Wetter Weihnachten 2014 - Gibt es weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2014 - Wetterprognose vom 17. Dezember

  • M. Hoffmann
Ungemütlich wird es in den kommenden Tagen - stürmischer Wind aus westlichen Richtungen treibt nicht nur milde Temperaturen nach Deutschland, sondern auch ein Niederschlagsgebiet nach dem anderen. Erst zum Sonntag kann sich die Wetterlage etwas beruhigen. Im Zeitraum zwischen dem 22./23. Dezember simuliert das amerikanische Wettermodell mit einem Hoch über dem Mittelmeerraum und einem Tiefdruckkomplex zwischen Island und Skandinavien weiterhin stark komprimierte Gradientenlinien über Deutschland verlaufend, was insgesamt auf eine weitere Windaktivität (40-80 km/h) schließen lässt. Allerdings kann etwa südlich der Mittelgebirge das Hochdrucksystem das Wetter mehr beeinflussen, während es über dem Norden eher das Tiefdrucksystem ist, welches das Wetter vermehrt dominieren kann. Der Wind kommt aus westlichen Richtungen und lässt die Temperaturen im Norden auf +7/+11 Grad und im Süden auf +4/+8 Grad ansteigen. Am 24. Dezember - Heiligabend - dreht nach dem amerikanischen Wettermodell die Grundströmung bei wechselhaften Wetter langsam von West auf Nordwest und sorgt für überwiegend nasskalte Werte zwischen +5/+8 Grad. Im Detail bleibt aber noch abzuwarten, wie sich das Wetter am 24. Dezember tatsächlich entwickeln wird, da insbesondere in dieser Variante in der Zeit vom 24./26. ein südliches Gradientensystem des Tiefs bei Skandinavien über die Nordsee ziehen und am 25./26. Dezember durchaus das Potential für Schneefälle in Lagen ab 300-700 Meter haben kann. Weiße Weihnachten demnach am 24. Dezember weniger wahrscheinlich, ab dem 25. Dezember ab den mittleren Lagen nicht auszuschließen. In einer weiteren Variante zeigt sich ein ähnliches Bild: der 24. Dezember mild/nasskalt und windig, zum 25. Dezember windig und nasskalt (ab mittlere Lagen Schneefall möglich), zum 26. Dezember nasskalt bei nachlassendem Wind. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so gestaltet sich der Zeitraum zwischen dem 22./23. Dezember ebenfalls windig, mild und wechselhaft, bevor zum 24./25./26. Dezember der Grundcharakter auf die nasskalte Variante mit Schneeoptionen ab mittlere Lagen umschwenken kann. Zusammenfassend sind die Simulationen für den Zeitraum 24./26. Dezember heute ein ganzes Stück in Richtung nasskalt gerückt. Deutlich wird das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) am 24. Dezember mit 0/25/75 und am 26. Dezember mit 35/40/25. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen +0/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -2/+6 Grad (Mittelwert: +2/+4 Grad). Vereinfacht ausgedrückt: da tut sich was über Weihnachten und ob es im Detail für weiße Weihnachten reichen wird, bleibt weiterhin spannend, denn zeitliche Verschiebungen sind sowohl nach vorne als auch nach hinten möglich. Gesichert ist somit 7 Tage vor Weihnachten noch nichts und aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose. Die weitere Wetterentwicklung über die Weihnachtsfeiertage hinaus zeigt auch heute ein paar winterliche Varianten - mehr dazu in der nächsten Aktualisierung gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wettertrend zum Winter.
Update:
Tagsüber hat sich nur unwesentlich etwas in den Simulationen für die Weihnachtszeit zwischen dem 24./26. Dezember verändert. Am 24. Dezember positioniert sich über dem Atlantik hoher Luftdruck und gleichzeitig liegt über den skandinavischen Raum ein Tiefdruckkomplex. Im Verbund beider Systeme zueinander nimmt die zunächst zonale Gradientenstruktur westlich von Europa eine zunehmende Meridionalisierung an (von West->Ost nach Nord->Süd), welche am 24. Dezember beginnt und am 26. Dezember abgeschlossen ist. Somit werden deutlich kühlere Luftmassen über Umwegen nach Deutschland geführt, welche insbesondere ab den mittleren Lagen weiße Weihnachten ab dem 25. Dezember durchaus ermöglichen könnten - für tiefere Lagen bleibt es voraussichtlich und zum aktuellen Stand bei einer "grünen" Weihnacht. Im Detail bleibt noch vieles abzuwarten, der Trend der letzten Tage von mild zu nasskalt an Weihnachten bestätigt sich aber zunehmend. Am wärmsten bleiben dabei die Simulationen des europäischen Wettermodels, bei dem erst ab Lagen oberhalb 800 Meter der Regen in Schnee übergehen kann. Die Kontrollläufe bleiben stark differenziert, zeigen aber zwischenzeitlich eine Mehrheit für die nasskalte Variante an Weihnachten. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember zwischen +2/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -4/+7 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 0/15/85 und am 26. Dezember bei 30/55/15.

