Weihnachten zwischen den Fronten: Ostwind bringt Kälte und Schnee
Deutschland liegt über Weihnachten zwischen den Fronten. Sonne, Wolken und Nebel wechseln sich im Moment noch bei südlichen Winden über Deutschland ab, was die Temperaturen auf unwinterliche +8 bis +12 Grad und mancherorts auf bis +14 Grad ansteigen lässt. Doch ändert sich die Grundströmung in der Zeit vor Weihnachten und dreht von Süd auf Ost. Spürbar kühlere Luftmassen gelangen nach Deutschland und haben auch etwas Schnee im Gepäck. Ob daraus aber weiße Weihnachten werden, hängt noch immer von der unklaren Positionierung zweier Wettersysteme ab.
Etwas Sonnenschein ist heute - sofern sich der Nebel auflöst - südlich einer Linie zwischen dem Bodensee und Nürnberg möglich. Sonst zeigt sich der Himmel überwiegend stark bewölkt und über Teilen vom Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen können ein paar Regentropfen beim Niedergang beobachtet werden. Sonst bleibt es trocken. Am 4. Advent lockert von Süden die Bewölkung auf und der Nebel zieht hoch, was zu vermehrtem Sonnenschein führen kann, sonst ändert sich gegenüber dem Samstag bei Temperaturen von +8 bis +12 Grad und örtlich von bis +14 Grad wenig. Bei Dauernebel verweilen die Temperaturen meist unter der +5-Grad-Marke.
In der Vorweihnachtszeit dreht der Wind auf Ost
In der Zeit vor Weihnachten kippt das Strömungsmuster über Deutschland von Süd auf Ost. Der Himmel zeigt sich überwiegend stark oder hochnebelartig bewölkt und mancherorts können sich in Gewässernähe noch zähe Nebelfelder behaupten. Zwischendurch sind aber auch immer wieder sonnige Abschnitte möglich, welche vermehrt über den südlichen Landesteilen auftreten können. Die Temperaturen gehen bis zum 23. Dezember auf +2 bis +6 Grad zurück. Lokal ist leichter Niederschlag möglich, welcher oberhalb etwa 300 bis 700 Meter in Schnee übergehen kann. Viel ist jedoch nicht zu erwarten und verbreitet bleibt es trocken.
Das Wetter an Heiligabend, 24. Dezember: Schneefall bis auf tiefere Lagen möglich
Bereits in der Nacht auf den 24. Dezember frischt der Wind aus östlichen Richtungen kommend stark böig auf und führt kühlere und auch feuchtere Luftmassen nach Deutschland. Niederschlag setzt ein, der bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad unterhalb von 400 bis 700 Meter noch als Regen niedergehen kann. Tagsüber ist bei überwiegend starker Bewölkung mit zeitweiligem Niederschlag zu rechnen, welcher bei zurückgehenden Temperaturen oberhalb etwa 200 bis 500 Meter als Schnee erwartet werden kann. Bis zur Bescherung (18:00 Uhr) liegen die Temperaturen zwischen -2 und +2 Grad, was den Niederschlag bis auf tiefere Lagen in Schnee übergehen lassen kann. Zur Bescherung kann es regional winterlich werden.
Das Weihnachtswetter zwischen den Fronten - Winter und Dauerfrost möglich, aber nicht überall
Deutschland befindet sich über die Weihnachtsfeiertage zwischen den Fronten eines Kaltlufttropfens über dem Süden und eines Hochdrucksystems zwischen Island und Skandinavien. Entscheidend, ob es über die Festtage zu weiterem Schneefall kommen kann, ist die exakte Positionierung der beiden Wettersysteme. Die Vorhersage-Modelle schwanken im Moment noch, sodass es hinsichtlich Winter, Schnee und Dauerfrost im Detail noch zu Veränderungen kommen kann.
Zum aktuellen Stand verlagert sich das Hoch weiter in Richtung Skandinavien und dehnt sich mit seinen südlichen Gradienten weiter in Richtung Deutschland aus. Der Einfluss des Kaltlufttropfens macht sich mit starker Bewölkung noch über dem Süden bemerkbar, mit Niederschlag oder Schneefall ist nicht mehr zu rechnen. Weiter nach Norden lockert die Bewölkung auf und bei einem böigen Ostwind kommt häufiger die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen südlich einer Linie zwischen Münster und Dresden +2 bis +6 Grad und in Richtung des Bayerischen Waldes sogar bis +8 Grad. Weiter nach Norden erreichen die Temperaturen -3 bis +1 Grad und bringen verbreitet frostige Weihnachten. In den Nächten sinken die Temperaturen über dem Süden auf +0 bis +4 Grad und über dem Norden auf +0 bis -8 Grad ab.
Anmerkung
Die Großwetterlage stellt sich um und nach den aktuellen Prognosen liegt Deutschland zwischen den Fronten. Geringfügige Veränderungen im Setup können zwischen trockenen und vergleichsweise warmen oder mit Dauerschneefall und Frost für tiefwinterliche Wetterverhältnisse sorgen. Abwarten ist angesagt und mit Veränderungen ist im Hinblick auf Weihnachten noch zu rechnen.

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Wetter Deutschland – aktuell
Top-5 Wetterwerte
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Temperatur (°C) Station 15,1 Müllheim (Baden-Württemberg) 14,8 Emmendingen-Mundingen (Baden-Württemberg) 14,8 Ohlsbach (Baden-Württemberg) 14,5 Freiburg (Baden-Württemberg) 14,2 Rheinstetten (Baden-Württemberg) -
Temperatur (°C) Station -8,2 Zugspitze (Bayern) -4,1 Kiefersfelden-Gach (Bayern) -4,1 Karlshagen (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Feldberg - Mecklenburg (Mecklenburg-Vorpommern) -3,7 Piding (Bayern) -
Niederschlag (mm) Station 8,9 Lautertal - Odenwald-Reichenbach (Hessen) 8,1 Neckargemünd-Kleingemünd (Baden-Württemberg) 7,2 Fichtelberg - Oberfranken-Hüttstadl (Bayern) 6,3 Birkenau (Hessen) 6,2 Markt Bibart (Bayern) -
Windböe (km/h) Station 76,7 Brocken (Sachsen-Anhalt) 64,1 Feldberg - Schwarzwald (Baden-Württemberg) 63,4 Fichtelberg (Sachsen) 54,4 Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz) 53,6 List auf Sylt (Schleswig-Holstein) -
Sonnenschein (h) Station 6,5 Zugspitze (Bayern) 6,2 Hohenpeißenberg (Bayern) 6,2 Stötten (Baden-Württemberg) 6,1 Kempten (Bayern) 6,1 Ulm-Mähringen (Baden-Württemberg)

