Das Wetter an Weihnachten kann völlig unterschiedlich ausfallen. Vom tiefsten Winter mit einer Schneedecke von bis zu 30 cm in tieferen Lagen und Frost bis -10 Grad (wie 2010), oder aber mit Föhneinfluss werden frühsommerliche Werte wie bspw. 2012 mit +20,7 Grad über München und 2013 mit +18,3 Grad in Waldbronn erreicht. Aber auch schon einen Orkan gab über die Feiertage, wie bspw. Lothar am 2. Weihnachtsfeiertag 1999. Das Weihnachtswetter hat also allerhand zu bieten und nicht selten ist die Vorweihnachtszeit ganz besonders spannend. Nun ist es aber schon eine Weile her, als es in Deutschland weiße Weihnachten gab. Wie stehen die Chancen in 2018 - Grün oder Weiß?

Schnee an Weihnachten: Letztmalig vor acht Jahren

Gemäß Statistik gibt es über Berlin und München etwa alle 3 Jahre Schnee an Heiligabend, sonst ist es in tieferen Lagen alle 7 bis 9 Jahre und über mittleren Lagen wird es alle 5 bis 7 Jahre zum Fest weiß. Rein von der Statistik her sollte es in 2018 also wieder klappen? Man wird abwarten müssen, wie sich der Herbst entwickelt und welche Großwetterlagen dominierend sind, dann lässt sich Anfang Dezember schon eine frühe Wetterprognose erstellen.

Wettertrend

Und ein Wettertrend? Nun, da gibt es die Langfristmodelle, welche in ihren Wetterprognosen keineswegs einheitlich sind.

  • Geht es nach der Vorhersage des CFSv2 Modells, so soll das Wetter im Dezember um +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm ausfallen. Das mindert die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen.
  • Das europäische Prognosemodell simuliert in seiner Wetterprognose den Dezember 2018 weitgehend normal, was die Wahrscheinlichkeit auf Schnee zum Fest erhöht
  • Das Langfristmodell der NASA simuliert das Wetter im Dezember 2018 mit einer Abweichung von -2 bis 0 Grad auch zu kalt.

Drei Langfristmodelle und das Spektrum erstreckt sich von zu warm über normal bis hin zu kalt. Das zeigt, dass hinsichtlich dem Thema weiße Weihnachten 2018 noch alles offen ist.

Weiße Weihnachten 2018?
Schnee am 1. Weihnachtsfeiertag 2010 - das liegt nun schon 8 Jahre zurück

Das Weihnachtstauwetter lässt den Schnee dahinschmelzen

Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent hält zweiten Dezemberdrittel oftmals der Winter mit dem ersten richtigen Schnee Einzug und mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 75 Prozent setzt kurz vor, bzw. über die Weihnachtsfeiertage Tauwetter ein. Selbst Schneehöhen von bis zu 30 cm über mittleren Lagen sind binnen weniger Stunden dahingeschmolzen, denn das Weihnachtstauwetter kommt zumeist mit Regen und viel Wind, was in etwa den gleichen Effekt hat, wie wenn man einen Fön an den Schnee hält. Schon so mancher bedauerte, dass der tollste Pulverschnee sich binnen kürzester Zeit in grauen Schneematsch verwandelt hat. Eine wahre Bescherung.

Wetterextreme an Weihnachten (Betrachtung fällt auf den 24.12.)

Wetterextreme an Weihnachten
Weihnachten Tem­peratur
2012 München +20,7 Grad
2001 Hermaringen - Allewind -28,5 Grad
1983 Höchste Nachttemperatur: Müllheim +11,8 Grad
1981 Höchste Schneemenge (Zugspitze): 4,60 Meter
1952 und 1974 Höchste Schneemenge höhere Lagen (oberhalb 800 Meter): Brocken 2,33 Meter und Schwarzwald 2,22 Meter
1962 Höchste Schneemenge mittlere Lagen (400 bis 800 Meter): Reit im Winkl 1,40 Meter und 65 cm in Veilsdorf
1999 Orkan Lothar am zweiten Weihnachtsfeiertag mit Spitzenwind von 272 km/h auf dem Hohentwiel bei Singen
2010 Höchste Schneemenge tiefere Lagen (0 bis 400 Meter): Hohn (Schleswig-Holstein) 41 cm und 39 cm in Greifswald an der Ostsee

Wie auch immer das Wetter Weihnachten 2018 ausfallen mag, wir berichten an dieser Stelle ab dem letzten Novemberdrittel in regelmäßigen Abständen bis hin zu täglichen Wettervorhersagen, wie das Weihnachtswetter zwischen dem 24. und 26. Dezember ausfallen kann.

Wissenswertes zum Wetter im Winter

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