Wettervorhersage - Hohe Wetteraktivität - Vier Wetterwechsel bis Weihnachten
Das Wetter stellt sich in den verbleibenden 8 Tagen bis Heiligabend noch drei Mal, unter bestimmten Voraussetzungen sogar vier Mal, um. Da ist einiges geboten, und auch turbulente Wetterereignisse spielen eine Rolle.
Der Countdown läuft – noch 8 Tage bis Heiligabend, noch 10 bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag. So langsam kommen die Prognosen in den erweiterten Kurzfristbereich. Die Großwetterlage ist bis zum zweiten Weihnachtstag bekannt, die Details sind klarer definiert, jedoch noch mit größeren Unsicherheiten behaftet. Doch der Reihe nach.
Wind, Sturm, Regen und Schnee
Los geht es mit dem ersten Wetterwechsel, der sich mit Temperaturen von +10 bis +15 Grad bis Mitte der Woche vollständig vollzogen hat. Bei überwiegend starker Bewölkung kommt es zu gelegentlichem – meist leichtem – Niederschlag, der im Schwerpunkt über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu erwarten ist. Der Wind kommt stark böig aus südwestlichen Richtungen und kann über exponierten Lagen und den Küsten von Nord- und Ostsee auch zu stürmischen Windböen führen. Der zweite Wetterwechsel erfolgt mit kräftigem Regen und einem stark böigen bis stürmischen Wind am Donnerstag und ist mit einem Temperatursturz auf +0 bis +6 Grad bis Freitag abgeschlossen. Der Niederschlag geht bei auflockernder Bewölkung teils bis auf tiefere Lagen in Form von Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauern nieder. Oberhalb von etwa 500 bis 800 Metern kann mit winterlichen Witterungsbedingungen gerechnet werden. Wer es genauer wissen möchte – Wetter Dezember 2024.
Unwetterpotential - Markanter Wetterumschwung vor Weihnachten
Von den oben stehenden Schneeprognosen der Vorhersagemodelle bitte nicht täuschen lassen. Es handelt sich um eine Momentaufnahme, bei der durch eine Rückseitenströmung kurzfristig ab den mittleren Lagen winterliche Wetterbedingungen auftreten können. Das hat jedoch wenig mit einem echten Wintereinbruch zu tun. Man erkennt bereits die nächste Front, die über Deutschland hinwegzieht und kurz vor den Weihnachtstagen für einen dritten Wetterwechsel sorgen wird.
Starkwindereignisse möglich
Die Tiefdruckentwicklung verlagert sich zwischen dem vierten Advent und dem 24. Dezember über Deutschland. Mit Schwerpunkt am 23. Dezember können auch in tieferen Lagen stürmische Windböen auftreten. In exponierten Lagen sind schwere Sturmböen möglich, und über den Küsten sowie in höheren Lagen lassen sich nach aktuellem Stand orkanartige Windböen nicht ausschließen.
Ein Tag vor Heiligabend - Absinkende Schneefallgrenze
Die hohe Tiefdruckdynamik drückt das Hoch auf den Atlantik, sodass das Sturmtief zum 23. Dezember am östlichen Hochdruckgradienten nach Südosten abrutschen kann. Es sorgt über Deutschland, der Schweiz und Österreich für eine Nordwestwetterlage.
Die Temperaturen pendeln sich bei +2 bis +4 Grad ein, über den Küsten bei bis zu +7 Grad, und bewegen sich somit im nasskalten Bereich. Der Niederschlag ist überwiegend in flüssiger Form zu erwarten. Südlich einer Linie vom Schwarzwald bis nach Sachsen sowie in Lagen oberhalb von etwa 400 bis 700 Metern sieht die Situation anders aus: Hier schwanken die Temperaturen um den Gefrierpunkt, und der Niederschlag fällt überwiegend als Schnee. Oberhalb von etwa 500 bis 800 Metern kann mit winterlichen Wetterbedingungen gerechnet werden, einschließlich der Bildung einer dünnen Schneedecke - und das 24 Stunden vor der Bescherung.
Das Weihnachtswetter - der nächste Wetterumschwung
Der vierte und letzte Wetterumschwung erfolgt nach den aktuellen Wetterprognosen der Vorhersagemodelle im Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember (Heiligabend bis zum 2. Weihnachtsfeiertag). Auf den oben stehenden Wetterkarten erkennt man, dass der Trog am 23. Dezember Deutschland nur streifen wird, während sich auf dem Atlantik am südlichen Gradienten des Polarwirbels bei Grönland die nächste Randtiefentwicklung ausbildet.
Weihnachtstauwetter bis auf die höheren Lagen möglich
Dieses kleinräumige Tief verhindert, dass sich das Hoch auf dem Atlantik nach Norden aufwölben kann, und drückt das Hoch stattdessen in Richtung Mitteleuropa. Entscheidend bleibt die exakte Positionierung des Hochdrucksystems, doch im aktuellen Stand spielt das im Hinblick auf weiße Weihnachten eine untergeordnete Rolle.
Warum? Das Hoch verhindert zwar, dass sich die Frontalzone mit einem weiteren Sturmfeld über Deutschland festigt. Doch es füllt sich von oben herab mit warmen Luftmassen auf und lässt die Temperaturen vom 24. Dezember bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag mit +6 bis +12 Grad in einen unwinterlichen Bereich ansteigen. Die möglicherweise vorhandene Schneedecke vom 23. Dezember schmilzt zügig dahin, und bei Temperaturen in 1.400 Meter Höhe von bis zu +2 Grad schwindet der Winter auch langsam in Lagen von 700 bis 1.000 Metern.
Auf den Punkt gebracht: Keine Chance mehr für ein winterliches Weihnachtsfest?
Die Prognosemodelle sind klar strukturiert. Das Hoch wölbt sich auf, lässt das Strömungsmuster meridionalisieren und verlagert seine Position über die Feiertage mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nach Deutschland. Wenn man so will, ist das ein Worst-Case-Szenario für alle Freunde weißer Weihnachten
. In den Prognosen bleibt für Schneefall kein Spielraum mehr.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Auch die Kontrollläufe stützen eine unwinterliche Wetterentwicklung über die Weihnachtsfeiertage. Das hat sich für tiefere Lagen bereits seit Anfang Dezember abgezeichnet und betrifft mittlerweile auch die mittleren Lagen.
Doch abseits dessen, was wahrscheinlich ist, gibt es noch einige Varianten, bei denen sich das Hoch weiter westlich positioniert und somit die Möglichkeit einer Nordwetterlage eröffnet – das wäre dann allerdings die allerletzte Hoffnung für die Freunde einer weißen Weihnacht
.
Tag | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
---|---|---|
Heiligabend; 24. Dezember | -2 bis +12 Grad |
+5 bis +8 Grad |
Erster Weihnachtsfeiertag; 25. Dezember | -4 bis +12 Grad |
+6 bis +8 Grad |
Zweiter Weihnachtsfeiertag; 26. Dezember | -3 bis +11 Grad |
+6 bis +8 Grad |
Nächste Aktualisierung
- 20:15 Uhr: Wird das noch was mit dem Winter zwischen Weihnachten und Silvester?