Wetter Weihnachten 2015 - Gibt es weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2015 - Wettertrend vom 12. Dezember

Der Winter macht auch in diesem Jahr bisweilen keine gute Figur und glänzt - mal abgesehen vom Schnee im November - bisweilen mit Abwesenheit. Das "höchste der Gefühle" ist dabei das noch örtlich begrenzte freikratzen zugefrorener Autoscheiben am Morgen. Aber auch das wird sich wohl in den kommenden Tagen ändern, wenn es nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle noch wärmer werden sollte. Je nach Variante könnten die Höchstwerte die +15 Grad Marke erreichen und unter Föhnbedingungen wären auch Werte darüber nicht auszuschließen. Bleibt es in der Vorweihnachtszeit und an Weihnachten bei diesen frühlingshaften Aussichten oder schlägt der Winter (endlich) zu?

Eine kurze Randbemerkung - die höchste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden am 24. Dezember 2012 mit +20,7 Grad in München registriert. Das amerikanische Wettermodell simuliert bis zum 20. Dezember einen neuerlichen - kräftigen - Kaltluftvorstoß über das östliche Kanada in Richtung Neufundland. So wird die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiter "angeheizt" und sollte die Tiefdrucklücke über den Azoren schließen. Somit wäre ein Fortbestand der warmen Südwestwetterlage demnach weniger wahrscheinlich. Stattdessen kann sich eine äußerst unangenehme Westwetterlage einstellen, bei der zum aktuellen Stand Starkwindereignisse, z.T. aber auch Extremwindereignisse nicht auszuschließen sind. Wie stark kann der Wind sein? Zum 23./24. Dezember wird eine Randtiefentwicklung simuliert, welche sich zum Schnellläufer weiter entwickeln könnte - Windgeschwindigkeiten von 70-115 km/h wären demnach im Bereich des Möglichen. Und die Temperaturen - bleiben die mild? Bei Westwetterlagen ist das nicht auszuschließen, allerdings sind bei einer solch hohen Dynamik eher nasskalte Werte zu erwarten, was die Temperaturen im Bereich zwischen +2/+7 Grad schwanken lassen kann. Und weiße Weihnachten? Im Zeitraum 24./26. Dezember sind bei dieser Wetteraktivität unter Umständen Graupelschauer bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen. Mit weißen Weihnachten hat das aber wenig gemeinsam.

Schaut man auf die Kontrollläufe, so liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums im Zeitraum zwischen dem 24./26. Dezember zwischen +4/+6 Grad im für die Jahreszeit weiterhin zu milden Bereich, wenngleich der Temperaturtrend gegenüber dem 19. Dezember mit einem Mittelwert von +9/+12 Grad eine deutlich abnehmende Tendenz aufweist. Sind noch andere Varianten möglich? Bis Weihnachten sind es noch 12 Tage und Veränderungen sind sicherlich möglich - insbesondere theoretischer Natur. Schaut man aber auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 20. Dezember bei 0/5/95 (!!!), am 24. Dezember bei 5/20/75 und am 26. Dezember bei 5/25/70. Die Chancen auf weiße Weihnachten sind zum heutigen Stand in tiefen und mittleren Lagen denkbar schlecht und in höheren Lagen nicht auszuschließen. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle in einem kurzen Update zu den Chancen auf weiße Weihnachten.
Aktualisierung:
Tagsüber hat sich in den Simulationen bis zum 23. Dezember wenig verändert. So sind nach dem amerikanischen Wettermodell im Zeitraum 20./23. Dezember weiterhin Stark- und unter bestimmten Voraussetzungen auch Extremwindereignisse möglich. Hervorgerufen werden diese aktiv-dynamischen Wetterphänomene durch einen kräftigen Kaltluftausbruch im Bereich zwischen östlichem Kanada, Grönland in Richtung Neufundland - der Geburtsstätte für mitteleuropäischer Tiefdrucksysteme. Spannend bleibt es um die Weihnachtszeit hinsichtlich der Frage ob es weiße oder grüne Weihnachten geben wird. Warum? Die Großwetterlage wird sich aller Voraussicht nach mit Beginn des letzten Dezember-Drittels von einer warmen Südwestwetterlage zu einer milden Westwetterlage verändern. Da die Tiefdrucksysteme jedoch gradientenstark sind, gelingt denen der Durchbruch bis weit über den Osten und bleiben nicht über Skandinavien "hängen". Somit könnten sich "rückseitige" Kaltlufteinschübe, welche zwar keinen Winter mit sich bringen, aber immerhin die Temperaturen auf ein nasskaltes Niveau an Weihnachten absinken lassen könnten. Graupelschauer wären demnach im Zeitraum 24./26. Dezember nicht auszuschließen, wobei winterliche Verhältnisse - nach den heutigen Simulationen - allenfalls in höheren Lagen anzutreffen wären. Die Kontrollläufe bestätigen den milden Temperaturtrend bis zum 20. Dezember und haben bis zum 23. Dezember einen leichten Abwärtstrend, wobei der Mittelwert mit einer Abweichung von 0/4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert noch immer zu hoch ist. Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen diese am 20. Dezember bei 0/0/100 (heute Mittag: 0/5/95 - das kommt 8 Tage bis zum Eintreffen nicht allzu oft vor), am 24. Dezember bei 5/10/85 (heute Mittag: 5/20/75) und am 26. Dezember bei 5/45/50 (heute Mittag: 5/25/70).

