Manchmal fühlt man sich durch das Wetter ungerecht behandelt - "wenn das alles als Schnee niedergegangen wäre - ja dann..." ist es aber nicht, es war Regen. Das Tief war letzten Endes doch stärker als gedacht und die Luftmassengrenze wird bis in Richtung Frankfurt - Dresden hoch geschoben. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das nur ein kurzes mildes Intermezzo sein wird, denn schon in der Nacht auf Donnerstag kehrt der Winter zu uns zurück. In seiner Grundstruktur verschärft er dann weiterhin sein Profil, so dass er wohl bis zum 20. Dezember bei uns verweilen wird. Wie das Wetter dann zu Weihnachten 2010 wird und ob es zu einer weißen Weihnacht 2010 reichen wird? Man wird sehen, die Chancen stehen jedenfalls nicht schlecht. Für alle, die den Winter mögen, gibt es freudige Kunde. Das Langfristmodell sieht den Dezember 2010 nun als deutlich zu kalt an. Der Januar 2011 wurde nun auch als deutlich zu kalt eingestuft. Der Februar 2011 und der März 2011 weiterhin als normal.

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Die Milderung um den 5/6/7. Dezember herum wird wohl nur eine Kurzfristige sein. Die Milderung könnte sogar dafür verantwortlich sein, dass sich der Winter 2010/2011 im weiteren Verlauf sogar noch verstärkt. Laut Modellen bleibt der Winter bis Mitte Dezember erhalten. Kommt am 5/6/7 Dezember der Niederschlag südlich der Mainlinie sogar noch als Schnee in Lagen oberhalb 400-500 Meter herunter, so liegt ein halber Meter Schnee im Süden – richtig Winter also. Zusammen mit der anschließend einfließenden Kälte gibt das eine Kältekompensation – sprich - wir produzieren unsere Kälte selbst. Und bis die Kälte ausgeräumt ist, bedarf es viel Energie auf dem Atlantik, welche derzeitig nicht erkennbar ist. Das Langfristmodell CFS geht davon aus, dass der Dezember 2010 deutlich zu kalt wird. Der Januar 2011 im Süden zu kalt, im Rest der Republik normal, der Februar und März 2011 fallen derzeitig überall normal aus. Winter total also.
Die Grundstimmung im Winter 2010 2011 bleibt weiterhin winterlich, wenn auch zum nächsten Wochenende (5./6. Dezember) es etwas milder werden kann, so dass in Lagen unterhalb 400-500 Meter der Schnee Probleme bekommen könnte. Der Winter hält dann im weiteren Verlauf aber schon wieder Einzug (~12. Dezember). Das Hochdruckgebiet auf dem Atlantik ist weiterhin aktiv und hält uns die Westströmung fern, so dass die Tiefdruckgebiete nur zwei Möglichkeiten haben, zu uns vorzudringen. Die eine Variante ist die nördliche gelagerter Version und die andere eben die Südliche. Bei der nördlichen Variante erneuert sich stets der Trog über Mitteleuropa, so dass der Winter recht gute Chancen hat. Bei der südlichen Variante ist immer etwas mehr milde Luft mit im Spiel, aber auch stärkere Niederschläge. Das was die Modelle zeigen, ist derzeitig der Atlantikblock mit einer nördlichen Variante. Was hauptsächlich den Norddeutschen den Winter bringt. Mehr dazu im aktuellen Wetter Dezember 2010 Thema. Laut Langfristmodell fällt der Dezember 2010 weiterhin deutlich zu kalt aus, der Januar, Februar und März 2011 fallen eher normal aus. Wenn es also nach den Modellen geht, wird der Winter 2010 2011 weiterhin zu kalt ausfallen.
Der Winter hat nun in weiten Teilen oberhalb von etwa 300 Meter Einzug gehalten und wird auch noch ein paar Tage bleiben. Die Grundstimmung beim Wetter bleibt zunächst winterlich, auch wenn ein paar mildere Störungen immer wieder dazwischen funken könnten. Ein „nervenaufreibendes“ Winter-Szenario dürfte um den 30. November eintreten, wenn ein vb Artiges Tiefdrucksystem bei Frankreich in höheren Schichten Warmluft zu uns transportiert. Hier sind zwei Szenarien – vor allem für den Süden – denkbar. Im Schnee „ersaufen“ oder alles fällt als Regen. Je nachdem wie das Tiefdrucksystem sich bewegt. Zurück aber zur Grundstimmung des Winters 2010 / 2011. Die weitere Prognose zeigt, dass der Atlantikblock weiterhin sehr aktiv ist und bis Mitte des Monats Dezember sich nicht Grundlegend ändern möchte. Im Langfristmodell ist der Winter weiterhin als leicht kalt gerechnet. Dezember 2010 deutlich zu kalt, Januar 2011 normal, Februar 2011 zu warm, März 2011 normal.
Der Winter 2010 2011 legt heute richtig los und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Beim letzten Prognose Update zum Winter 2010 2011 bin ich noch davon ausgegangen, dass sich Anfang Dezember eine Westwetterlage einstellen könnte. Nach den neusten Modellrechnungen scheint dies nun fast vom Tisch zu sein. Allerdings könnte sich auch eine Patt Situation einstellen mit leichten Plusgraden tagsüber und nachts leichter bis mäßiger Frost. Der Winter scheint also richtig ernst machen zu wollen. In Lagen oberhalb 400 Meter können bis Donnerstag durchaus 15 cm Schnee fallen, vor allem südlich einer Linie Karlsruhe – Dresden. Darunter dürften aber auch 5-10 cm Schnee fallen. Nur in Städten und am Rhein entlang weniger. Der Dezember 2010 fällt laut dem Langfristmodell weiterhin zu kalt aus, der Januar und Februar, sowie der März 2011 sollen dagegen normal ausfallen.