Wetter Weihnachten 2019 - Schneefall ist möglich

Wetter Weihnachten 2019 aktuelle Wettervorhersage vom 11.12.2019 - Wetterumschwung über Weihnachten?

Etwas Schneefall ist heute bis auf die mittleren Lagen herab möglich, doch die Vorweihnachtszeit wird sich alles andere als winterlich präsentieren. Pünktlich zu Weihnachten vergrößert sich der Spielraum für weitere Wetterentwicklungen.

Immer wieder kommt es in den kommenden Tagen zu Niederschlägen unterschiedlichster Dauer und Intensität - und auch in der Form gibt es Unterschiede. Im Schwerpunkt ab den mittleren Lagen von 400 bis 800 Meter können die Niederschläge bei Tageswerten von +1 bis +6 Grad als Schnee, Schneeregen oder eben auch als Regen niedergehen. Die Ausbildung einer dünnen Schneedecke ist bis zum Freitagabend nicht ausgeschlossen. Weitere Informationen in der aktuellen Schneeprognose.

Nasskalt, nicht winterlich ist jedoch die korrekte Bewertung des Wettercharakters. Bereits zum 3. Advent erreicht das nächste Sturmtief Deutschland und sorgt mit orkanartigen Windböen für ein erhöhtes Unwetterpotential. Der Schwerpunkt der Sturmaktivitäten liegt über den Küstenregionen, sowie den exponierten Lagen und der Höhepunkt wird für Samstag und dem 3. Advent erwartet. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2019.

Hat der Winter zum Weihnachten noch eine Chance?
Hat der Winter zum Weihnachten noch eine Chance?

Stehen warme Zeiten bevor?

Das Sturmtief liegt am Wochenende zwischen Island, England und Skandinavien, während Deutschland, Österreich und die Schweiz am südlichen Gradienten des Tiefdruckgebietes liegen. Gleichzeitig kommt es über dem östlichen Kanada zu einem Kaltluftvorstoß, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiter ansteigen lässt.

Auf die Hochdruckposition kommt es an

Und so konzentriert die Tiefdruckaktivität ihren Schwerpunkt zunehmend auf dem Atlantik - zwischen Neufundland und Island. Ab dem 17. Dezember wölbt sich auf der Vorderseite des Frontensystems ein Hochdruckgebiet nach Norden auf und legt sich 19. Dezember über Mittel- und Osteuropa.

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen im Verbund der beiden Wettersysteme in eine warme Südanströmung der Luftmassen, was die Tageswerte bis zum 20. Dezember in 1.500 Meter Höhe auf +8 bis +10 Grad ansteigen lassen kann. Über tiefere Lagen kommt es auch die Ausbildung der Hochdruckachse an. Zum aktuellen Stand berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell eine östlich ausgerichtete Bodenströmung, was zu Nebel- und Hochnebel und mit +0 bis +6 Grad zu kühleren Temperaturen führen kann (Inversionswetterlage) .

Im anderen Fall können mit viel Sonnenschein die Werte auf +8 bis +14 Grad ansteigen.

Ob kühl oder außergewöhnlich warm - auf die Hochdruckposition kommt es an
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Ob kühl oder außergewöhnlich warm - auf die Hochdruckposition kommt es an
© www.meteociel.fr

Die Vorweihnachtszeit zu mild

Doch egal wie sich das Hochdruckgebiet wird ausbreiten können. Die Niederschlagsaktivität lässt nach und selbst wenn es noch kalt werden könnte, so fehlt der Niederschlag. Viel wahrscheinlicher ist ein bis zum 4. Advent zu milder und sonniger Wettercharakter (sofern sich der Nebel- und Hochnebel auflösen kann).

Weiße Weihnachten 2019?

So unwahrscheinlich ein Wintereinbruch vor Weihnachten, so unklar bleibt die Wetterentwicklung von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtsfeiertag. Der Grund ist der Polarwirbel, der kurz vor dem Weihnachtsfest zu einer höheren Wellenbewegung neigt. Geht es nach der Wetterprognose der Amerikaner, so strebt das mitteleuropäische Hoch über Weihnachten nach Norden in Richtung Skandinavien auf und führt an seiner Südostflanke kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland.

Macht sich der Winter auf den Weg?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Wettermodell: Macht sich der Winter auf den Weg?
© www.meteociel.fr

Die Details sind weniger Entscheidend

Auf die Details und auch den Zeitraum kommt es im Moment weniger darauf an. Wichtiger ist in diesem Fall für alle, die sich Kälte und Schnee zum Weihnachtsfest wünschen, dass der Spielraum an Wetterentwicklungen zunimmt und das milde Hoch über Mitteleuropa zu eine vorübergehenden Erscheinung machen kann.

Der zweite Prozess von entscheidender Bedeutung ist, dass der Polarwirbel an Stabilität verliert und dadurch ein viel größeres Entwicklungsspektrum - sowohl in die zu warme, als auch zu kalte Richtung - ermöglicht. Anders Formuliert ist ein milder Wettertrend zu Weihnachten wahrscheinlich - wie so oft - aber gesichert ist das nicht.

In der letzten Dezember-Dekade kann der Polarwirbel an Stabilität verlieren
Berechnung Großwetterlage nach kontrolllauf: In der letzten Dezember-Dekade kann der Polarwirbel an Stabilität verlieren
© www.meteociel.fr

Weihnachtsprognose der Kontrollläufe: Über die Weihnachtstage wird es kühler

Die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells ist im Zeitraum vom 20. bis 25. Dezember im Vergleich zu den Kontrollläufen deutlich zu warm. Die Kontrollläufen haben einen gegenteiligen Wettertrend, der sich vom 24. bis 26. Dezember den Jahreszeit-typischen Werten annähert. Der ist zwar noch immer zu mild für weiße Weihnachten, doch mehren sich die kälteren Varianten. Anders formuliert stützen die Kontrollläufe einen Wetter- / Temperaturumschwung kurz vor, bzw. über Weihnachten.

Temperatur-Spektrum der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
17. Dezember +3 bis
+11 Grad
+7 bis
+9 Grad
21. Dezember +4 bis
+10 Grad
+6 bis
+8 Grad
Zweiter Weihnachts­feiertag -2 bis
+8 Grad
+3 bis
+4 Grad
Diagramm Temperaturen Dezember 2019 vom 11.12.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Die Erkenntnis

Einen Hauch von Winter gibt es in den kommenden Tagen über manchen Regionen zu bestaunen, doch so bleibt das Wetter nicht. Zum Wochenende fegt ein Sturmtief über Deutschland hinweg, bevor sich in der Vorweihnachtszeit ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa ausdehnen kann. In der Höhe hat das warme Temperaturwerte zur Folge. Ob die auch in tieferen Lagen gültig sind, hängt noch von der Ausgestaltung und der Position des Hochdrucksystems ab. Kurz vor Weihnachten vergrößert sich die Spielraum für andere Wetterentwicklung. Die Chancen eine weiße Weihnachten 2019 liegen aber weiterhin im Minimalbereich.

Was sich im Tagesverlauf verändert hat und welche Chancen der Winter in 2019 noch hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage zum Wetter Winter 2019/2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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