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Wetter Weihnachten 2015 - Wettertrend vom 11. Dezember

In der aktuellen Wetterprognose für das zweite Dezember-Drittel simulieren die Wettermodelle in einigen Varianten sehr warme Berechnungen. Insbesondere das europäische Wettermodell sticht dabei mit bis zu +12 Grad in 1.400 Meter Höhe zum 18. Dezember besonders hervor. Je nach Nebelauflösung hätte das in tieferen Lagen Temperaturen von +7/+18 Grad zur Folge. Ob das so eintreten mag, bleibt noch abzuwarten, da die Konstellation und Intensität der Systeme zueinander im Detail noch nicht sichergestellt ist. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Temperaturniveau bis zum 18. Dezember gegenüber dem Jahreszeit-typischen Niveau im zu warmen Bereich verbleiben kann.

Interessant bleibt die mögliche Wetterentwicklung in der Vorweihnachtszeit, bzw. um Weihnachten herum. So simuliert das amerikanische Wettermodell einen rasanten Wetterwechsel im Zeitraum 19./20. Dezember, bei der das Tiefdrucksystem über den Azoren rasch bis über Skandinavien abzieht und rückseitig kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann. So könnten die Temperaturen am 19. Dezember noch zwischen +10/+18 Grad und am 20. Dezember zwischen +3/+8 Grad liegen. Im weiteren Verlauf könnten bis zum 22. Dezember noch etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz einfließen, so dass die Temperaturen mit -1/+5 Grad über dem Süden vielfach im nasskalten Bereich und über dem Norden mit +3/+7 Grad im relativ milden Bereich liegen können. So wären nach dieser Simulation kurz vor Weihnachten über dem Süden ab den mittleren Lagen Schnee, Schneeregen oder Graupel nicht auszuschließen. Turbulent geht es dann über Weihnachten weiter. Zunächst kann sich bis zum 24. Dezember ein Hochdrucksystem in die Nähe zu Deutschland positionieren, so dass im Verbund mit atlantischen Tiefdrucksystemen wieder mildere Luftmassen herangeführt werden könnten, während zum 25./26. Dezember ein Sturmtief wieder für kühlere Temperaturen sorgen kann.

