Nach dem fast schon frühlingshaften Wochenende nimmt im Verlauf der kommenden Woche die Wahrscheinlichkeit für einen etwas kühleren Abschnitt wieder zu. Der Grund liegt in der Hochdruckposition. So simulieren sowohl das amerikanische als auch das europäische Wettermodell ein autarkes Hochdrucksystem zwischen England, Skandinavien und Deutschland. In den aktuellen Berechnungen liegt Deutschland auf der östlichen Seite des Hochdruckgebietes, so dass mit einer nördlichen bis östlichen Strömung etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden. So bleibt es zum heutigen Stand zwischen dem 10./15. März weitgehend niederschlagsfrei, die Temperaturen gehen jedoch - trotz Sonnenschein - auf +8/+13 Grad zurück. In den Nächten muss verbreitet mit Frost zwischen +1/-4 Grad gerechnet werden. Ab dem 15. März geht der Wettertrend wieder in Richtung wechselhaftes Wetter. Zwar können solche Hochdrucksysteme über England eine zu einer lang anhaltenden Angelegenheit werden, jedoch zeigen die Simulationen gewaltige Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, welche ihre "Fühler" nach Mitteleuropa ausstrecken. Anders ausgedrückt gelingt mit dem Hochdrucksystem kurzzeitig die Umstellung der Großwetterlage, jedoch setzt das Zirkulationsmuster alles daran, die Erhaltungsneigung aufrecht zu erhalten. Es wird sich also noch im zweiten März-Drittel zeigen, ob die Umstellung gelingt, oder ob das Wetter in seinem bisherigen Muster verbleibt. Sollte sich die Erhaltungsneigung durchsetzen, so ist ab dem 15. März mit weiterhin milden, aber regnerischen Wetter und mit möglichen Frühjahrsstürmen zu rechnen. Andernfalls bleibt es - je nach Position des Hochdrucksystems - beim ruhigen und milden Hochdruckwetter oder einer relativ kalten Nordwetterlage. Die Kontrollläufe stützen den Hochdrucktrend bis zum 15. März mehrheitlich, wobei das Temperaturspektrum bspw. am 14. März zwischen +4/+16 Grad und einem Mittelwert von +12 Grad im Süden und +9 Grad im Norden liegt. Das Langfristmodell bleibt bei seiner Variante für März - deutlich zu warm und zu trocken.

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