Der Grundcharakter des Wetters bleibt in den kommenden Tagen windig, teils stürmisch, wechselhaft und überwiegend mild (Ausnahme Samstag und Sonntag). Spannend bleibt jedoch die Wetterentwicklung im Zeitraum zwischen dem 24./26. Dezember hinsichtlich einer weißen Weihnacht in mittleren Lagen. Zwar stehen die Wahrscheinlichkeiten für eine weiße Weihnacht am 24. Dezember weiterhin nicht sonderlich gut, aber der Trend zu einer Umstrukturierung des Zirkulationsmusters über die Weihnachtsfeiertage bestätigt sich heute erneut und wird zwischenzeitlich von den Kontrollläufen mehrheitlich gestützt. Spannend bleibt es insbesondere des zeitlichen Faktors. So simuliert das amerikanische Wettermodell am 24. Dezember ein Tiefdrucksystem bei Island, welches im Tagesverlauf sich weiter nach Osten positionieren kann und zum Abend zwischen Island, England und Skandinavien liegt. Deutschland würde demnach am 24. Dezember noch auf der warmen Vorderseite liegen, so dass der Grundcharakter relativ trocken sein kann, wobei im Nordwesten der Wind zunimmt und zum Abend Niederschlag einsetzen kann. Am 25./26. Dezember verlagert sich das Tief weiter nach Osten und liegt am 26. Dezember mit seinem Kern bei Finnland. Gleichzeitig kann sich über dem Atlantik ein Hochdruckkeil gen Norden aufwölben, so dass sich zum 26. Dezember eine meridionale (Nord-Süd) Strömung vor Mitteleuropa einstellen kann. Sollte diese Variante eintreten, so wäre am Heiligabend eine relativ milde und über die nachfolgenden Weihnachtsfeiertage eine nasskalte Variante am wahrscheinlichsten, bei der die Schneefallgrenze langsam auf mittlere Lagen absinken kann (400-800 Meter), allerdings erst in Lagen etwa oberhalb 600-800 Meter der Schnee auch liegen bleiben kann. In einer weiteren Variante zieht das Tiefdrucksystem bereits am 24. Dezember nach Skandinavien weiter, so dass Deutschland am Heiligabend von einer windigen und nasskalten (+2/+8 Grad) Wetterlage beeinflusst werden kann. Die Schneefallgrenze würde demnach zwischen 400-800 Meter schwanken. In weiterer Abfolge stellt sich auch in dieser Variante das Hoch auf dem Atlantik in einer Süd-Nord-Achse auf, so dass sich vor Mitteleuropa eine meridionale Grundströmung einstellen kann. In dieser Variante sind aber die Luftschichten in der Höhe kälter (-4/-6 Grad in 1.000 bis 1.500 Meter Höhe), so dass sich eine Schneefallgrenze zwischen 300/400 - 600/800 Meter einstellen kann. Zwar bleiben auch in dieser Variante die Wahrscheinlichkeiten für eine weiße Weihnacht am 24. Dezember gering - über die Weihnachtsfeiertage in mittleren Lagen (400-800 Meter) aber nicht unmöglich. Das europäische Wettermodell stützt im Wesentlichen die erste Variante des amerikanischen Wettermodells. Deutlicher wird der Temperaturverlauf über Weihnachten in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) am 24. Dezember mit 0/5/95, am 25. Dezember 10/45/45 und am 26. Dezember mit 20/65/15. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen +4/+8 Grad (Mittelwert: +7 Grad) und am 26. Dezember zwischen -3/+7 Grad (Mittelwert: +4 Grad im Norden, sonst +2/+3 Grad). Der detaillierte Wetterablauf bleibt auch 6 Tage vor Weihnachten noch unklar, wenngleich der Trend in die nasskalte Richtung geht. Aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose. Die weitere Wetterentwicklung über die Weihnachtsfeiertage hinaus zeigt sowohl winterliche, als auch deutlich zu warme Varianten - mehr dazu in der nächsten Aktualisierung gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wettertrend zum Winter.
Update:
Nichts Neues - die Variantenvielfalt bleibt erhalten. Zum einen Simuliert eine Variante des amerikanischen Wettermodells zunehmend winterliche Möglichkeiten ab den mittleren Lagen, während eine weitere Variante eine milde Südwest- bis Westwetterlage anstimmt. Das europäische Wettermodell liegt mit seiner Simulation zwischen beiden Varianten des amerikanischen Wettermodells - zuerst mild am 24. Dezember, dann bis zum 26. Dezember nasskalt mit wenig Optionen auf Schnee, da das Hoch vom Atlantik rasch auf Mitteleuropa übergreifen kann. Die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten bleiben in tiefere Lagen denkbar schlecht, in mittleren Lagen mäßig und in höheren Lagen durchaus möglich. Die Kontrollläufe bleiben stark differenziert, zeigen heute Abend aber eine Mehrheit für die nasskalte bis milde Variante an Weihnachten. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember zwischen +2/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -2/+8 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 0/10/90, am 25. Dezember bei 0/30/70 und am 26. Dezember bei 15/15/70.

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