Wetter Weihnachten 2015 - Gibt es weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2015 - Wetterprognose vom 16. Dezember

Bis zum Start in die neue Woche bleibt die südwestlich bis westlich orientierte Strömung über Deutschland, der Schweiz und Österreich erhalten. Somit ändert sich auch nichts an den für die Jahreszeit viel zu milden Temperaturen. Teileweise können die Temperaturen in den kommenden Tagen auch in den frühlingshaften Bereich ansteigen und schaut man auf den aktuellen Temperaturmittelwert der bereits vergangenen Dezember-Tage, so liegt die Abweichung bei rund +4,8 Grad. Somit wird schnell klar, dass der Dezember sich in eine ganze Reihe von zu warmen Monaten in 2015 einreihen wird, denn um diesen Temperaturüberschuss abzubauen, müssten im letzten Dezember-Drittel Tageswerte von unter -10 Grad vorherrschen und das ist aktuell nicht erkennbar.

Zwischenzeitlich werden auch die Simulationen der Wettermodelle für das Wetter in der Vorweihnachtszeit und an Weihnachten verbindlicher. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt im Zeitraum vom 20./23. Dezember ein Tiefdrucksystem im Bereich zwischen Island und Skandinavien und ein Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion, welches sich bis über das östliche Europa ausweiten kann. Somit bleibt es über Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Vorweihnachtszeit bei der südwestlichen und milden Anströmung der Luftmassen, wobei Stark- oder Extremwindereignisse gegenüber den letzten Simulationen heute weniger wahrscheinlich geworden sind. Nichtsdestotrotz lebt der Wind - insbesondere über dem Nordwesten - weiter auf und kann über exponierten Lagen und entlang der Küste in Böen auch stürmisch sein - sonst ist der Wind meist stark bis mäßig und lässt mit jedem Kilometer in Richtung Südosten nach. Der Grundcharakter ist wechselhaft, wobei mit Südwestwetterlagen die Niederschlagswahrscheinlichkeit über dem Nordwesten höher als über dem Südosten einzustufen ist. Wie warm kann es werden? Simuliert werden am 23. Dezember Tageswerte zwischen +8/+13 Grad.

Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Ansatz, jedoch positioniert sich das Hochdrucksystem bis zum 23. Dezember weiter westlich und somit näher an Deutschland, was die Niederschlagsneigung und die Windstärke allgemein abschwächt, aber grundsätzlich nichts an den für die Jahreszeit zu warmen Temperaturen ändert.

Vom 24. bis 26. Dezember kippt die Tiefdruckachse nach der Berechnung des amerikanischen Wettermodells auf dem Atlantik in Richtung Azoren, so dass in Folge daraus die Grundströmung südlich bis südwestlich orientiert bleiben kann und weiterhin warme Luftmassen über die Alpen nach Deutschland geführt werden können. Wie warm? Die Höhentemperaturen liegen in etwa 1.500 Meter Höhe bei rund +5 Grad, so dass sich daraus in tieferen Lagen Tageswerte zwischen +8/+13 Grad ergeben könnten.

Das europäische Wettermodell berechnet eine etwas andere Variante, bei der das Hoch etwas weiter östlich liegt und die Gradienten der Systeme zueinander schwächer ausgeprägt sind. Somit können die Luftmassen über Weihnachten zur Ruhe kommen und sich entsprechend abkühlen, so dass es mit -2/+2 Grad in 1.500 Meter Höhe etwas frischer sein kann. Aber auch das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass in tieferen Lagen über Weihnachten - je nach Nebelauflösung - Tageswerte zwischen +0/+5 Grad, bzw. +6/+11 Grad es unwinterlich bleibt.

Wie stehen die Chancen für weiße Weihnachten? Der Trend der letzten Tage für grüne Weihnachten festigt sich zunehmend und die Spielräume für andere Varianten werden zunehmend kleiner. So liegt das die Schwankung der Höhentemperaturen in den Simulationen der Kontrollläufe im Bereich zwischen -5/+5 Grad und weisen eine Differenz von 10 Grad aus - seriöser und verbindlicher wird es mit einer Differenz von 2/4 Grad, jedoch lag die Differenz gestern noch bei 17 Grad, was die Entwicklungsmöglichkeiten einschränkt. Zusammenfassend bleiben die Chancen auf weiße Weihnachten in tiefen und mittleren Lagen schlecht, in höheren Lagen bleibt es weiterhin abzuwarten, aber auch hier sieht es mit möglicherweise hohem Luftdruck nicht nach Niederschlag aus. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Winter.