Im Kern bleibt diese Simulation weiterhin unwinterlich, sie bietet jedoch Optionen für nasskalte Witterungsverhältnisse, bei der ab mittleren Lagen (400-800 Meter) Schneefall nicht auszuschließen ist. Interessant sind jedoch die Setups, welche sich gegenüber den letzten Tagen wenig verändert haben. Das Kaltluftpotential bleibt nördlich von Europa erhalten und der Polarwirbel erfährt im Zeitraum entlang seiner Polarfront eine zunehmende Wellenbewegung. Insofern dürften sich die Simulationen der Wettermodelle in den kommenden Stunden und Tage noch hin und her bewegen. Wie groß das Entwicklungsspektrum zum Wetter an Weihnachten ist, zeigen die Kontrollläufe mit einer Temperaturdifferenz in der Höhe von bis zu 12 Grad - als halbwegs gesichert gelten Wetterprognosen, bzw. Wettervorhersagen, wenn die Differenz 2/4 Grad beträgt. Das Temperaturspektrum selbst liegt am 20. Dezember zwischen -2/+15 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad), am 24. Dezember zwischen -10/+14 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -4/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten heute? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 20. Dezember bei 5/20/75, am 24. Dezember bei 10/15/75 und am 26. Dezember bei 20/35/45. Anders ausgedrückt sind - zum heutigen Stand - weiße Weihnachten in tiefere Lagen kaum, in mittleren Lagen wenig und in höheren Lagen durchaus wahrscheinlich. Gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update zum Wettertrend Weihnachten.
Aktualisierung:
Viel verändert hat sich tagsüber nichts. Das amerikanische Wettermodell simuliert heute Abend im Zeitraum 15./18. Dezember eine stramme und milde/warme Südwestwetterlage, welche vom 18./23. Dezember in eine turbulente milde Westwetterlage übergeht. Im Zeitraum 24./26. Dezember wird dann eine höhere Wellenbewegung entlang der Polarfront simuliert, wobei Deutschland, Österreich und die Schweiz - zum heutigen Stand - auf der warmen Trogvorderseite liegen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Wetterentwicklung ganz ähnlich der Berechnung des amerikanischen Wettermodells. Sollte das so kommen, wäre mit einer stürmischen Vorweihnachtszeit zu rechnen, wobei nach der Simulation des europäischen Wettermodells die Kaltluft zum 21. Dezember nicht allzu weit von Deutschland entfernt ist. Auffällig in den Kontrollläufen ist die gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warme Temperaturentwicklung bis zum 23. Dezember, welche darüber hinaus eine sich neutralisierende Entwicklung aufweist. Anders ausgedrückt: warme Witterungsverhältnisse sind bis 20. Dezember sehr wahrscheinlich, darüber hinaus ergeben sich weitere Optionen. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche im Vergleich zu heute Mittag am 20. Dezember bei 0/5/95 (heute Mittag: 5/20/75), am 24. Dezember bei 15/25/60 (heute Mittag: 10/15/75) und am 26. Dezember bei 15/50/35 (heute Mittag: 20/35/45).

Wetter Weihnachten 2015 - Wettertrend vom 10. Dezember

Die Wetterentwicklung im Zeitraum vom 15./19. Dezember steht nach der aktuellen Wetterprognose und geht mehr und mehr in Richtung milde Varianten, wobei noch nicht klar ist, ob möglich stattfindender Kaltluftzustrom von Nord nach Süd den Osten von Deutschland erreichen kann.

Entspricht diese milde Variante bereits der typischen Wettersingularität des Weihnachtstauwetter? Auch wenn es in diesen Jahr gar keinen Schnee gibt, welcher in der Vorweihnachtszeit weg tauen könnte, so kann es die Wettersingularität durchaus geben und schaut man auf die Simulation des europäischen und amerikanischen Wettermodells, so entsprechen die Konstellationen der Wettersysteme durchaus dem typischen Muster eines "Weihnachtstauwetter" - allerdings mit einem Unterschied: zeitlich etwas früh.

Insbesondere das amerikanische Wettermodell simuliert zum 17. Dezember ein kräftiges Tiefdrucksystem auf dem Atlantik, welches sich bis zum 19. Dezember von Neufundland bis nach Skandinavien erstrecken kann. Solche eine kräftige Aktion hat auch eine Gegenreaktion zur Folge. So verlagert sich - zum heutigen Stand - der Tiefdruckkern bis zum 23. Dezember in gradientenstarker Formation über Skandinavien und verlagert die Ausrichtung der Tiefdruckachse von Südwest-Nordost auf Nord-Süd. Sollte das eintreten, würden am südlichen Gradienten weitere Randtiefsysteme entstehen können, welche ihren Einflussbereich auf Deutschland ausweiten können. Bedingt durch die Tiefdruckachse können in Schüben kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden und könnten Deutschland im Zeitraum 24./25. Dezember - pünktlich zu Weihnachten - erreichen und somit weiterhin die Chancen auf weiße Weihnachten bewahren. In einer anderen Variante kann sich die Tiefdruckachse nicht drehen und Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleibt bis an Weihnachten in einer milden bis warmen Südwestwetterlage.

