Wetter Weihnachten 2018 - Endlich wieder weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2018: aktuelle Wetterprognose vom 17.12.2018 - Stürmisches Weihnachtsfest - der Trog kommt zu spät?

In der Vorweihnachtszeit wird es richtig mild und stürmisch. Sind damit weiße Weihnachten erledigt, oder sorgt ein Wetterumschwung nochmals für kühlere Temperaturen?

Der Verlauf der Wetterwoche dümpelt zunächst vor sich hin. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten und weder die Tiefdrucksysteme noch ein Hochdruckgebiet können sich richtig durchsetzen. Bei einem leicht unbeständigen Wettercharakter ist mit ansteigenden Temperaturen zu rechnen. Im Zeitraum vom 21. Dezember bis zum vierten Advent lebt die Wetteraktivität wieder auf. Stürmische Windböen bei teils kräftigen Niederschlägen sind zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

Zu mild für weiße Weihnachten?

Der Countdown läuft. In sieben Tagen ist Heiligabend und die Entwicklung der Großwetterlage ist eindeutig. Ein Frontensystem dehnt sich kurz vor Weihnachten bis über Deutschland aus und sorgt mit einer milden Vorderseitenanströmung für Temperaturen von bis zu +13 Grad. Das Weihnachtstauwetter schlägt auch in diesem Jahr zu und bis in Lagen von rund 1.800 Meter ist mit Regen zu rechnen. Ob es aber an den Weihnachtstagen wieder kälter werden kann, hängt von zwei Faktoren ab.

Wie wird das Wetter Weihnachten 2018 und wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?
Wie wird das Wetter Weihnachten 2018 und wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

Stürmisches Weihnachtswetter

Die zwei Faktoren auf die es ankommen wird, ist ein Tiefdrucksystem über dem südlichen Skandinavien und ein Hochdruckgebiet auf dem Atlantik. Zunächst die Ausgangslage: Am 23. Dezember liegt das Tiefdrucksystem noch über Skandinavien und pumpt sehr warme Luftmassen nach Deutschland. Am 24. Dezember liegt das Tief über der Ostsee und leitet mit einer sehr kräftigen Nordwestströmung den Zustrom kühler Luftmassen aus nordwestlichen Richtungen ein.

Das Hoch auf dem Atlantik erstreckt sich von der Mittelmeerregion bis nach England und würde sich gerne noch bis Island ausdehnen. Das verhindert aber die atlantische Tiefdruckrinne. Entscheidend für das Wetter Weihnachten ist nun, wie schnell dieser Prozess vonstattengeht.

Kurz vor Weihnachten wird es nochmals stürmisches Wetter geben
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Kurz vor Weihnachten wird es nochmals stürmisches Wetter geben © www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

Weihnachten erstreckt sich im Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember. Zieht das Tief nun rasch nach Osten ab, so ergibt sich für das Hoch mehr Spielraum, sich nach Norden auszudehnen und das Strömungsmuster ein Stück weiter zu meridionalisieren.

Nach den aktuellen Wetterprognosen des amerikanischen Vorhersage-Modells gelingt das zum 24. Dezember noch nicht. Erst zum ersten Weihnachtsfeiertag gelingt der Zustrom kälterer Luftmassen. So sinken die Temperaturen von Heiligabend mit +10 bis +15 Grad bis zum 26. Dezember auf +1 bis +7 Grad ab. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 700 Meter ab.

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Für den Heiligabend stehen die Chancen auf weiße Weihnachtenweiterhin schlecht. Selbst in den höheren mittleren Lagen wird von der aktuell vorhandenen Schneedecke kaum mehr etwas übrig bleiben. Das Weihnachtstauwetter setzt sich effizient durch. Darüber hinaus zeigt sich bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer, doch mit winterlichen Wetterverhältnissen hat das wenig etwas gemeinsam.

Für weiße Weihnachten kommt der Trog etwas zu spät
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Für weiße Weihnachten kommt der Trog zu spät © www.meteociel.fr

Weihnachtsprognose europäisches Vorhersage-Modell: Eine sehr knappe Angelegenheit

Die Wettervorhersage des europäischen Modells ist in der Vorweihnachtszeit sehr ähnlich der des amerikanischen Prognose-Modells. Eine entscheidende Veränderung ergibt sich aber über Weihnachten.

Ein großer Unsicherheitsfaktor ist nach dieser Berechnung ein Hochdrucksystem über dem westlichen Russland, welches seht kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Süden führt. Gleichzeitig rauscht an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag ein Tiefdrucksystem über Deutschland hinweg und advehiert in diesem Prozess die Kaltluft. Zudem begünstigt diese Entwicklung für das Hoch eine Blockadehaltung zwischen Island und England.

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Zum zweiten Weihnachtsfeiertag sinken die Werte auf +0 bis +5 Grad ab und die Schneefallgrenze bewegt sich um die mittleren Lagen herum.

Das Potential für weiße Weihnachten ist da, nur das Timing passt nicht
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Das Potential für weiße Weihnachten ist da, nur das Timing passt nicht © www.meteociel.fr

Stürmische und turbulente Weihnachtszeit

Fasst man die Wettervorhersagen der beiden Wettermodelle zusammen, so zeigt sich über die Weihnachtszeit eine erhöhe Niederschlagserwartung. Auch Starkwindereignisse können mit Frontendurchgang in Erscheinung treten. Zudem berücksichtigen beide Prognose-Modelle einen Temperaturrückgang über die Weihnachtsfeiertage, doch die Chancen für weiße Weihnachten sind zum aktuellen Stand als sehr schlecht zu bewerten.

Das Weihnachtswetter nach den Kontrollläufen

Reiner Modelloutput
Tag Tem­peratur Schnee­fall­grenze
23. Dezember +5 bis +9 Grad 1.500 bis 2.000 Meter
24. Dezember - Heilig­abend +5 bis +10 Grad 1.600 bis 2.100 Meter
25. Dezember - Erster Weihnachts­­feiertag +4 bis +7 Grad 1.300 bis 1.600 Meter
26. Dezember - Zweiter Weihnachts­­feiertag +4 bis +7 Grad 1.200 bis 1.500 Meter

Zusammenfassung: Was sich über das Wetter Weihnachten 2018 sagen lässt

  • Die Wettermodelle berechnen sehr geringe Chancen auf weiße Weihachten
  • Eine Trogentwicklung ist möglich, doch kommt voraussichtlich zu spät
  • Kontrollläufe sehen hohe Wahrscheinlichkeit für nasskaltes bis mildes Wetter an Weihnachten 2018
  • Starkwindereignisse bleiben möglich
  • Niederschlagsneigung ist über die Weihnachtszeit erhöht
  • Unsicherheiten bleiben erhalten, Veränderungen sind möglich

Fazit: Erneut zu warme Weihnachten

Gibt es noch Möglichkeiten für weiße Weihnachten? Der Trigger hierfür müsste in den kommenden Stunden kommen. Möglichkeiten gibt es in der Konstellation des Blockadehochs und dem Kaltluftvorstoß über dem westlichen Russland, was grundsätzlich nochmals für eine dynamische Wetterentwicklung sorgen könnte. Doch zum aktuellen Stand sind diese Signale zu schwach. Ob sich dennoch etwas verändert und wie der Winter sich weiterentwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2018/19 . Heute Abend erfolgt gegen 20:00 Uhr ein kurzes Update und ein Ausblick auf das Wetter Silvester 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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