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Wetter Weihnachten 2015 - Wetterprognose vom 15. Dezember

So langsam kommt der Zeitraum um Weihnachten in den Bereich, wo man die Simulationen der Wettermodelle zunehmend gesichert ansehen kann. Der Blick auf die aktuelle Wettervorhersage bis zum kommenden Wochenende zeigt eine sehr warme Temperaturentwicklung, welche die Werte auf +10/+15 Grad und örtlich sogar bis auf +17 Grad ansteigen lassen kann. Das wären dann nicht nur mehr vorfrühlingshafte, sondern frühlingshafte Temperaturen. Geht das so bis Weihnachten weiter?

Das amerikanische Wettermodell bleibt seiner aktiv dynamischen Westwetterlage in der Vorweihnachtszeit treu. So ist im Zeitraum zwischen dem 21./23. Dezember weiterhin mit Starkwindereignissen zu rechnen, welche in Form von Schnellläuferentwicklungen durchaus auch Potential für Extremwindereignisse entwickeln können. Dabei ist die Wind- und Niederschlagsaktivität über dem Norden höher einzustufen, als über dem Süden. Die Temperaturen können dabei etwas zurückgehen und erreichen am 23. Dezember noch Werte zwischen +7/+13.

Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so ist die Wetterentwicklung in der Vorweihnachtszeit eine ganz ähnliche, wenngleich das Hoch über Mitteleuropa etwas weiter nördlich liegt und somit die Wetteraktivität der Tiefdrucksysteme weiter in Richtung Skandinavien und somit das Potential für Starkwindereignisse und Niederschläge abmildert. Aber auch nach dem europäischen Wettermodell bleibt es für die Jahreszeit zu warm.

Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? Das amerikanische Wettermodell hält die aktiv-dynamische Wetterlage am 24. Dezember noch aufrecht und lässt diese sich nachfolgend abschwächen. Das Strömungsmuster bleibt mit einem Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion südwestlich orientiert, so dass die Temperaturen mit +7/+12 Grad im Zeitraum 24./26. Dezember in dem für die Jahreszeit zu warmen Bereich verbleiben können. Die Kontrollläufe bestätigen einen gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert zu warmen Temperaturverlauf über Weihnachten. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember bei +2/+11 (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember bei +3/+12 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad über dem Osten und Norden und +8 Grad über dem Westen und Süden). Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 24. Dezember bei 0/20/80 (gestern: 5/25/70) und am 26. Dezember bei 0/10/90 (gestern: 5/25/70). Somit stehen die Chancen für weiße Weihnachten - zum aktuellen Stand - in tieferen und mittleren Lagen weiterhin schlecht, sind aber für höhere Lagen nicht gänzlich auszuschließen. Wie gesichert ist diese Wetterprognose für das Wetter an Weihnachten? Es gibt noch Spielraum - gerade um den 23./24. Dezember und generell zeigt das Spektrum der Höhentemperaturen noch Entwicklungsmöglichkeiten. So liegt die Temperaturdifferenz der Kontrollläufe am 24. Dezember mit -7/+10 Grad bei 17 Grad. Insbesondere im Übergang zum 24. Dezember wären - je nach Wetteraktivität - Graupelschauer nicht auszuschließen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Winter und gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung der Wetterprognose.
Aktualisierung:
Wenig Veränderungen - das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum 24./26. Dezember weiterhin eine Südwestwetterlage, während das europäische Wettermodell das Hochdrucksystem etwas mehr über Deutschland simuliert. In Folge daraus ergeben sich bei beiden Wettermodellen eine relativ milde Weihnachtszeit, wobei die Gefahr von Nebel, bzw. Hochnebel bei der Simulation des europäischen Wettermodells höher ist. Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? In tiefen und mittleren Lagen weiterhin schlecht und auch das Entwicklungsspektrum der Höhentemperaturen hat sich von heute Mittag mit 17 Grad auf heute Abend 8 Grad verringert. Anders formuliert zeigt sich nun mit einen geringeren Spektrum an Möglichkeiten eine höhere wahrscheinlicher für grüne Weihnachten. Im Zeitraum darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell den Aufbau eines Hochdrucksystems, welche sich von Skandinavien bis über die Mittelmeerregion direkt über Deutschland erstrecken kann. Links und rechts von dem Hoch können Kaltluftmassen nach Süden geführt werden, während Deutschland , Österreich und Die Schweiz im milden Sektor verbleiben können. Alles in Allem nichts Neues und von winterlichen Witterungsverhältnissen ist zunächst wenig zu erkennen.

Wetter Weihnachten 2015 - Wetterprognose vom 14. Dezember

In den kommenden Tagen wird es in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtig mild. So werden bis Mittwoch / Donnerstag Temperaturen von +10/+15 Grad und örtlich auch noch darüber in Aussicht gestellt. Erst zum Wochenende gehen die Werte auf +6/+11 Grad zurück, bleiben jedoch für die Jahreszeit im viel zu warmen Bereich.

Schaut man auf die Simulationen des amerikanischen und europäischen Wettermodells, so folgt im Zeitraum 19./21. Dezember ein weitere Warmluftschub nach, so dass die Temperaturen erneut auf +9/+13 Grad, örtlich auch auf bis +15 Grad ansteigen könnten. Der Grund hierfür ist eine auflebende Wetteraktivität auf dem Atlantik, welche mit ihren Tiefdrucksystemen in Richtung Mitteleuropa steuert. Jeweils auf deren Vorderseite werden sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt, was diese warmen Temperaturwerten zum Ergebnis haben kann.

Die Wetterentwicklung selbst ist als äußerst interessant und in Teilen auch als imposant zu bezeichnen. So bildet sich im Zeitraum 20./23. Dezember eine ganze Reihe von kräftigen Tiefdrucksystemen aus, welche entlang einer Tiefdruckrinne Neufundland, Island, Skandinavien verlaufen und ihre südlichen Gradienten bis nach Mitteleuropa ausweiten können. In Folge daraus sind nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells Randtiefentwicklungen nicht auszuschließen, welche bspw. zum 23. Dezember auch zu Schnellläuferentwicklungen führen können. Somit sind in diesem Zeitraum weiterhin Stark- und Extremwindereignisse über Deutschland nicht auszuschließen.

Ähnlich - aber gemäßigter - ist die Simulation des europäischen Wettermodells, welches die Tiefdruckrinne etwas nördlicher verlaufen lässt und somit dem Hochdrucksystem etwas mehr Spielraum gibt, um sich weiter nach Norden auszudehnen und für ruhigere Wetterverhältnisse sorgen kann.

Ob mit viel oder weniger Wind, der Grundcharakter ist nach beiden Simulationen bis zum 23. Dezember gleich. Mild und unbeständig. Wie mild? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegen die Tageshöchstwerte am 23. Dezember zwischen +3/+8 Grad und nach dem europäischen Wettermodell zwischen +6/+12 Grad.

Wie wird das Wetter zu Weihnachten? Das amerikanische Wettermodell bringt heute eine neue Variante ins Spiel, die für "Zündstoff" sorgen könnte. Die massive Tiefdruckaktivität sorgt dafür, dass die Tiefdruckrinne weit über den Osten vorankommen kann und positioniert sich bis zum 24. Dezember im Bereich Barentssee/Karasee. Gleichzeitig schiebt sich ein hoher Luftdruck in Richtung Grönlandsee/europ. Nordmeer. Im Verbund mit dem Tief und dem Hoch könnten kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt und trifft dort auf die eh schon "brodelnde Wetterküche". Deutschland verbleibt demnach noch im Zustrom milder bis warmer Luftmassen aus südwestlichen bis westlichen Richtungen - daran hat sich gegenüber den letzten Tagen wenig verändert, allerdings sorgt die Simulation - für alle die sich weiße Weihnachten wünschen - zumindest in der Theorie für einen (wirklich) kleinen "Hoffnungsschimmer". Warum? Je nachdem wie kräftig dieser mögliche Kaltluftzustrom sein wird, kann sich in den kommenden Simulationen durchaus noch etwas verändern. Und wenn nicht? Dann verbleibt Deutschland im milden "Wettersumpf". Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? Das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegt am 24. Dezember bei 5/15/80 (gestern: 0/10/90) und am 26. Dezember bei 5/30/70 (gestern: 0/20/80) und zeigen - zum aktuellen Stand - für tiefere und mittlere Lagen kaum Chancen auf weiße Weihnachten, ob es in höheren Lagen reichen wird, bleibt abzuwarten. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter Winter 2015/16 und gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update zum Wetter an Weihnachten.
Aktualisierung:
Die Wettermodelle bleiben in ihrer Struktur den Simulationen der letzten Tage für das Wetter an Weihnachten treu. So simuliert das amerikanische Wettermodell eine aktiv-dynamische Wetterlage vor Weihnachten mit Starkwindereignissen, wobei das Potential für Extremwindereignisse in Form von Schnellläuferentwicklungen weiterhin gegeben ist. Passend zum 24. Dezember können kurzweilig etwas frischere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, so dass - je nach Intensität der Niederschläge - am Morgen und Abend auch kurze Graupelschauer nicht auszuschließen wären. Vielfach wird jedoch ein zu milder Wettercharakter simuliert, welcher bis zum 26. Dezember anhalten kann. Im Grunde ähnlich ist der Ansatz des europäischen Wettermodells, jedoch positioniert sich nach dessen Simulation das Hochdrucksystem weiter nördlicher, so dass der aktiv-dynamische Wettercharakter sich weiter nördlich "austoben" und Deutschland im ruhigen und milden Sektor des Hochdrucksystems verbleiben kann. Ist das Wetter für Weihnachten nun gesichert? Je nach Betrachtungsweise: Leider oder zum Glück noch nicht, denn die Kontrollläufe haben in der Höhe noch immer eine Schwankungsbreite von bis zu 15 Grad am 24. Dezember (-5/+10 Grad), so resultiert daraus ein Temperaturspektrum, welches am Heiligen Abend zwischen +2/+10 Grad bei einem Mittelwert von +5/+6 Grad liegen kann. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 24. Dezember bei 5/25/70 (heute Mittag: 5/15/80) und am 26. Dezember bei 5/25/70 (heute Mittag: 5/30/70) - kaum Veränderungen also.

Wetter Weihnachten 2015 - Wetterprognose vom 13. Dezember

Statt Winterwetter setzen sich in den kommenden Tagen mit einer kräftigen Südwestströmung mehr und mehr "vorfrühlingshafte" Luftmassen durch, so dass die Temperaturen über Deutschland, der Schweiz und Österreich auf +8/+14 Grad ansteigen können. Daran wird sich bis zum kommenden Wochenende (noch) nichts verändern.

Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so findet die Zufuhr höhenwarmer Luftmassen am 20. Dezember ihren vorläufigen Höhepunkt. So werden Temperaturen in 1.500 Meter Höhe von +6/+8 Grad simuliert. Aber auch das europäische Wettermodell simuliert +8/+10 Grad, während über dem Südwesten auch die +12 Grad Marke erreicht werden kann. Somit findet auch in diesem Jahr die Wettersingularität des sog. Weihnachtstauwetter statt, auch wenn es gar keinen Schnee gibt der weg tauen kann. Welche Temperaturen wären in tieferen Lagen möglich? Berechnet werden Werte zwischen +10/+15 Grad, wobei unter bestimmten Voraussetzungen (etwa Föhn) die Werte auch darüber liegen könnten.

Setzt sich das nun bis Weihnachten so fort? Nein - zumindest nicht zum heutigen Stand. Das amerikanische Wettermodell simuliert am 20. Dezember im Bereich zwischen Grönland, europ. Nordmeer und Island ein kräftiges Tiefdrucksystem, welches seine Gradienten von Neufundland, England bis nach Skandinavien erstrecken kann. In Folge daraus flacht die Wellenbewegung ab und die Gradienten verlaufen in fast gerader Linie von West nach Ost, was auch als Westwetterlage definiert wird. Somit bestätigen sich die Simulationen der letzten Tage erneut, als dass es nach dem amerikanischen Wettermodell im Zeitraum 20./23. Dezember turbulentes und aktiv-dynamisches Wetter geben kann. Berechnet werden am südlichen Gradienten des Tiefdrucksystems sog. Randtiefentwicklungen, welche sich zum 22./23. Dezember auch zu Schnellläufersystemen entwickeln können. Anders ausgedrückt sind nach dieser Simulation - und zum heutigen Stand - Stark-, bzw. auch Extremwindereignisse nicht auszuschließen und zunehmend auch wahrscheinlicher geworden. Wie stark kann der Wind sein? Simuliert werden Windgeschwindigkeiten, welche im Bereich zwischen 70-120 km/h liegen könnten. Gleichzeitig gelingt im Zeitraum 24./25. Dezember die Zufuhr kühlerer Luftmassen, so dass mit entsprechender Dynamik und Intensität auch Graupelschauer nicht auszuschließen wären. Dennoch ist von Winter nicht zu sprechen und die Chancen auf weiße Weihnachten bleibt den höheren Lagen vorbehalten. Denn bereits zum 26. Dezember kippt die Tiefdruckachse über Mitteleuropa auf südwestliche Richtungen und führt wieder mildere Luftmassen heran. Wie kühl/mild kann es werden? Nach dem amerikanischen Wettermodell sind am 24. Dezember +3/+8 Grad, am 25. Dezember +2/+6 Grad und am 26. Dezember +4/+10 Grad im Bereich des Möglichen.

Etwas anders ist die Berechnung des europäischen Wettermodells. Dort spielt sich heute eine spannende und für die weitere Wetterentwicklung durchaus entscheidende Szenerie ab. Dem Hochdrucksystem westlich der Azoren gelingt es zum 19. Dezember sich bis in Richtung Grönland zu erstrecken und schnürt somit den Tiefdrucksystemen von Neufundland her den Weg in Richtung Mitteleuropa ab. Das Hochdrucksystem kann jedoch zum 20./21. Dezember dem tiefen Luftdruck nicht standhalten und wird binnen kürzester Zeit zum 22. Dezember über England verfrachtet. Somit sind Stark- und Extremwindereignisse weniger wahrscheinlich. Stattdessen kann zum 22. Dezember auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems kühlere Luftmassen nach Deutschland einfließen, welche den einen oder anderen Schnee- oder Graupelschauer ermöglichen könnten. Doch bereits zum 23. Dezember liegt das Hoch direkt über Deutschland, während sich zeitgleich über den Azoren der nächste Trog ausbilden kann. Spannend ist diese Entwicklung mit dem Hochdrucksystem deshalb, da sich je nach Kraft des Hochdrucksystems auch noch andere Varianten ergeben können.

Wie ist das zu bewerten? Die Variantenmöglichkeit der Wetterentwicklung nimmt zu, bleibt in ihrer Mehrheit aber auf milde Temperaturwerte. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 20. Dezember bei +5/+15 Grad (Mittelwert: +10/+12 Grad), am 24. Dezember zwischen +4/+12 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Osten und Norden und +8 Grad über dem Süden und Westen) und am 26. Dezember zwischen -4/+12 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad). Wie stehen die Wahrscheinlichkeiten auf weiße Weihnachten? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 24. Dezember bei 0/5/95 (gestern: 5/10/85) und am 26. Dezember bei 5/20/75 (gestern: 5/45/50). Das sieht ernüchternd aus für alle, die sich weiße Weihnachten, oder zumindest auch mal einen Hauch von Winter wünschen und dennoch - es sind noch 11 Tage bis Weihnachten und betrachtet man die Bandbreite der Höhentemperaturen von bis zu 15 Grad, so ist die Wettervorhersagen Weihnachten noch nicht zu den "Akten" zu legen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Winter und gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update zu den Chancen auf weiße Weihnachten.
Aktualisierung:
Die möglichen Stark- und Extremwindereignisse im Zeitraum 20./23. Dezember wurden in der Abendsimulation des amerikanischen Wettermodells wieder zurückgenommen und sind damit ein Stück weit weniger wahrscheinlich geworden, aber dennoch - und zum aktuellen Stand - (noch) nicht gänzlich auszuschließen. Stattdessen erstarkt das Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion und weitet seinen Einflussbereich weiter nach Norden bis über Deutschland aus. Somit gelingt es dem Strömungsmuster nicht, sich auf West umzustellen, sondern bleibt nach dieser Simulation - auch über Weihnachten in einem südwestlich orientierten Grundmuster. Das europäische Wettermodell hat hierbei einen ganz ähnlichen Ansatz, so dass nach diesen Simulationen das Wetter an Weihnachten bei einer geringen Niederschlagserwartung vielfach mild ausfallen kann. Wie mild? Simuliert werden bspw. am 24. Dezember Temperaturen zwischen +4/+9 Grad. Blickt man auf die Kontrollläufe, so sind Varianten, welche an Weihnachten für Schneefall sorgen könnten fast gegen Null tendiert. So liegt das Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) am 24. Dezember bei 0/10/90 (heute Mittag: 0/6/95) und am 26. Dezember bei 0/20/80 (heute Mittag : 5/20/75).

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken


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