Anzeige

 

 

Wetter Weihnachten 2014 - Wetterprognose vom 16. Dezember

  • M. Hoffmann
Die Wettermodelle simulieren im Vorweihnachtszeitraum eine äußerst lebhafte Westwetterlage, so dass der Wind zwischen dem 17./23. Dezember voraussichtlich stark bis mäßig, in Teilen auch stark bis stürmisch aus überwiegend westlichen Richtungen kommt. Mit dem Wind folgen in raschen Abständen Niederschlagsbänder nach und überqueren Deutschland von West nach Ost. Die Temperaturen bleiben mit Werten von zumeist +7/+12 Grad im für die Jahreszeit zu warmen Bereich. Die Vorweihnachtszeit wird zum heutigen Stand in der Zusammenfassung mit hoher Wahrscheinlichkeit "ungemütlich" ausfallen. Um Weihnachten herum zeigten die Simulationen der Wettermodelle in den letzten Tagen eine überwiegend "grüne" Tendenz am 24. Dezember mit einem vorsichtigen Trend hin zu einem Wetterumschwung über die Weihnachtsfeiertage hinweg. Daran hat sich auch heute nichts geändert - insofern bleibt die Wetterprognose für das Weihnachtswetter spannend. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt in einer Variante über dem Mittelmeer ein Hochdruck- und über Skandinavien ein Tiefdruckkomplex. Zum 24. Dezember positioniert sich das Tief über Skandinavien weiter nach Osten und das Hoch verlagert sich langsam nach Westen über den Atlantik, so dass die Grundströmung am 24. Dezember südwestlich ausgerichtet ist und sich somit an den milden Temperaturen der Vortage nur wenig ändern mag. Der Wind hat eine abschwächende Tendenz, wobei die Niederschlagneigung grundsätzlich hoch bleibt. Zum 25. Dezember folgt ein Tiefdrucksystem nach und kann sich erneut über Skandinavien positionieren, wobei sich das Hoch nachfolgend über dem Atlantik etwas steiler aufstellen kann und die Grundströmung von Südwest auf West, später auf Nordwest drehen kann. In Folge daraus zeigt sich der erste Weihnachtsfeiertag wechselhaft, teils windig und überwiegend nasskalt. Schneeregen- Graupel- oder Schneeschauer sind in Lagen ab 600-800 Meter nicht ausgeschlossen - hat aber mit weißen Weihnachten nur wenig gemeinsam. Zum 26. Dezember manifestiert sich der Tiefdruckwirbel über Skandinavien, so dass mit Hilfe des Hochdrucksystems im Westen die Anströmung der Luftmassen aus Nordwest erfolgen kann. Schneeregen, Graupel- und Schneeschauer sind in dieser Dynamik bis in tiefere Lagen nicht gänzlich ausgeschlossen, in mittleren Lagen aber wahrscheinlicher. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells bleibt die Achse der Tiefdruckrinne am 24./25. über Mitteleuropa zunächst noch von West nach Ost ausgerichtet. Allerdings strebt auf dem Atlantik das Azorenhoch gen Norden auf, so dass dieses als Blockadehoch weitere Tiefdruckausläufer vom Atlantik kommend blockiert und über Mitteleuropa im Zeitraum 26./27. Dezember den Zustrom kalter Luftmassen arktischen Ursprungs ermöglichen könnte - das wären zumindest ansatzweise Optionen für einen Hauch von winterlichen Verhältnissen. Das europäische Wettermodell verlagert den Tiefdruckschwerpunkt vom 24./26. Dezember ebenfalls nach Skandinavien, so dass die Temperaturen auch hier den Trend von mild am 24. Dezember auf nasskalt zum 26. Dezember haben. Interessant