Die kommende Wetterentwicklung geht für Lagen oberhalb etwa 400 Meter klar in Richtung winterliche Verhältnisse. Darunter muss die Entwicklung noch abgewartet werden, jedoch ist auch hier eine Ausbildung einer Schneedecke nicht unwahrscheinlich - besonders entlang der Mittelgebirge kann es am Sonntag und Montag für kräftigen Neuschneezuwachs von 10-25 cm reichen. In der kommenden Woche zeigt sich dann zunehmend nasskaltes Wetter mit Werten von tagsüber um 0 Grad und in den Nächten teils strengen Frost zwischen -5/-10 Grad, bei Aufklaren und über Schnee auch bis -18 Grad. Wie geht es weiter? Das Strömungsmuster ist im zweiten März-Drittel klar auf nördliche Richtungen gesetzt, dabei wird Phasenweise auch mal mildere Luft mit herangeführt, so dass im Westen und Nordwesten die Tageswerte auf bis +4 Grad steigen können, östlich einer Linie Hamburg - Schwarzwald und oberhalb 400 Meter sollte es bei Dauerfrost zwischen -4/0 Grad bleiben. Dazu gibt es - örtlich begrenzt - immer wieder kurze Schneeschauer, wobei sich auch die Sonne bei wechselnder bis starker Bewölkung zeigen kann. Ab dem 15. März nimmt im Wettertrend die Tendenz zu nasskalten Temperaturen langsam zu - ob es für Dauerfrost im Osten und Süden bis zum 20. März reicht, bleibt noch abzuwarten. Kommt der Frühling im letzten März-Drittel? Der Jetstream ist weiterhin stark nach Süden hin verlagert - über Mitteleuropa hat er weiterhin eine chaotische Struktur. Auch der Polarwirbel erfährt zum 15. März hin einen mustergültigen Split mit Kernhochdruck von bis 1040 hPa zwischen Grönland und Sibirien. "Normales" Westwindwetter ist so schnell nicht zu erwarten, als wahrscheinlichere Variante gilt zum heutigen Stand das typische Übergangswetter mit Temperaturen zwischen +2/+7 Grad im letzten März-Drittel. Zudem zeigt sich die Tendenz einer Aufwölbung des Azorenhochs in Richtung Grönland zum 17. März - sollte das eintreten, so kann das nasskalte bis winterliche Wetter noch bis in das letzte März-Drittel hineingezogen werden. Was simuliert das Langfristmodell? Für das Wetter im März einen normalen Norden und etwas zu warmen Süden, was klar den milden Temperaturen im ersten März-Drittel geschuldet ist. Es zeigt zudem auch, dass keine Rekordnegativtemperaturen im zweiten März-Drittel zu erwarten sind - zudem unterstützt es den Wettertrend von für Ende März üblichen Übergangswetter. Freunde des Frühlings sollten die kommenden Tage noch genießen. Im Laufe des Abends gibt es eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update
Die extremsten Simulationen werden weiterhin "abgesoftet" und dennoch wird es in weiten Teilen von Deutschland von Montag bis Donnerstag für Dauerfrost reichen (vornehmlich östlich einer Linie Hamburg - Schwarzwald). Knapp nördlich der Mittelgebirge wird es zudem mit 10-25 cm kräftigen Neuschneezuwachs geben.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen