Wetter Weihnachten 2015 - Gibt es weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2015 - Gedankenspiele zu weiße Weihnachten vom 29. November

Die Wetterprognosen für die kommenden Tage bis in das zweite Dezember-Drittel hinein sind für Freunde des Winters alles andere als erfreulich. Weiterhin kann der Atlantik das Wetter über Deutschland mit beeinflussen, so dass es dem Hochdrucksystem über dem Süden schwer fällt sich nach Norden auszudehnen, bzw. zu entwickeln. Sollte dieses Muster sich stetig Wiederholen, so spricht man von einer Erhaltungsneigung, welche im "schlimmsten" Fall wie die letzten beiden Winter verlaufen könnte: zu warm. Allerdings ist in diesem Jahr alles ein wenig anders - auch die zwei kleineren "Wintereinbrüche" im letzten November-Drittel, welche für je knapp 24 Stunden schon vielerorts Schnee bis in tiefere Lagen brachte. Viel ist das nicht und auch nicht wirklich als Winter als solches bezeichnen - aber immerhin schon deutlich mehr Schnee als im Winter 2013/14, als von November bis Februar vielerorts überhaupt kein Schnee zu verzeichnen war.

Und wie sieht ein Wettertrend für das Wetter an Weihnachten heute aus - gibt es weiße Weihnachten? Nein, eine Wetterprognose für Weihnachten ist heute nicht möglich und hat allenfalls spekulativen Charakter - nichtsdestotrotz möchten wir auf die in den letzten Tagen zahlreich eingegangenen E-Mails mit der Frage "Wie wird das Wetter an Weihnachten?" gerne auf diesem Wege beantworten und dem Wunsch von Gedankenspielen nachkommen.

Statistisch gesehen gibt es alle 8 Jahre weiße Weihnachten, was eine jährliche Wahrscheinlichkeit von knapp 12,5 Prozent ergibt. Die ist nicht sonderlich hoch und hat auch viel mit der Wettersingularität des sog. Weihnachtstauwetter zu tun. Bevor aber etwas tauen kann, muss erst einmal etwas Schnee da sein. Und darin liegt der erste Ansatz der Gedankenspiele.

Nach einer Erhaltungsneigung folgt ein Ausgleichsverhalten. Was das ist? Ein ganz einfacher Erklärungsversuch: War es zuvor längere Zeit warm und nass, folgt eine kühlere und trockenere Periode nach und andersherum. Je länger die Mildphase im Dezember andauert, desto höher die Wahrscheinlichkeit für einen Wetterwechsel. Gibt es stattdessen im zweiten Dezember-Drittel schon Schnee, so folgt das Weihnachtstauwetter. Insofern geht dieses Gedankenspiel in Richtung weiße Weihachten.

In der zweiten Annahme sind die Gedankenspiele recht kurz - das milde Erhaltungsmuster setzt sich durch und es ändert sich gar nichts.

Betrachtet man die letzten weiße Weihnachten aus dem Jahre 2010, so war der gesamte Dezember von winterlichen Wetterverhältnissen geprägt und auch hier konnte man von einer ausgeprägten Erhaltungsneigung sprechen, nur dass diese eben deutlich zu kalt war (der Dezember 2010 war im Schnitt um -4,3 gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt) - eine Singularität, bzw. ein Bezug zum aktuellen Wetter herzustellen, funktioniert also nicht.

Wir sind auch um unsere persönliche Meinung zum Wetter an Weihnachten gefragt worden und auch hier möchten wir mit einem Gedankenspiel antworten. Wenn sich eine Wetterlage umstellt, so braucht das seine Zeit und das funktioniert nicht von heute auf morgen. So ist unserer Einschätzung nach die Wahrscheinlichkeit hoch, als das das erste Dezember-Drittel deutlich zu mild ausfallen kann und im zweiten Dezember-Drittel der Wetterumschwung beginnt und sich zum letzten Dezember-Drittel durchaus mit winterlichen Verhältnissen ab den mittleren Lagen zeigen kann - unserer persönlichen Einschätzung nach liegen die Chancen auf weiße Weihnachten im Jahr 2015 gar nicht einmal so schlecht wie man glauben mag.

Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wetterprognose für den Dezember eine Temperaturabweichung von +1/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert, was den Gedankenspielen nicht unbedingt widerspricht. Denn sind die ersten zwei Drittel des Dezembers zu warm, fällt es dem letzten Drittel schwer einen Ausgleich herzustellen und seltenst ist dieser dann so kalt, als ob nochmals alles gedreht werden kann. In den kommenden Tagen und Wochen erfolgen in immer kürzer werdenden Abschnitten Witterungstrends, Wetterprognosen bis hin zu täglichen Wettervorhersagen rund um das Thema Wetter Weihnachten und wie hoch die Chancen auf weiße Weihnachten 2015 sind. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr in einem Update der Winterprognose.

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Wetter Weihnachten 2015 - Witterungsabschätzung vom 27. November

Viele Medien berichten derzeit über die Wetterentwicklungen zum Wetter Weihnachten 2015 und schätzen ab, wie das Wetter wohl werden wird. Gibt es weiße Weihnachten mit viel Schnee, oder tritt die Wettersingularität des sog. Weihnachtstauwetter ein?

Sicherlich ist zum heutigen Stand noch keine Wetterprognose Weihnachten 2015 möglich und wir werden an dieser Stelle in den kommenden Tagen und Wochen regelmäßige Witterungstrends, Wetterprognosen bis hin zu Wettervorhersagen für das Wetter Weihnachten erstellen.

Lässt sich heute schon ein Wettertrend erstellen? Das nicht, aber eine Witterungsabschätzung für das zweite Dezember-Drittel ist machbar, was somit in die Vorweihnachtszeit fällt.

Auffällig in den letzten Wochen war die viel zu warme Witterung Anfang November, welche sich im letzten November-Drittel so langsam normalisiert hat - auch Schnee hat es z.T. bis in tiefere Lagen gegeben. Für Anfang Dezember zeigt sich eine erhöhte Westwindwetteraktivität, welche erneut milde Luftmassen nach Deutschland führen und das erste Dezember-Drittel gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm ausfallen lassen könnten.

Der Grund für die Westwetterlage ist ein kräftiger Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik verstärkt. Somit rauschen die Tiefdrucksysteme in raschen Abständen von Neufundland über Island bis nach Skandinavien von West nach Ost und sorgen über Deutschland zeitweilig für Starkwindereignisse Ende November und Anfang Dezember.

Entscheidend wird sein, wie sich der Konterpart der Tiefdrucksysteme - das Hochdrucksystem - zum Ende des ersten Dezember-Drittels verhalten und positionieren wird. Liegt es südlich, ist mit nasskalten, unbeständigen und windigem Wetter zu rechnen. Wölbt es sich über Mitteleuropa nach Norden auf, ist mit ruhigem, trockenen und milden Wetter zu rechnen. Liegt das Hoch über dem östlichen Europa ist unbeständiges, teils windiges und mildes Wetter zu erwarten. Positioniert sich das Hoch weiter über dem Westen können auf der Rückseite Tiefdrucksysteme nach Süden abrutschen und für nasskalte bis kalte Witterungsverhältnisse mit Schnee ab mittleren Lagen sorgen. Liegt das Hoch über Skandinavien, so ergeben sich drei weitere Möglichkeiten - Advehierung kontinentaler Kaltluft aus östlichen Richtungen (Kahlfrost), Advehierung arktischer Luftmassen aus Nordost und in der dritten Variante eine Achsausrichtung in Richtung Mittelmeer, was meist relativ mildes und ruhiges Wetter zur Folge hat.

Spannend sind die Simulationen des amerikanischen Wettermodells der letzten Tage, als dass immer wieder mal zum zweiten Dezember-Drittel das Skandinavienhoch berechnet wird. Mal mit mäßiger Kaltluftzuführung, mal mit einer kräftigen "Kaltluftdusche" arktischen Ursprungs. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, als dass das derzeitig nur Signale sind, keinesfalls Wetterprognosen und schon gar keine Wettervorhersagen. Mehr dazu folgt in den kommenden Tagen.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken


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