ist auch nach der Simulation des europäischen Wettermodell der Aufbau eines Blockadehochs auf dem Atlantik, was insbesondere die Zeit nach Weihnachten hinsichtlich eines Winterereignisses spannend machen könnte. Zusammenfassend bestätigt sich der Trend der letzten Tage, als dass sich über Weihnachten das Zirkulationsmuster verändern kann. Dabei ist auch ein gewisser Spielraum gegeben, welcher den zeitlichen Horizont der Umstellung vorziehen, bzw. auch weiter nach hinten verschieben kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) liegen am 24. Dezember bei 5/25/70 und am 26. Dezember bei 20/40/40. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen -2/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -2/+8 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad). Betrachtet man die Streuung der Kontrollläufe, so ist bis zum 23. Dezember die Prognosegüte als wahrscheinlich einzustufen, während sich über Weihnachten weiterhin ein großes Spektrum an Möglichkeiten ergibt. Gesichert ist somit 8 Tage vor Weihnachten noch nichts - aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose. Die weitere Wetterentwicklung über die Weihnachtsfeiertage hinaus zeigt durchaus auch ein paar winterliche Varianten - mehr dazu in der nächsten Aktualisierung gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wettertrend zum Winter.
Update:
Das amerikanische und europäische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 17./23. Dezember eine lebhafte und dynamische Westwetterlage, bei der vor allem der Wind eine Hauptrolle spielen wird - aber auch milde bis warme Temperaturen und reichlich Niederschlag ist demnach zu erwarten. Zum 24. Dezember entsteht bei England ein weiteres Tiefdrucksystem, welches sich rasch nach Skandinavien verlagern kann. Auf der Rückseite fließen kühle bis kalte Luftmassen nach Deutschland ein, so dass Schneeregen-, Graupel- oder Schneeschauer bis in tiefere Lagen zwischen dem 25./26. Dezember nicht auszuschließen sind - ob das für weiße Weihnachten am 25./26. ab mittleren Lagen reichen kann, muss im Detail abgewartet werden. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells kommt es zu einer sog. Pattsituation, bei der sich die Systeme zueinander blockieren können. Dabei liegt bei England ein kleinräumiges Tiefdrucksystem, bei Skandinavien ein weitläufiger Tiefdruckkern, während sich auf dem Atlantik ein Hochdruckkeil in Richtung Grönland aufbauen kann. Deutschland liegt dabei in der gradientenschwachen Zone, so dass teils neblig-trübes Wetter bei nasskalten bis milden Werten möglich sein kann - weiße Weihnachten wären in dieser Variante eher unwahrscheinlich. Das europäische Wettermodell stützt mit einer Tiefdruckverlagerung von Island in Richtung Skandinavien im Zeitraum 24./26. Dezember eine überwiegend nasskalte, wechselhafte und windige Variante - auch hier sollte es bis in mittlere Lagen hinab weitgehend grün bleiben. Die Kontrollläufe bleiben stark differenziert, so liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad) und am 26. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +2/+4 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 5/35/60 und am 26. Dezember bei 25/20/55.

