Für viele Menschen sind weiße Weihnachten der Inbegriff von Romantik, wenn es in der gemütlich warmen Wohnung nach Braten duftet und die Geschenke ausgepackt werden, während es draußen bei frostigen Temperaturen schneit. Zuletzt war das an Weihnachten 2010 der Fall, während die darauffolgenden Winter und auch das Wetter Weihnachten eher enttäuschend ausfielen. So waren an Weihnachten 2012 in München +20,7 Grad, 2013 in Waldbronn +18,3 Grad registriert worden, während 2014 mit +4/+11 Grad und 2015 mit +7/+13 Grad eher durchschnittlich milde Werte erreicht wurden.

Wie aber stehen die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten in 2016 - auch wieder warm? Wir werden an dieser Stelle in den Tagen und Wochen vor Weihnachten mit einem Witterungstrend für die Vorweihnachtszeit beginnen, welcher mit genaueren Daten in ein Wettertrend, eine Wetterprognose und kurz vor Weihnachten in eine Wettervorhersage für Weihnachten übergeht.

So stehen in diesem Jahr die zunächst noch theoretischen Chancen für eine weiße Weihnacht grundsätzlich bei 12,5 Prozent - das ist in etwa der Durchschnitt, wie häufig weiße Weihnachten aus statistischen Betrachtungen in Deutschland anzutreffen ist (alle 8 Jahre). Denn ausgerechnet in, bzw. vor der Weihnachtszeit trifft eine Wettersingularität sehr häufig zu und nennt sich Weihnachtstauwetter. Egal wie frostig die Temperaturen zuvor waren und wie viel Schnee lag, ein kräftiger West- bis Südwestdrift kann innerhalb von Stunden sehr warme Luftmassen nach Deutschland führen und die Schneemengen nur so dahin schmelzen lassen, was oftmals - und gerade für Freunde des Winterwetters - ein "trauriger Anblick" ist, wenn sich Pulverschnee in grauen Schneematsch verwandelt.

Die Wahrscheinlichkeit für das Weihnachtstauwetter liegt übrigens bei etwa 75 Prozent. Anders ausgedrückt müssen die Wetterbedingungen wirklich günstig sein, wenn es bis ins Flachland für weiße Weihnachten reichen soll. Blickt man auf die statistischen Werte, so verläuft das erste Dezember-Drittel häufig nasskalt/mild, während zum zweiten Dezember-Drittel mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent erstmals der Winter Einzug halten kann, bevor zur Weihnachtszeit das Tauwetter einsetzen kann.

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