mittelwert +18 Grad). Anhand des Spektrums ist auch zu erkennen, dass die sog. Eisheiligen noch nicht ganz vom "Tisch" sind. Zwischen dem 14./20. Mai zeigen die Wettermodelle im Trend eine positive Entwicklung. Das amerikanische Wettermodell simuliert eine Trogentwicklung über den Azoren, bzw. vor Mitteleuropa, so dass auf der gegenüberliegenden Seite als "Gegenspieler" eine von Nord nach Süd gerichtete Hochdruckachse zwischen dem östlichen Skandinavien und dem Mittelmeer ausbilden kann. Als Folge daraus könnten die Temperaturen mit einer strammen Südströmung rasch auf sommerliche Werte ansteigen. Im weiteren Verlauf verlagert sich das Hoch in Richtung Norden, so dass mit einer östlichen bis südöstlichen Strömung weiterhin warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Das europäische Wettermodell simuliert eine ähnliche Entwicklung, jedoch wird hier das Hoch nicht über dem östlichen Europa positioniert, sondern direkt über Mitteleuropa und erstreckt sich dabei zwischen England, Skandinavien und Deutschland. Im Detail kommt es hierbei auf die exakte Position des Hochdrucksystems an - in den aktuellen Simulationen würde Deutschland in die mäßig warme nord- bis nordöstliche Strömung des Hochdrucksystems gelangen, so dass die Temperaturen im Bereich zwischen +15/+20 Grad liegen können. Im Blick auf Europa simuliert das Langfristmodell weite Teile von Portugal, Spanien, Frankreich, dem südlichen Deutschland und dem östlichen Europa als deutlich zu trocken, was auf die oben beschriebene West- bis Südwestwetterlage hindeutet. Der Temperaturtrend bleibt im Mai in Deutschland wie in den vergangenen Tagen auch - normal.

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