Wie ist diese Simulation einzuschätzen? Die Kontrollläufe bestätigen heute erneut ein breites Entwicklungsspektrum beim Wetter. So liegt die Temperaturdifferenz der Höhentemperaturen der jeweiligen Kontrollläufe zum 23. Dezember in etwa bei 19 Grad. Für eine halbwegs haltbare Wetterprognose, bzw. Wettervorhersage sollte die Temperaturdifferenz in der Höhe nicht mehr als 2/4 Grad betragen - somit bleibt es bei einem Wettertrend für Weihnachten. Die Kontrollläufe verdeutlichen dennoch sehr schön, dass die Wetterentwicklung zu Weihnachten und einhergehend mit der Frage ob grüne oder weiße Weihnachten keinesfalls bereits "zu den Akten gelegt" werden kann. So liegt das Temperaturspektrum - zum heutigen Stand - am 20. Dezember bei -7/+12 Grad (Mittelwert: +8 Grad über dem Westen und Süden und +5 Grad über dem Norden und Osten) und am 24. Dezember bei -11/+12 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad über dem Norden, Westen und Süden und +3 Grad über dem Osten). Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten heute? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 20. Dezember bei 10/20/70, am 24. Dezember bei 15/40/45 und am 25. Dezember bei 20/40/40.

Schaut man auf den Polarwirbel, so zeigt sich im Zeitraum 15./23. Dezember eine zunehmende Wellenbewegung entlang der Polarfront, welche zwischen Kanada, Grönland, Skandinavien und Russland stärker ausgeprägt ist, als auf der gegenüberliegenden Seite. Der AO-Index Wert zeigt sich bis zum 14. Dezember im positiven Bereich und entwickelt sich darüber hinaus mehrheitlich in den neutralen Bereich. Der NAO-Index weißt eine abnehmende Tendenz auf, wenngleich der Mittelwert im positiven Bereich verbleibt. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle mit einem kurzen Update zum Wetter Weihnachten, bzw. auch zur Vorweihnachtszeit.
Aktualisierung:
Heute Nachmittag simulierte das amerikanische Wettermodell für das Wetter an Weihnachten eine äußerst warme und heute Abend wieder gemäßigte Temperaturvariante. Allerdings scheinen sowohl das europäische als auch amerikanische Wettermodell bis zum 20. Dezember folgende Wetterentwicklung mehrheitlich zu unterstützen. Zunächst dominiert im Zeitraum 13./17. Dezember eine Tiefdruckrinne von Neufundland über die Azoren, England bis nach Skandinavien im Verbund mit einem Hochdrucksystem über dem Mittelmeerraum das Wettergeschehen. Deutschland liegt demzufolge in einer warmen Südwestanströmung der Luftmassen und von Winter ist nichts zu sehen. Selbst in höheren Lagen um die 1.300 Meter können die Tageswerte bspw. am 16. Dezember auf +4/+8 Grad ansteigen. Im Zeitraum vom 16./18. Dezember gelingt der Kaltluftausbruch vom europ. Nordmeer über Skandinavien und wird knapp an Deutschland über das östliche Europa abgelenkt. Gleichzeitig positioniert sich zum 19. Dezember ein Sturmtief über Island, was den Trog über den Azoren langsam auflösen kann. Nachfolgend könnte sich nach dem amerikanischen Wettermodell bis zum 22. Dezember eine windige und unbeständige Westwetterphase einstellen, welche zum 23./25. Dezember eine erhöhte Neigung zu Wellenbewegungen entlang der Polarfront aufweist. Und welche Chancen ergeben sich hieraus auf weiße Weihnachten? Die Chancen auf weiße Weihnachten stehen heute Abend etwas schlechter wie zu milde (grüne) Weihnachten. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 20. Dezember bei 10/20/75 (heute Mittag: 10/20/70), am 24. Dezember bei 15/30/55 (heute Mittag: 15/40/45) und am 25. Dezember bei 20/35/45 (heute Mittag: 20/40/40). Insbesondere die Wellenbewegungen entlang der Polarfront sind immer für "Überraschungen" gut. Schaut man auf den Polarwirbel, so wird heute Abend eine Dipolausbildung des Polarwirbels im Zeitraum vom 20./26. Dezember simuliert, was in letzter Konsequenz auch zu einem Polarwirbelsplitt führen kann. Anders formuliert ist für das Wetter an Weihnachten noch viel Potential für Entwicklungen gegeben, wenngleich eine milde bis warme Variante bis zum 20. Dezember - zum aktuellen Stand - als wahrscheinlich gilt.

