Wetter Weihnachten 2018 - Endlich wieder weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2018: aktuelle Wetterprognose vom 12.12.2018 - Wetterumschwung an Heiligabend?

Weiße Weihnachten 2018 ja oder nein? So einfach wie in den letzten Jahren lässt es sich in 2018 nicht beantworten, denn kurz vor Weihnachten könnte die Großwetterlage kippen.

Nasskalte bis frostige Temperaturen sind in den kommenden Tagen über Deutschland zu erwarten. Die Niederschlagsneigung lässt nach und bis zum 3. Advent ist mit einem ruhigen und teils sonnigen Wettercharakter zu rechnen. Vor allem in den Nächten wird es kalt und bei Aufklaren und über Schnee gehen die Temperaturen auf unter -5 Grad zurück.

Am 3. Adventssonntag aber stellt sich die Großwetterlage kurz vor Weihnachten um. Die atlantischen Tiefdrucksysteme nehmen wieder mehr Einfluss auf das Wetter über Deutschland und können am Sonntag für erhebliche Straßenbehinderungen durch Glätte sorgen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

Weiße Weihnachten bleiben 2018 möglich
Weiße Weihnachten bleiben 2018 möglich © M. Bloch

Turbulente Wetterphasen in der Vorweihnachtszeit

Dem ersten Tiefdrucksystem gelingt der Durchbruch nach Mitteleuropa noch nicht, doch auf dem Atlantik stehen schon weitere Tiefdruckgebiete bereit, dehnen sich zum 21. Dezember bis nach Deutschland aus und positionieren sich zum 23. Dezember zwischen England, Skandinavien und Deutschland.

Windiges und nasses Wetter vor Weihnachten

Die Tiefdrucksysteme sorgen im Zeitraum vom 20. bis 23. Dezember für reichlich Niederschlag. Vorderseitig werden sehr milde Luftmassen herangeführt, was die Tageswerte zum Teil über die +10 Grad Marke ansteigen lassen kann. Ab dem 23. Dezember aber gehen die Werte mit +3 bis +6 Grad in den nasskalten Bereich zurück und die Schneefallgrenze nähert sich den höheren mittleren Lagen. Klassisches Weihnachtstauwetter, wenn es denn was zum tauen gäbe.

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen: Wind und Regen, statt Schnee und Kälte
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen - Wind und Regen, statt Schnee und Kälte © www.meteociel.fr

Wetterprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Das Weihnachtswetter wird spannend

Pünktlich zu Heiligabend verlagert sich der Tiefdruckwirbel weiter nach Osten und trogt in diesem Prozess weiter nach Süden aus. Über die Weihnachtszeit bleibt diese Struktur weitgehend erhalten.

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Zwischen nasskaltem und winterlichem Weihnachtswetter

Mit einer nördlichen Grundströmung gelangen im Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember kühlere Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Tageswerte bis zum 2. Weihnachtsfeiertag auf -1 bis +4 Grad absinken lassen kann. Die teils kräftigen Niederschläge könnten oberhalb etwa 500 Meter in Schnee übergehen. Darunter wird es nach dieser Wetterprognose keine weiße Weihnachten 2018 geben können.

Schnee zum Weihnachtsfest wäre ab den mittleren Lagen möglich
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Schnee zum Weihnachtsfest wäre ab den mittleren Lagen möglich © www.meteociel.fr

Die Chancen auf weiße Weihnachten 2018

Die Wetterprognose für das Wetter an Weihnachten 2018 wird sich in den kommenden Tagen noch mehrfach verändern können. Zu fragil und instabil ist die Wetterlage kurz vor dem Fest. Kann auch gut sein, dass es in 2018 soweit kommen wird, dass noch zwei bis drei Tage vorher keine Klarheit darüber herrschen wird, wie das Weihnachtswetter letztlich ausfallen wird. Das wäre nicht das erste Mal.

Kontrollläufe: Amerikanisches Vorhersage-Modell ist ein Außenseiter

Erneut bestätigt es sich, dass die Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells gegenüber den Kontrollläufen ein zu kühler Ausreißer ist. Diese Außenseiterrolle besteht mehr oder minder seit ein paar Tagen. Entweder der Hauptlauf ist ein Trendsetter, oder fällt in den kommenden Stunden um.

Der Weihnachtswettertrend ist nasskalt /p>

Das Temperaturspektrum erstreckt sich in der Zeit vor Weihnachten zwischen -6 bis +9 Grad (Mittelwert:+2 Grad über dem Osten, sonst +4 bis +5 Grad) und zweiten Weihnachtsfeiertag zwischen -6 bis +11 Grad (Mittelwert: +2 Grad über dem Osten und Süden und +4 bis +5 Grad über dem Norden. Besonders mild ist das nicht, aber für weiße Weihnachten definitiv zu mild.

Sehr viel Niederschlag: Schneeprognose der Alpen

Vor und auch über Weihnachtsfeiertage wird von den Kontrollläufen viel Niederschlag berechnet. Die Temperaturen in rund 1.400 Meter Höhe betragen zwischen -2 bis 0 Grad, was die Schneefallgrenze zwischen 900 und 1.200 Meter schwanken lässt. Weiße Weihnachten wären in höheren Lagen sehr wahrscheinlich.

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Stürmische Weihnachtszeit?

