Weiße Weihnachten sind mit 23 Prozent in diesem Jahr nahezu auszuschließen. Dafür ist das Grundmuster der Großwetterlage zu sehr eingefahren. Was aber zum Problem werden kann, sind die mächtigen Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, die in Wellen auf Mitteleuropa zusteuern. Anders ausgedrückt möchte die atlantische Frontalzone das Wetter in Mitteleuropa unbedingt beeinflussen - und das gelingt nur mit entsprechender Dynamik. So positioniert sich am 23. Dezember über Island ein kräftiges Tiefdrucksystem, dessen Gradienten von Neufundland bis nach Skandinavien reichen. Auf den südlichen Gradienten des Tiefdrucksystems wird die Entwicklung sog. Randtiefsysteme angeregt, die sich auch zu intensiven Schnellläufersystemen entwickeln können. Die Simulationen der Wettermodelle haben diese Entwicklung bereits seit Tagen in ihren Berechnungen aufgenommen. Dabei verlagert das Tief bei Island über Weihnachten seine Position zwischen England und Skandinavien, so dass Deutschland in die gradientenstarke Linie gerät. Anders ausgedrückt ist - zum heutigen Stand - zwischen dem 24./26. Dezember bei wechselhaften Wetter mit Starkwindereignissen zu rechnen - die extremsten Simulationen gehen von Windgeschwindigkeiten zwischen 70-120 km/h aus - im Mittel bewegen diese sich zwischen 50-90 km/h . Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe simuliert über Weihnachten Tageswerte zwischen +4/+8 Grad bei einem Mittelwert von +6 Grad. In Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt sind orkanartige Winde wahrscheinlicher als weiße Weihnachten. Die Details zu dieser dynamischen Wetterlage müssen noch abgewartet werden, da Wellenbewegungen entlang der Frontalzone noch für Überraschungen sorgen können. Aus diesem Grund erfolgt im Laufe des Abends eine Aktualisierung dieser Wetterprognose zu Weihnachten. Ob es für Schnee nach Weihnachten reichen wird, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Winter.
Update:
Zumindest die akute Orkangefahr über die Weihnachtsfeiertage hat sich in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle relativiert, wenn diese jedoch noch immer im Bereich des Möglichen ist. Vielmehr wird regnerisches und windiges bis stürmisches Wetter immer wahrscheinlicher. Die Windgeschwindigkeiten bewegen sich über die Weihnachtsfeiertage zwischen 40-90 km/h, wobei im Nordwesten die höheren Windgeschwindigkeiten zu erwarten sind. Die Temperaturen bewegen sich zwischen +5/+9 Grad und bleiben damit für die Jahreszeit deutlich zu warm.

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