Wetter Weihnachten 2018 - Endlich wieder weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2018: aktuelle Wetterprognose vom 03.12.2018 - Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten 2018?

Weiße Weihnachten 2018? Unwetterartige Wetterereignisse sind in den kommenden Dezember-Tagen zu erwarten. Doch was für eine Wetterlage stellt sich danach ein - Eine winterliche oder milde?

Alle Jahre wieder. Anfang Dezember wird das Wetter oftmals stürmisch und mild bis nasskalt, bevor es zur zweiten Dezember-Dekade einen ersten Wetterumschwung in Richtung Winter geben kann. Schaut man sich die Wetterprognosen an, so bestätigt sich dieser statistische Wettertrend zum aktuellen Stand. Das erste Drittel windig, nass und mild (Wetter Dezember 2018), bevor der Winter einen ersten Versuch unternimmt, sich in der Vorweihnachtszeit zu behaupten (Wetter Winter 2018/19). Doch noch ist nicht geklärt, ob sich um eine winterliche Temperaturphase, oder um einen ersten Wintereinbruch handelt. Details bleiben abzuwarten.

Schnee über die Weihnachtsfeiertagen haben ihren Reiz
Schnee über die Weihnachtsfeiertagen haben ihren Reiz

Winterliche Vorweihnachtszeit?

Beide Vorhersage-Modelle berechneten heute ein Hochdrucksystem, welches sich ab dem 8. Dezember nach Norden in Richtung Island ausdehnt und die atlantische Frontalzone blockiert. Nachfolgend meridionalisiert sich das Strömungsmuster und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen auf die zunächst kühle Rückseitenströmung, was die Tageswerte mit -1 bis +4 Grad in den nasskalten Bereich absinken lässt. Ab dem 12. Dezember könnte es über dem Süden und Osten auch verbreitet zu Dauerfrost kommen. Man kommt dem Winter näher als dem Frühling.

86 Prozent unserer Leser wünschen sich weiße Weihnachten 2018

Das Umfrageergebnis ist eindeutig. Die meisten unserer Leser wünschen sich Schnee über die Weihnachtsfeiertage. Nur 11 Prozent können damit so gar nichts anfangen und 3 Prozent haben keine Meinung dazu!


Umfrage: die meisten wünschen sich weiße Weihnachten
Umfrage: die meisten wünschen sich weiße Weihnachten


In nur 12 Prozent gibt es weiße Weihnachten

Auch wenn sich viele Schneefall an Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen wünschen. So oft kommt das flächendeckend bis in tiefere Lagen nicht vor. Im Schnitt nur alle 8,5 Jahre, was in etwa einer Wahrscheinlichkeit von 12 Prozent entspricht. Im Zuge des Klimawandels wird aber die Ausbreitung einer Schneedecke in tieferen Lagen zunehmend schwieriger und es müssen einige Faktoren zusammenkommen, damit das Wetter an Weihnachten auch weiß werden kann.

Ein entscheidender Faktor sind die Höhentemperaturen. Liegen diese in ca. 1.500 Meter Höhe nicht unter der -7 Grad Marke, wird es für die Ausbreitung einer Schneedecke bis in tiefere Lagen schwierig. Liegen sie oberhalb der -5 Grad Marke, so geht der Schneefall langsam in Regen über. Damit Werte um oder unter der -7 Grad Marke in 1.500 Meter möglich sind ist eine Nord, Nordost, oder Ostwetterlage notwendig. Alle anderen Varianten sind für weiße Weihnachten bis ins Flachland weniger zuträglich.

Ausgleichsverhalten und die Erhaltungsneigung

Diese zwei Verhaltensmuster bleiben maßgebliche Faktoren, in welche Richtung das Weihnachtswetter sich entwickeln kann. Unter einer Erhaltungsneigung würde man im Jahr 2018 ein Hochdrucksystem im Bereich zwischen Island, Skandinavien oder dem Atlantik verstehen. Eine Großwetterlage also, welche das normale Zirkulationsmuster stört.

Das Ausgleichsverhalten würde sich in Form einer Zonalisierung zeigen. Nasses, windiges und mildes Westwetter. Schnee zum Weihnachtsfest hätte mit einem Ausgleichverhalten wenig Aussichten auf Erfolg.

Zonalisierung ist im vollen Gange

Wind, Regen, Sturm, Gewitter. Als Vollwetter bezeichnet man die aktuelle Wetterlage gerne. Die atlantische Frontalzone hat über Skandinavien Stellung bezogen und bleibt dort bis zum 8. Dezember erhalten. Schaut man sich die Niederschlagsprognosen an, so können bis zum 10. Dezember über weite Teile südlich der Linie von Köln und Dresden bereits die Monatssummen des langjährigen Sollwertes erreicht werden.

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Weiße Weihnachten?

Wenn sich nun nach dem 8. Dezember nicht wieder die Erhaltungsneigung mit einen gestörten Zirkulationsmuster durchsetzt, so ist Schnee zu Fest weniger wahrscheinlich. Zum aktuellen Stand berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell in der Zeit vor Weihnachten durchaus Varianten, welche einem gestörten Zirkulationsmuster entsprechen. Meist ist das in Form eines Hochdruckkeils auf dem Atlantik zu sehen.