Wetter Weihnachten 2014 - Wetterprognose vom 15. Dezember

  • M. Hoffmann
Nicht nur der Zeitraum zwischen dem 17./19. Dezember wird teils stürmisch ausfallen, auch der Zeitraum danach wird in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle windig und stürmisch berechnet. Allen voran das amerikanische Wettermodell, welches im Zeitraum zwischen dem 20./23. Dezember zwei unterschiedlich warme Luftmassen über Mitteleuropa aufeinander prallen lässt. Das gestaltet sich in der Form, als dass zwischen Neufundland und Island ein Tiefdrucksystem nach dem anderen initialisiert wird und zwischen Island und Skandinavien weiter an Kraft und Dynamik gewinnt. Gleichzeitig versucht das Azorenhoch "dagegen zu halten", so dass die stark komprimierten Gradienten zueinander direkt über Deutschland verlaufen können. Insofern wird sich nach dem amerikanischen Wettermodell an der teils milden, phasenweise auch nasskalten, wechselhaften und windigen Witterung in der Vorweihnachtszeit nichts verändern. Aufgrund der Gradientenstruktur ist auch Potential für Extremwindereignisse in diesem Zeitraum gegeben und damit nicht ausgeschlossen. Am 24. Dezember positioniert sich das Kerntief zunehmend über Skandinavien, so dass die Kaltluftmassen bei Grönland weiter nach Süden vorankommen und unter günstigen Bedingungen auch Deutschland erreichen können. Der Witterungscharakter wäre demnach im Nordosten eher nasskalt und windig - mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit für ein paar Schneeflocken oberhalb etwa 400-800 Meter - weiße Weihnachten sind aber grundsätzlich weniger wahrscheinlich, da nachfolgend bis zum 26. Dezember weitere Tiefdrucksysteme von Westen heranrücken können und die einfließende Kaltluft durch mildere Luftmassen ersetzen kann. Im gesamten Prozess werden die Kaltluftmassen im Norden weiter in Richtung Karasee verfrachtet, was grundsätzlich winterliche Optionen, bzw. Varianten erhöhen kann. Das europäische Wettermodell simuliert die Vorweihnachtszeit im Zeitraum zwischen dem 20./23. Dezember weniger impulsiv und kurzweilig können auch kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden - der Grundcharakter ist dabei als nasskalt und leicht wechselhaft zu bezeichnen. Im Zeitraum zwischen dem 24./25. Dezember ist das Tief deutlich weiter westlich zwischen Island und Skandinavien positioniert, was eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine südwestlich geprägte Grundströmung zur Folge haben kann. Im Verlauf zwischen dem 25./26. Dezember verlagert sich das Tief weiter nach Osten und liegt mit seinem Kern etwa über Finnland, so dass der Übergang von mildem Wettercharakter am 24. Dezember zu nasskalten Wetter am 26. Dezember nach der Simulation des europäischen Wettermodells am wahrscheinlichsten ist. Somit bestätigt sich auch heute der Trend von milden bis nasskalten Wetter an Weihnachten, was die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten weiterhin "schlecht aussehen" lässt. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm (>+5) liegen am 24. Dezember bei 0/5/95 und am 26. Dezember bei 15/30/55. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen +3/+11 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad) und am 26. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Die Entwicklung bleibt aber vor allem Aufgrund des Kaltlufttransportes im Norden spannend, da in diesem dynamischen Prozess genügend Spielraum für Überraschungen bleibt - insofern erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 18:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Winter.
Update:
Das amerikanische Wettermodell bleibt am 24./26. Dezember im Wesentlichen beim westlichen Setup des Zirkulationsmusters. Zwar kann über Weihnachten hinweg die Windrichtung kurzweilig aus nordwestlichen Richtungen kommen und die Niederschläge bis 300-600 Meter in Schneeregen, Graupelschauer oder gar auch kurzweilig in Schnee übergehen, der Grundcharakter bleibt jedoch nasskalt - weiße Weihnachten unterhalb 500-700 Meter demnach wenig wahrscheinlich. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells positioniert sich das Hoch am 24. Dezember über Mitteleuropa, was relativ milde (unten auch kühle) und überwiegend trockene Weihnachtsfeiertage zur Folge hätte - auch in dieser Variante sind die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten als denkbar ungünstig zu beurteilen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so spiegelt sich hier das komplexe Spektrum der Möglichketen wieder: am 24. nasskalt West, am 25. Dezember mild West und am 26. Dezember kommt möglicherweise die kühle Rückseite. Der Trend der letzten Simulationen bestätigt sich, dass der 24. Dezember mit höherer Wahrscheinlichkeit mild/nasskalt werden kann, über die Weihnachtsfeiertage sich dann aber allmählich auch kühlere Varianten einmischen können. Die Kontrollläufe bleiben stark differenziert, so liegt das Temperaturspektrum am 24. Dezember zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -2/+9 Grad (Mittelwert: +5 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 0/25/75 und am 26. Dezember bei 10/20/70.

