Nasskalt, mild, winterlich. All das war in den letzten Tagen in dem Simulationen der Wettermodelle als mögliche Varianten für das Wetter an Weihnachten in Aussicht gestellt worden. Dominierend war in den Simulationen für tiefere Lagen die jeweils nasskalten bis milden Varianten, was die Wahrscheinlichkeiten für eine weiße Weihnacht auf ein Minimum herabsetzte - daran ändert sich auch heute nichts. Detailprognosen bleiben auch heute noch mit Unsicherheiten behaftet, wenngleich im Trend die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten in tiefere Lagen gering bleibt. Am 24. Dezember bleibt die Niederschlagswahrscheinlichkeit voraussichtlich mit einem von Nord nach Süd ziehenden Niederschlagsband hoch. Der Wind kommt frisch aus westlichen Richtungen und lässt die Temperaturen auf Werte zwischen +5/+8 Grad ansteigen. Am Heiligabend erreicht das Niederschlagsband auch den Süden, während nachfolgend die Niederschläge von Norden her nachlassen können. Am ersten Weihnachtsfeiertag bleibt die Niederschlagsneigung hoch und die Temperaturen bleiben mit Werten zwischen +2/+7 Grad im überwiegend nasskalten Bereich und die Schneefallgrenze schwankt voraussichtlich zwischen 400-800 Meter. In der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag kann die Grundströmung auf nördliche Richtungen drehen. Mit Abzug des Niederschlagsbandes sickern weiter nasskalte Luftmassen nach Deutschland herein, so dass am zweiten Weihnachtsfeiertag tagsüber kurze Regen-, Graupel- oder Schneeschauer bis in tiefere Lagen grundsätzlich nicht ausgeschlossen sind - mit weißen Weihnachten hat das in tieferen Lagen wenig zu tun und ist mit Tageswerten zwischen +1/+5 Grad eher als nasskalter Witterungscharakter zu bezeichnen. Der Blick auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) bestätigt über die Feiertage einen Trend von mild zu nasskalten Temperaturverhältnissen: am 24. Dezember 0/5/95, am 25. Dezember 0/30/70 und am 26. Dezember 15/55/30. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen +2/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad im Süden und Osten und +7/+8 Grad im Norden und Westen) und am 26. Dezember zwischen -3/+9 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad im Norden und Osten, sonst +4/+5 Grad). Wie sieht die Großwetterlage aus? Das amerikanische Wettermodell verlagert im Zeitraum zwischen dem 24./26. Dezember den Tiefdruckwirbel über dem nördlichen Europa weiter nach Osten bis über das westliche Russland. Gleichzeitig gelingt es dem Hoch nicht über dem Atlantik einen Hochdruckkeil nach Norden zu entsenden und entsprechend zu stabilisieren. Stattdessen kann sich vor den Azoren ein Tiefdrucksystem bilden, was einen Trogprozess nach sich ziehen kann, auf dessen Vorderseite sich das Hoch etablieren wird, aber erst nach Weihnachten Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland haben kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Grundlage eine ähnliche, jedoch liegt das Hoch weiter westlich, was die Temperaturen am zweiten Weihnachtsfeiertag noch etwas kühler machen könnte. Der detaillierte Wetterablauf wird 5 Tage vor Weihnachten zunehmend konkreter und der Trend geht von mild in Richtung nasskalt - winterliche Varianten sind spärlich aber grundsätzlich ab mittlere Lagen nicht unmöglich geworden. Ob sich dieser Trend im Tagesverlauf bestätigen wird, klären wir heute Abend gegen 20:50 Uhr in einer Aktualisierung dieser Wetterprognose. Die weitere Wetterentwicklung über die Weihnachtsfeiertage hinaus zeigt sowohl winterliche, als auch deutlich zu warme Varianten - mehr dazu in der nächsten Aktualisierung gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wettertrend zum Winter.
Update:
Aktuell bleibt es noch 5 Tage vor Heiligabend mühsam eine Detailprognose zu erstellen, da die Wettermodelle in ihren Simulationen kleine aber durchaus entscheidende Details simulieren um sie in der darauf folgenden Simulation wieder zu verwerfen. Anders ausgedrückt sind für eine Detailprognose noch zu viele Unsicherheiten für das Wetter an Weihnachten, bzw. im Zeitraum zwischen dem 24./26. Dezember vorhanden. Relativ wahrscheinlich ist im Trend, dass am 24. Dezember mit Tageswerten zwischen +4/+8 Grad wohl keine weiße Weihnachten in tiefen und mittleren Lagen vorherrschen werden. Das könnte sich aber unter "günstigen" Bedingungen für mittlere Lagen (400-800 Meter) - je nach Simulation - bereits am 25./26. Dezember verändern. Mit einem Schwall kühler (nicht winterlichen) Luftmassen können je nach Simulation bereits am 25. oder 26. Dezember die Niederschläge oberhalb 400-600 Meter durchaus in fester Form niedergehen. Zum derzeitigen Stand wird das aber auch für mittlere Lagen für weiße Weihnachten nicht ausreichend sein, da die Bodentemperaturen hierfür voraussichtlich zu hoch sind, als dass diese über den kurzen Zeitraum hin entsprechend auskühlen können und sich darauf eine Schneedecke bilden kann. In tieferen Lagen ist hingegen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit nasskalten Witterungsverhältnissen am 25./26. Dezember zu rechnen, welche weiße Weihnachten in tieferen Lagen zunehmend unwahrscheinlicher macht. Die Kontrollläufe bleiben stark differenziert, zeigen heute Abend aber eine Mehrheit für die nasskalte bis milde Variante an Weihnachten. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember zwischen +4/+10 Grad (Mittelwert: +7 Grad) und am 26. Dezember zwischen -3/+8 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 0/10/90, am 25. Dezember bei 0/50/50 und am 26. Dezember bei 25/70/5.

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