Bereits am kommenden Donnerstag beginnt die Veränderung der Großwetterlage. Das Hochdruckgebiet bei England nimmt Kontakt mit dem Azorenhoch auf und führt auf seiner Ostseite kalte Luftmassen nach Deutschland. Was bedeutet "kalte Luftmassen" - wieder Schneefall? Zum heutigen Stand werden die Temperaturen am kommenden Wochenende auf etwa +4/+8 Grad steigen - wenn, dann ist die größte Wahrscheinlichkeit für Schnee auf den Osten, bzw. Nordosten begrenzt. Bereits zum Sonntag sollte sich die Großwetterlage umgestellt haben, so dass sich das Hoch in Richtung Azoren abzieht. Gleichzeitig wird das Atlantikwetter wieder aktiver und weitet seinen Einfluss bis nach Mitteleuropa aus, so dass mit einer überwiegend westlichen Luftströmung ab dem 10. April relativ milde Luftmassen (+6/+12 Grad) nach Deutschland geführt werden können, wobei der Grundcharakter zunehmend wechselhafter wird. Im weiteren Verlauf gibt es drei mögliche Varianten. Die wahrscheinlichste Variante (38%) ist ein "aufwölben" des Azorenhochs über Mitteleuropa, was relativ rasch zu einer Südwest- bis Westwetterlage führt und die Temperaturen ab dem 13./15. April auf frühlingshafte Werte zwischen +12/+17 Grad ansteigen lassen kann (nach dem amerikanischen Wettermodell könnten auch bis +20 Grad möglich sein). In der zweiten Variante (33%) bleibt das Tief bei England nichts Ortsfest, sondern verlagert seine Position über Deutschland, was wechselhaftes und mit +6/+11 Grad nur mäßig mildes Wetter mit sich bringt. Die dritte Variante (19%) ist eine erneute Abkapselung des Hochdrucksystems bei den Azoren in Richtung Island, was im Grunde das Wetter zur Folge hat, welches aktuell wetterbestimmend ist - eine kühle Trogwetterlage. Die Kontrollläufe haben einen deutlich positiven Temperaturtrend - so liegt das Temperaturspektrum am 13. April zwischen +5/+20 Grad. Zusammenfassend bleibt das Wetter im ersten April-Drittel unterkühlt. Zum zweiten April-Drittel wird das Wetter zunehmend wechselhafter aber mit einem positiven Temperaturtrend. Ab dem 13. April erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf frühlingshafte Temperaturen. Das Langfristmodell zeigt - Aufgrund des unterkühlten ersten April-Drittels - in seiner heutigen Wetterprognose einen in ganz Deutschland zu kalten April. Im Süden mit -0,5/-1 Grad leicht zu kalt, etwa nördlich der Mittelgebirge mit -1/-2 Grad deutlich zu kalt. In der Niederschlagsprognose fällt das Wetter im April demnach etwas zu trocken aus.

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