Der Wind bläst nach den Kontrollläufen ordentlich, das gehört zu solch einer Wetterlage dazu. Am 16. und 20. Dezember sind auch stürmische Windböen nicht auszuschließen, doch Starkwindereignisse sind zum aktuellen Stand wenig wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 12.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Weihnachten 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Zusammenfassung: Was sich über das Wetter Weihnachten 2018 sagen lässt

  • Die erste Dezember-Dekade war gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +5,7 Grad zu warm
  • Bis 15. Dezember steht eine kältere Wetterlage bevor
  • Nachtfrost, sowie Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis in tiefere Lagen möglich
  • Die Schneedecke kann in den höheren Lagen weiter anwachsen
  • Ab dem 16. Dezember setzt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Zonalisierung durch
  • An Weihnachten könnte das Strömungsmuster kippen
  • Zum aktuellen Stand besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein nasskaltes Weihnachtswetter
  • Windig ja, Starkwindereignisse eher nein
  • Klimatologisch wird das Wetter zunehmend wärmer, was Schnee zum Fest wenig wahrscheinlich macht
  • Im rechnerischen Schnitt gibt es alle 8,5 Jahre flächendeckend weiße Weihnachten - 2018/19 wäre es an der Zeit
  • Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von rund 12 Prozent
  • Der Dezember ist in den letzten 20 Jahren im Schnitt um +1,1 Grad wärmer geworden
  • Die Schneefallgrenze hat sich dadurch um 100 bis 150 Meter nach oben verschoben
  • Schnee bis ins Flachland ist nur mit außergewöhnlichen Großwetterlagen zu machen
  • Wettersingularität spricht zusätzlich noch gegen Schnee zum Weihnachtsfest

Fazit: Weihnachtswetter ist ungewiss

Die Randfaktoren zeigen aktuell Entwicklungen, welche die Zeit bis Heiligabend noch sehr spannend machen können. Binnen weniger Tage wäre aus diesen Entwicklungen heraus ein Wetterumschwung möglich - sowohl in die winterliche, wie auch milde Richtung. Welche Chancen der Winter generell hat, klären wir heute Nachmittag gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2018/19. Heute Abend erfolgt an dieser Stelle gegen 20:00 Uhr nochmals eine Aktualisierung der Wettervorhersage Weihnachten 2018.

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Update der Wetterprognose von 19:45 Uhr
In der Wetterprognose von heute Abend berechnete das amerikanische Vorhersage-Modell eine erneut milde bis nasskalte Wetterlage vor den Weihnachtsfeiertagen. Der Unterschied zu den vorherigen Simulationen ist heute Abend jedoch gravierender.

Islandhoch mit weißen Weihnachten?
Bis zum 21. Dezember verlagert sich ein Tiefdrucksystem über Mitteleuropa. Gleichzeitig entsteht im Bereich von Island und den Azoren ein Hochdruckkeil, welcher die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik blockiert. Somit trogt das Tief über Mitteleuropa aus und passend zu Weihnachten wird es kälter. Bei Temperaturen von -3 bis +4 Grad wäre an Heiligabend Schneefall bis in tiefere Lagen ebenso möglich, wie die Ausbreitung einer Schneedecke südlich einer Linie vom Saarland und Mecklenburg-Vorpommern. Weiter nach Nordwesten verhindert die warme Nordsee die Ausbreitung einer Schneedecke.

Bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag verlagert sich eine Tiefdruckstörung von Nordwest nach Südost über Deutschland hinweg und sorgt für reichlich Niederschlag und kurzzeitig ansteigende Temperaturen. Die Schneefallgrenze steigt auf 500 bis 800 Meter an. Reichlich Neuschnee wäre nach dieser Wetterprognose in den Skiregionen der Aloen zu erwarten. Das ist aber nur eine Momentaufnahme, welche sich in den kommenden Tagen noch mehrfach verändern wird. Sie bestätigt aber einen Wettertrend.

Ein Trog über Mitteleuropa könnte für weiße Weihnachten sorgen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Ein Trog über Mitteleuropa könnte für weiße Weihnachten sorgen © www.meteociel.fr


Simulationen der Wettermodelle aktuell weniger interessant
Warum? Zu groß sind die Schwankungen, zu groß die Unsicherheiten. Was zählt ist, dass der Westdrift kurz vor Weihnachten nicht (nachhaltig) in die Gänge kommt. Daraus folgt, dass zu den Weihnachtsfeiertagen das Strömungsmuster mit einer hohen Wahrscheinlichkeit meridionalisiert (Süd-Nord, Nord-Süd). Und es lässt sich derzeit nur spekulieren, ob Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der warmen oder kalten Seite des Troges liegen werden. Die Berechnungen der Wettermodelle werden in den kommenden Tagen hin und her springen können.

Fazit
Auch heute kein klarer Wettertrend für das Weihnachtswetter. Zu groß sind die Sprünge, doch deutet vieles auf eine nasskalte Großwetterlage mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen (400 bis 800 Meter) hin. Weiße Weihnachten 2018 sind noch nicht vom Tisch. Vor allem hinsichtlich des sehr kräftigen Minor-Warming, welches zwischenzeitlich ersthafte Ansätze zu einem Major-Warming zeigt. Das wäre in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich und könnte für einen ebenso außergewöhnlichen Winter sorgen. Abwarten ist angesagt.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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