Wetter Weihnachten 2015 - Witterungstrend vom 9. Dezember

Waren die Wetterentwicklung im Zeitraum 14./19. Dezember in den letzten Tagen noch offen, so werden die Simulationen der Wettermodelle nun einheitlicher und berechnen einen Temperaturverlauf, welcher weiterhin für die Jahreszeit zu mild ist. Wie mild? Die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert beträgt gemäß dem Mittelwert der sog. Kontrollläufe im Zeitraum 14./19. Dezember zwischen +1/+4 Grad. Das das erste Dezember-Drittel bereits um +6 Grad zu warm war, ist bereits heute davon auszugehen, dass das Wetter im Dezember zu warm, bzw. zu mild ausfallen wird.

Die Fragen der letzten Zeit, welche uns per E-mail erreichen, häufen sich aktuell mit immer der gleichen Fragestellung: "wann kommt der Winter, wann kommt der Schnee und wird es weiße Weihnachten geben"? Die Frage nach "Wann kommt der Winter, bzw. wann kommt Schnee" kann bis zum 20. Dezember in etwa so beantwortet werden: unwahrscheinlich in tieferen Lagen, wenig wahrscheinlich in mittleren Lagen und wahrscheinlich erst ab Lagen oberhalb etwa 1.300 Meter. Das ist für alle ernüchternd, welche auf gute Bedingungen in den jeweiligen Skiregionen und für alle, die sehnsüchtig auf Schnee warten - schaut man auf die aktuellen Schneehöhen, so liegt in den deutschen Skigebieten nicht all zu viel bis gar kein Schnee.

Ändert sich das vor Weihnachten? Als weiterhin spannend zu bewerten ist die Kaltluftansammlung im Bereich zwischen Grönland, europäischen Nordmeer, Barentssee und Karassee, welche nur darauf wartet, nach Süden ausbrechen zu dürfen. Ob Deutschland davon betroffen sein kann hängt davon ab, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren - insofern ist hinsichtlich weiße Weihnachten noch vieles Möglich.

Das amerikanische Wettermodell simuliert heute eine massive Kaltluftansammlung über dem europäischen Nordmeer und auch die Grundkonstellation ist mit einem Tiefdruckwirbel über der Barentssee/Karassee und einem Hoch über Grönland als günstig für einen Kaltlufttransport nach Süden zu bezeichnen. Allerdings haben die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik etwas "dagegen" und positionieren zum 20. Dezember ein kräftiges Tiefdrucksystem, welches sich von Neufundland bis über Skandinavien erstrecken kann. Deutschland würde nach dieser Variante zunächst einmal bis zum 22./23. Dezember auf der warmen Vorderseite des Tiefdrucksystems liegen und nachfolgend würden sich Möglichkeiten der Zufuhr kalter Luftmassen nach Süden - auch nach Deutschland - ergeben. Somit bleibt das sich im Norden ansammelnde Kaltluftpotential ein Unsicherheitsfaktor für die kommenden Wetterprognosen, so dass in den kommenden Tagen Schwankungen in den Simulationen der Wettermodelle in die kalte als auch warme Richtung nicht verwunderlich wären. Weiße Weihnachten sind zum heutigen Stand definitiv nicht auszuschließen, wenngleich die Wahrscheinlichkeit in tieferen Lagen generell niedrig anzusetzen ist. Wie sind die Wahrscheinlichkeiten für grüne oder weiße Weihnachten verteilt? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 20. Dezember bei 20/30/50 und am 24. Dezember bei 25/35/35.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken


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