Wetter Weihnachten 2014 - Wettertrend vom 14. Dezember

  • M. Hoffmann
Die Wetterentwicklung kurz vor Weihnachten bleibt spannend, auch wenn der Trend zunehmend in die nasskalte bis milde Richtung geht. Tatsache bleibt aber, dass das Spektrum an Möglichkeiten weiterhin groß ist und sich die Kontrollläufe stark zueinander differenzieren. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ergeben sich zwei mögliche Varianten. Zum einen verlagert sich über Skandinavien ein Tiefdruckwirbel weiter nach Osten und positioniert sich bis zum 26. Dezember über die Karasee. Gleichzeitig strebt über Mitteleuropa das Hoch nach Norden und verlagert seinen Kern vom 24. Dezember vom Mittelmeer bis zum 26. Dezember zwischen England und Skandinavien. Damit wäre der Weg frei für die kalten Luftmassen nach Süden auszuströmen, allerdings - Aufgrund der Nähe zum Hochdrucksystem - knapp an Deutschland vorbei. Das entspräche im Wesentlichen einer leicht wechselhaften und überwiegend nasskalten Variante, bei der vereinzelt Schneeflocken ab mittleren Lagen nicht ausgeschlossen wären. In einer weiteren Variante verlagert sich das Tiefdrucksystem über das nördliche Skandinavien und das Azorenhoch positioniert sich zum 24. Dezember zwischen den Azoren und Portugal/Spanien. Gleichzeitig strömen aber über dem östlichen Grönland über Island bis nach England kalte Luftmassen, so dass die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik angehoben werden kann. Aus dieser Variante heraus ergeben sich weitere Möglichkeiten, welche aber mehrheitlich zum 24. Dezember nasskalt, wechselhaft und windig sein können. Zum 26. Dezember verlagert sich das Azorenhoch weiter nach Osten, so dass die Grundströmung zunehmend auf westliche Richtungen drehen kann und das advehieren milder Luftmassen ermöglicht. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ergibt sich noch eine dritte Variante, bei der zum 24. Dezember sich ein Tief zwischen Island und Skandinavien positionieren kann. Gleichzeitig strebt aber das Azorenhoch gen Norden, so dass vor Mitteleuropa eine trogähnliche Struktur entstehen kann. Der 24. Dezember wäre demnach mit einer südwestlichen Grundströmung recht mild und voraussichtlich auch trocken. Je nachdem wie schnell das Tief weiter nach Osten vorankommen kann, könnten nachfolgend auch kühlere Luftmassen nach Deutschland gelangen, im anderen Fall bleibt es auch bis zum 26. Dezember recht mild. Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 5/25/70 und am 26. Dezember bei 5/35/60. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 24. Dezember zwischen -1/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad). Sind weiße Weihnachten damit erledigt? Nein, denn im Detail kommt es weiterhin darauf an, wie sich die aktiv-dynamische Westwetterlage in den kommenden Tagen entwickeln wird - Potential für Überraschungen ist weiterhin vorhanden. Gegen 20:50 Uhr erfolgt heute Abend eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Weiterhin ist ein breites Spektrum an Möglichkeiten gegeben. So zeigt das amerikanische Wettermodelle eine äußerst knappe Variante, bei der Rückseitig zum 24./25. Dezember Kaltluft aus nordwestlichen Richtung nach Deutschland gelangen kann. In tieferen Lagen nasskalt, in mittleren Lagen ab 500 Meter bis zum 26. Dezember durchaus die eine oder andere Schneeflocke möglich - wird aber voraussichtlich nicht für weiße Weihnachten ausreichend sein. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells dreht die Grundströmung zwischen dem 23./24. Dezember auf nördliche Richtungen, so dass auch in tieferen Lagen die eine oder andere Schneeflocke sich blicken lassen kann. Ob sich die kühle Luft aber bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag halten kann, bleibt abzuwarten, weiße Weihnachten in mittleren Lagen nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Kaltluftmassen rücken nach den aktuellen Simulationen etwas näher an Mitteleuropa heran, so dass diese nicht mehr über Umwege nach Deutschland geführt werden müssen und sich dadurch erwärmen können. Zudem wird über Skandinavien ein Zentraltief mit einer Nord-Süd-Achse simuliert, was einem blockierenden Hoch auf dem Atlantik grundsätzlich mehr Spielraum bietet. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so auch hier ein Tief über Skandinavien, jedoch nördlicher positioniert, somit eher nasskalte bis milde Variante an Weihnachten. Das Spektrum an Möglichkeiten wird auch in den Kontrollläufen zunehmend größer, was sich hauptsächlich im Temperaturspektrum wiederspiegelt. So können die möglichen Temperaturen am 24. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -4/+10 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad). Die Verhältnisse von zu kalt/normal/zu warm liegen am 24. Dezember bei 5/30/65 und am 26. Dezember bei 20/25/55.

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +8,81 +2,45 +1,71 367 l/m² - zu trocken


Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns