In dieser Woche – genauer gesagt am nächsten Wochenende – stellt sich die Großwetterlage um. Das dürfte alle Winter Fans freuen, denn der erste ernsthafte Wintereinbruch 2010 steht unmittelbar bevor. Der Grund ist ein Hochdruckgebet bei Grönland, welches Mitteleuropa vom Westwetter abschneidet. Auf der Ostseite des Hochdruckgebiets gelangt viel kalte Luft nach Mitteleuropa – der Winter kommt. Schon am Montag, 22. November steht der Winter vor den Toren Norddeutschlands. Zuvor ist es aber fast überall noch einmal „novemberlich“ nasskalt. Ab Dienstag kommt dann der Winter zunächst in Lagen oberhalb 400 Meter, im weiteren Verlauf kann sich der Winter auch bis in Tallagen durchsetzen. Ob das nur ein kurzes Winter-Gastspiel ist oder ein ernsthafter Winter-Einbruch muss sich erst noch zeigen. Derzeit stehen viele Zeichen auf Winter (nicht nur der Jahreszeit wegen :-) ).

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Der Sturm hat sich so allmählich verzogen und ab Mitte nächster Woche stellt sich die Großwetterlage wieder um. Das Westwetter hat dann keine Chance mehr, da das Kontinentalhoch die Zirkulation, bzw. Zugbahn der Westwetterschiene stört. Damit wird ein Grundstein für ein möglichen Wintereinbruch im November 2010 gelegt. Denn im weiteren Verlauf kann sich ein Atlantikblock bilden, welcher Mitteleuropa gänzlich vom Westwetter fernhält. Somit kommt über Mitteleuropa eher wieder ruhigeres Wetter zum Zuge, wenn auch kälter. Um den 22. November herum könnte dann die Wetterlage soweit kippen, dass aus Norden Kaltluft zu uns einfließt und den ersten Wintereinbruch 2010 bringen kann. Ein weiteres Indiz für einen kalten Novemberausklang ist die Tatsache, dass das Langfristmodell seinen bisher deutlich zu warmen November korrigiert hat. Zwar immer noch zu warm, aber nicht mehr so drastisch wie ursprünglich noch vor einer Woche angenommen. Der Dezember 2010 und der Januar 2011 werden deutlich zu kalt gerechnet, der Februar 2011 eher normal. Da hat sich bisher also wenig geändert.
Die nächsten Tage wird es alles andere als winterlich - durch die völlig intakte Westwetterlage kommen in raschen Abständen Tiefausläufer nach Mitteleuropa. Die Zeit für ein klassisches Rückseitenwetter gibt es nicht - schon folgt das nächste Tief. Das ist für die Jahreszeit völlig normal, da die voranschreitende Kaltluft bei Grönland den Wettermotor auf dem Atlantik anwirft. Das Langfristmodell hat sich für den November jedenfalls entschieden, dass dieser deutlich zu warm ausfallen wird. Jedoch lässt sich in den Wettermodellen erkennen, dass es einen Trend zum kälteren Witterungsabschnitt um den 20. November herum kommen kann. Ob das dann gleich mit Schnee einhergehen wird, ist derzeitig mehr als fraglich - ich schätze eher den Übergang zur nasskalten Witterung. Die Monate Dezember 2010 und Januar 2011 werden jedenfalls vom Langfristmodell als zu kalt gerechnet. Der Februar 2011 eher normal.
In den letzten Tagen des ersten Novemberdrittels wird es zwar deutlich kühler, aber Winter sieht anders aus. Gesamtbetrachtet wird der November laut dem Langfristmodell als zu warm gerechnet. Auch die aktuellen Modellläufe sehen das so. Grund ist ein Islandtief, welches ab dem 10. November in unser Wettergeschehen eingreift. Dafür wird der Dezember 2010 und Januar 2011 zu kalt gerechnet. Der Februar 2011 und März 2011 als normal. Vieles hängt auch von der Entwicklung im November ab, in wie weit sich ein Islandtief manifestieren kann.
Es bleibt zunächst dabei, der Winter wird nach dem CFS Langfristprognose Modell leicht zu kalt ausfallen - in der Summe wohl auch zu trocken. Es deutet auch vieles darauf hin, dass sich das Wetter ab 7. - 10. November umstellen wird. Erfahrungsgemäß würde ich sagen, dass es zwar Schnee geben kann, wohl aber im Großen und Ganzen nasskalt werden wird. Tendenziell sieht es für einen richtigen Wintereinbruch im letzten Drittel des Novembers gar nicht so schlecht aus. Das Islandtief will sich nicht manifestieren, so dass der sog. NAO Index weiterhin negativ ist. Das sind gute Voraussetzungen für alle Winterfans.