Ein gestörtes Zirkulationsmuster über Mitteleuropa mit winterlichen Ambitionen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell von heute Nachmittag: Ein gestörtes Zirkulationsmuster über Mitteleuropa mit winterlichen Ambitionen © www.meteociel.fr

55 Prozent

Ein gestörtes oder normales Zirkulationsmuster hängt auch stark davon ab, wie sich der Polarwirbel entwickelt. Ist er gut ausgebildet und intakt, so ist über Mitteleuropa eine milde Südwest- bis nasskalte Westwetterlage viel wahrscheinlicher als winterliche Varianten.

Intakter Polarwirbel mit einer sehr ausgeprägten Zonalisierung (Westdrift)
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf von heute Nachmittag: Intakter Polarwirbel mit einer sehr ausgeprägten Zonalisierung (Westdrift) © www.meteociel.fr

Ist der Polarwirbel aber durch Hochdruckeinschübe gestört, so sind entlang der Polarfront Wellenbewegungen zu erwarten, welche das Wetter an Weihnachten 2018 mit meridionalen Strömungsmustern (Nord-Süd, Süd-Nord) beeinflussen können. Zum aktuellen Stand berechnen die Kontrollläufe in 55 Prozent der Fälle einen sich stabilisierenden Polarwirbel. In den verbleibenden 45 Prozent zeigt sich eine Instabilität.

Ausgeprägte Störung des Polarwirbels mit starken Wellenbewegungen entlang der Polarfront
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf von heute Nachmittag: Ausgeprägte Störung des Polarwirbels mit starken Wellenbewegungen entlang der Polarfront © www.meteociel.fr

Das Wetter in der Vorweihnachtszeit

Die Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich einen signifikanten Temperaturrückgang im Zeitraum vom 8. bis 15. Dezember. Dauerfrost wird in diesem Zeitraum für Lagen oberhalb etwa 300 Meter zunehmend wahrscheinlicher. Die Ausbreitung einer Schneedecke ist oberhalb 200 bis 500 Meter zu erwarten, bzw. sehr wahrscheinlich geworden. Zudem werden in den höheren Lagen und der Alpen ordentliche Neuschneemengen berechnet, was für weiße Weihnachten oberhalb etwa 1.000 Meter schon einmal gute Voraussetzungen sind. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Ab dem 15. Dezember aber normalisieren sich die Kontrollläufe wieder, was in tieferen Lagen bspw. am 18. Dezember Tageswerte von -8 bis +7 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad über dem Süden und Westen und -1 bis +1 Grad über dem Norden und Osten zur Folge haben kann. Das ist nicht sonderlich mild, tiefwinterlich aber auch nicht. Immerhin bleiben somit die Chancen auf weiße Weihnachten - zum aktuellen Stand - erhalten.

Was sich über das Wetter Weihnachten 2018 sagen lässt

  • Überwiegende Westwetterlage in der ersten Dezember-Dekade 2018
  • Ab dem 8. Dezember könnte die Großwetterlage in Richtung Winter kippen
  • Entscheidend für das Wetter an Weihnachten wird sein, ob sich das Ausgleichsverhalten oder die Erhaltungsneigung durchsetzen wird
  • Klimatologisch wird das Wetter zunehmend wärmer, was Schnee an Weihnachten wenig wahrscheinlich macht
  • Im rechnerischen Schnitt gibt es alle 8,5 Jahre flächendeckend weiße Weihnachten - 2018/19 wäre es an der Zeit
  • Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von rund 12 Prozent
  • Das Wetter hält sich nicht an Statistiken
  • Der Dezember ist in den letzten 20 Jahren im Schnitt um +1,3 Grad wärmer geworden
  • Die Schneefallgrenze hat sich dadurch um 100 bis 150 Meter nach oben verschoben
  • Schnee bis ins Flachland ist nur mit außergewöhnlichen Großwetterlagen zu machen
  • Wettersingularität spricht zusätzlich noch gegen weiße Weihnachten

Langfristmodell: Wettertrend für den Dezember 2018 deutlich zu warm

Das Langfristmodell spricht mit seiner Wettervorhersage für ein klares Ausgleichsverhalten. Der Dezember soll mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm und im Niederschlagstrend zu nass ausfallen. Das Wetter Weihnachten 2018 wäre mit einer höheren Wahrscheinlichkeit weniger winterlich. Man wird abwarten müssen, was nach dem 8. Dezember passiert - die kommenden Tage werden aus meteorologischer Sicht jedenfalls äußerst spannend.

Wie ist das Wetter an Weihnachten normalerweise?

Geht es nach dem langjährigen Schnitt, so wären an Heiligabend und über die Weihnachtsfeiertage Tageswerte von +4 bis +8 Grad bei einem leicht unbeständigen Wettercharakter zu erwarten.

In den kommenden Tagen aktualisieren wir unseren Wettertrend in zunehmend regelmäßiger. Ab dem 7. Dezember erfolgen dann tägliche Updates zum Wetter Weihnachten 2018. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem Update der Wetterprognose Winter 2018/19.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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