Nicht nur der Zeitraum zwischen dem 17./19. Dezember wird teils stürmisch ausfallen, auch der Zeitraum danach wird in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle windig und stürmisch berechnet. Allen voran das amerikanische Wettermodell, welches im Zeitraum zwischen dem 20./23. Dezember zwei unterschiedlich warme Luftmassen über Mitteleuropa aufeinander prallen lässt. Das gestaltet sich in der Form, als dass zwischen Neufundland und Island ein Tiefdrucksystem nach dem anderen initialisiert wird und zwischen Island und Skandinavien weiter an Kraft und Dynamik gewinnt. Gleichzeitig versucht das Azorenhoch "dagegen zu halten", so dass die stark komprimierten Gradienten zueinander direkt über Deutschland verlaufen können. Insofern wird sich nach dem amerikanischen Wettermodell an der teils milden, phasenweise auch nasskalten, wechselhaften und windigen Witterung in der Vorweihnachtszeit nichts verändern. Aufgrund der Gradientenstruktur ist auch Potential für Extremwindereignisse in diesem Zeitraum gegeben und damit nicht ausgeschlossen. Am 24. Dezember positioniert sich das Kerntief zunehmend über Skandinavien, so dass die Kaltluftmassen bei Grönland weiter nach Süden vorankommen und unter günstigen Bedingungen auch Deutschland erreichen können. Der Witterungscharakter wäre demnach im Nordosten eher nasskalt und windig - mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit für ein paar Schneeflocken oberhalb etwa 400-800 Meter - weiße Weihnachten sind aber grundsätzlich weniger wahrscheinlich, da nachfolgend bis zum 26. Dezember weitere Tiefdrucksysteme von Westen heranrücken können und die einfließende Kaltluft durch mildere Luftmassen ersetzen kann. Im gesamten Prozess werden die Kaltluftmassen im Norden weiter in Richtung Karasee verfrachtet, was grundsätzlich winterliche Optionen, bzw. Varianten erhöhen kann. Das europäische Wettermodell simuliert die Vorweihnachtszeit im Zeitraum zwischen dem 20./23. Dezember weniger impulsiv und kurzweilig können auch kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden - der Grundcharakter ist dabei als nasskalt und leicht wechselhaft zu bezeichnen. Im Zeitraum zwischen dem 24./25. Dezember ist das Tief deutlich weiter westlich zwischen Island und Skandinavien positioniert, was eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine südwestlich geprägte Grundströmung zur Folge haben kann. Im Verlauf zwischen dem 25./26. Dezember verlagert sich das Tief weiter nach Osten und liegt mit seinem Kern etwa über Finnland, so dass der Übergang von mildem Wettercharakter am 24. Dezember zu nasskalten Wetter am 26. Dezember nach der Simulation des europäischen Wettermodells am wahrscheinlichsten ist. Somit bestätigt sich auch heute der Trend von milden bis nasskalten Wetter an Weihnachten, was die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten weiterhin "schlecht aussehen" lässt. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) liegen am 24. Dezember bei 0/5/95 und am 26. Dezember bei 15/30/55. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen +3/+11 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad) und am 26. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Die Entwicklung bleibt aber vor allem Aufgrund des Kaltlufttransportes im Norden spannend, da in diesem dynamischen Prozess genügend Spielraum für Überraschungen bleibt - insofern erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 18:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Winter.
Update:
Das amerikanische Wettermodell bleibt am 24./26. Dezember im Wesentlichen beim westlichen Setup des Zirkulationsmusters. Zwar kann über Weihnachten hinweg die Windrichtung kurzweilig aus nordwestlichen Richtungen kommen und die Niederschläge bis 300-600 Meter in Schneeregen, Graupelschauer oder gar auch kurzweilig in Schnee übergehen, der Grundcharakter bleibt jedoch nasskalt - weiße Weihnachten unterhalb 500-700 Meter demnach wenig wahrscheinlich. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells positioniert sich das Hoch am 24. Dezember über Mitteleuropa, was relativ milde (unten auch kühle) und überwiegend trockene Weihnachtsfeiertage zur Folge hätte - auch in dieser Variante sind die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten als denkbar ungünstig zu beurteilen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so spiegelt sich hier das komplexe Spektrum der Möglichketen wieder: am 24. nasskalt West, am 25. Dezember mild West und am 26. Dezember kommt möglicherweise die kühle Rückseite. Der Trend der letzten Simulationen bestätigt sich, dass der 24. Dezember mit höherer Wahrscheinlichkeit mild/nasskalt werden kann, über die Weihnachtsfeiertage sich dann aber allmählich auch kühlere Varianten einmischen können. Die Kontrollläufe bleiben stark differenziert, so liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -2/+9 Grad (Mittelwert: +5 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 0/25/75 und am 26. Dezember bei 10/20/70.

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