Nach dem Wetterwechsel am kommenden Wochenende, bleibt der wechselhafte Wettercharakter in der kommenden Woche erhalten. Das aktuelle Hochdrucksystem über Deutschland schwächt sich zum Wochenende ab und verlagert sich weiter nach Westen in Richtung Atlantik, so dass auf dessen Ostflanke die Tiefdrucksysteme nach Deutschland gelangen. Dabei ist im gesamten Wochenverlauf im Südwesten der Hochdruckeinfluss größer als im Nordosten. Anders ausgedrückt ist im Südwesten und Westen mit weniger Niederschlag zu rechnen, als das im Nordosten der Fall sein wird. Auch die kühleren Luftmassen "überfluten" hauptsächlich den Norden und Nordosten, teils mit kräftigen, in Böen auch stürmischen Winden. Da die Tiefdrucksysteme recht zahlreich sind, kommt es im Verlauf der Woche zu sog. Vorderseiten- und Rückseitenwetter, wobei es auf der Vorderseite mild und auf der Rückseite kühler wird. Wie so etwas aussehen kann, zeigt der Temperaturverlauf der Woche (kühlere Werte im Norden und Nordosten): Mo. +7/+17 Grad, Di. +10/+17 Grad, Mi. +4/+17 Grad, Do. +11/+18 Grad. Hinzu kommen immer wieder - meist leichte - Schauer östlich der Linie Bremen - Magdeburg. Wie wahrscheinlich ist dieser Wettertrend? Die Kontrollläufe stützen den negativen Temperaturtrend zum kommenden Wochenende mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, wobei es im Detail noch auf die Hochdruckposition ankommt. Denn liegt das Hoch weiter im Westen, ist in ganz Deutschland mit kühleren Temperaturen zu rechnen, liegt es hingegen weiter im Osten, so wird es in ganz Deutschland milder. Für die kommende Woche ist der Wetterverlauf nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle relativ einheitlich, so dass hier die Eintreffwahrscheinlichkeit bei etwa 64 Prozent liegt. Im Zeitraum zwischen dem 19./23. März ergeben sich wieder größere Unsicherheiten, da sich im nordeuropäischen Raum Kaltluftmassen ansammeln, die nur auf ihre Gelegenheit warten, nach Süden hin auszubrechen. Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada bis nach Neufundland hält weiterhin an, so dass aus diesem Gebiet weitere Tiefdrucksysteme nachfolgen werden. Das Zirkulationsmuster "kämpft" also weiterhin um seine Erhaltungsneigung, wobei das Azorenhoch so langsam etwas entgegenzusetzen hat, was den Wetterverlauf im letzten März-Drittel noch einmal spannend machen könnte. Zusammenfassend bleibt die kommende Woche im Süden und Westen voraussichtlich frühlingshaft, sonst kühlt es sich bei wechselhaften Wetter verbreitet ab.

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