Das Wetter macht gerade so weiter wie bisher. Zu den Adventswochenenden kehrt der Winter ein und zum Start in die neue Woche wird es milder. Warum sollte das am letzten Adventssonntag vor Heiligabend anders sein? Und auch in der aktuellen Wettervorhersage Dezember 2017 zeigt sich zum Start in die neue Woche eine Milderung, welche die sich bis dahin ausgebreitete Schneedecke wieder wegtauen lassen sollte.

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Das Wetter in der Vorweihnachtszeit

Man kann schon jetzt behaupten, dass der Dezember 2017 in einigen Regionen mehr Schnee brachte, als jeweils die letzten 4 Winter zusammen. Da läuft also generell etwas anders wie in den Jahren zuvor. So zeigt sich seit den Sommermonaten immer wieder eine Häufung von meridionalen Großwetterlagen, welche sich seit Ende November verstärkt und in Zyklen zu dem größtenteils winterlichen Wetterverhältnissen beigetragen haben. Aber so richtig wie Winter fühlt sich das Misch-Masch-Wetter noch nicht an. Gut, ab den höheren Lagen liegt schon eine dicke Schneedecke, welche auch über Weihnachten erhalten bleiben sollte. Wie aber sieht es rund um die Wettersingularität des Weihnachtstauwetters aus?

Weiße Weihnachten 2017? Das amerikanische Wettermodell hat da seine eigene Interpretation
Weiße Weihnachten 2017? Das amerikanische Wettermodell hat da seine eigene Interpretation

Vorweihnachtliches Tauwetter

Nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, verlagert sich das Azorenhoch mit seinem Kern weiter nach Osten und liegt zum 20. Dezember über Spanien. Deutschland liegt am östlichen Hochdruckgradienten und bei einer guten Durchmischung der Luftmassen können die Temperaturen bis zum 22. Dezember auf +4 bis +8 Grad ansteigen. Auch wenn kein Schnee liegt, kommt das der Wettersingularität des Weihnachtstauwetters sehr nahe, da es auch in höheren Lagen mit bis zu +4 Grad deutlich wärmer werden kann.

Schneechaos zu Weihnachten 2017?

Das amerikanische Wettermodell bleibt ein Optimist, was Weiße Weihnachten 2017 angeht. Zwar wurde heute Nacht eine nasskalte Variante berechnet, heute Morgen aber wieder eine Entwicklung unterstützt, welche den Vollwinter bis in tiefere Lagen zum Weihnachtsfest bringen könnte.

Das Schema läuft dabei immer gleich ab. Kräftiger Tiefdruckwirbel über Neufundland und ein weiteres Tiefdruckzentrum über dem grönländischen Meer. Dadurch wird das Azorenhoch angeregt, sich wieder nach Westen zu verlagern und dabei steiler nach Norden in Richtung Grönland aufzuwölben. Das Tief über dem europäischen Nordmeer kann dann gar nicht anders, als nach Süden abzutropfen und die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz über die Weihnachtsfeiertage einzuleiten.

Skandinavienhoch macht den Sack zu und sorgt für eisige Weihnachten 2017?

Geht es rein nach dem amerikanischen Wettermodell, so könnte das Wetter Weihnachten 2017 wie folgt ablaufen:

  • 23. Dezember: -2 bis +4 Grad; windig mit Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen
  • Heiligabend, 24. Dezember: -2 bis +1 Grad über dem Süden; Nordwind sorgt über dem Süden für kräftige Schneefälle
  • Erster Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember: -7 bis -0 Grad; immer wieder Schneefälle unterschiedlichster Intensität
  • Zweiter Weihnachtsfeiertag: 26. Dezember: -9 bis -1 Grad; über dem Osten längere Zeit kräftige Schneefälle

Weiße Weihnachten 2017 gesichert?

Oh nein, so weit ist es noch lange nicht. Das amerikanische Wettermodell ist bekannt dafür, öfters mal von dem einen in das andere Extrem zu springen. Ein Indikator, dass es mit einer strammen und milden Westwetterlage auch in die komplett andere Richtung gehen kann, zeigt das europäische Wettermodell mit seinen Berechnungen. Statt Schneefall gäbe es hier Regen, statt Nordwind könnte mit einem Weststurm gerechnet werden und statt Dauerfrost wären Temperaturen von bis +10 Grad über die Weihnachtsfeiertage zu erwarten.

Schaut man auf die Kontrollläufe, so bestätigt sich die These. Das amerikanische Wettermodell ist und bleibt ein kalter Ausreißer, welcher mit seinen Berechnungen um bis zu 10 Grad unter dem Durchschnittswert der Kontrollläufe liegt. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember von -9 bis +9 Grad (Mittelwert: -1 bis +1 Grad über dem Süden und Osten und +2 bis +3 Grad über dem Norden und Westen) und am zweiten Weihnachtsfeiertag am 26. Dezember zwischen -8 bis +9 Grad (Mittelwert: +0 bis +1 Grad über dem Süden und Osten und +2 bis +3 Grad über dem Westen und Norden). Das zeigt, dass nasskaltes Weihnachtswetter 2017 wahrscheinlicher ist als andere Varianten. Man wird sehen, was das amerikanische Wettermodell in den kommenden Stunden aus dem Hut zaubern wird. Skepsis ist angebracht.

Diagramm Temperaturen im Weihnachten 2017 vom 14.12.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Weihnachten 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2017/18 und gegen 20:00 Uhr erfolgt ein Update des Tages mit dem Ausblick auf das Wetter Silvester 2017.

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