Aus meteorologischer Sicht ist die kommende Umstellung der Großwetterlage äußerst spannend. Vor allem die Simulationen des amerikanischen Wettermodells "bringen den Blutkreislauf in Wallung", denn nach diesen Simulationen deutet sich zum Wochenende hin eine Grenzwetterlage an, die nahezu von jedem Kontrolllauf gestützt wird. Von der Sache her also alles klar? Nein, denn das europäische Wettermodell sieht die Konstellation der Wettersysteme noch etwas anders und blockiert den Zustrom arktischer Luftmassen am Wochenende - jedoch im Verlauf der kommenden Wochenende "flutet" auch hier die kalte Luft Mitteleuropa. Welches Szenario ist wahrscheinlich? Die Version der kalten Grenzwetterlage ist äußerst wahrscheinlich, da diese von weiteren Faktoren gestützt wird (Jetstream, Polarwirbelsplit, minor warming, negativer AO-Index etc.). Welches Wetter ist dann zu erwarten? Nimmt man an, dass die Simulationen auch 1:1 eintreffen, dann gibt es in der kommenden Woche Dauerfrost zwischen -7/-1 Grad tagsüber und teils strengen Frost bis -18 Grad (-7/-12 Grad) in den Nächten. Dazu gibt es - bei einer Grenzwetterlage so üblich - kräftigen Niederschlag, der unter optimalen Bedingungen durchaus zwischen 10-20 cm Neuschnee von Sonntag bis Dienstag bis in tiefere Lagen bringen kann (Schwerpunkt liegt heute entlang der Alpen und der Mittelgebirge). Grenzwetterlagen haben zudem die Eigenschaft, dass die Lage der Grenztemperatur und der Niederschlagsfront nur schwer vorherzusagen ist. Es bleibt also spannend - nichtsdestotrotz steigt die Wahrscheinlichkeit für nasskaltes bis winterliches Wetter im zweiten März-Drittel im Wettertrend auf 80%. Und weil es so spannend ist, gibt es im Laufe des Abends eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update
Wie schon vermutet, wird die extrem kalte Lösung des amerikanischen Wettermodells zunehmend "abgesoftet", dennoch sollte es in weiten Teilen in Deutschland für Dauerfrost reichen. Im Grunde haben sich beide Wettermodelle angenähert, so dass die Grenzwetterlage am kommenden Sa./So. als gesichert gilt. Wo und wie viel Schnee es geben wird, ist dagegen noch unklar. Klar ist hingegen, dass die kalte bis nasskalte Witterung das zweite März-Drittel überwiegend beeinflussen wird.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen